
Finanz-Szene - der Podcast
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Ep 62Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Stefan Povaly/J.P. Morgan
Es ist ein hübscher Zufall. Von Januar bis März hat J.P. Morgan Chase exakt so viel Ergebnis erwirtschaftet, wie die Commerzbank an der Börse insgesamt wert ist – nämlich umgerechnet 7,8 Mrd. Euro. Eigentlich bräuchte die US-Großbank also nur ihren jüngsten Drei-Monats-Gewinn zu nehmen und … (Sie wissen schon). Freilich: Gemessen an der jüngeren deutscher Bankengeschichte liegt den großen amerikanischen Playern nichts ferner, als eine hiesige Normalbank zu übernehmen (zur Erinnerung: Die Citigroup hatte sich ja 2007 aus dem, was heute die Targobank ist, sogar zurückgezogen). Stattdessen: Wachsen die führenden US-Banken im deutsche. Markt lieber aus eigener Kraft. J.P. Morgan ist hierfür das beste Beispiel. Zwar bewegt sich das New Yorker Institut im hiesigen Investmentbanking und Asset Management schon lange. So richtig durch die Decke schießen die Kennziffern aber erst in jüngster Zeit. Allein 2020 verdoppelte sich die Mitarbeiterzahl auf 626, verdreifachte sich die Bilanzsumme auf 245 Mrd. Euro. Und: Durch die Verschmelzung der irischen sowie der luxemburgischen auf die Frankfurter Einheit sollen die Assets zuletzt sogar auf die 500-Mrd.-Euro-Marke zugeschritten sein. Dadurch dürfte J.P. Morgan Deutschland SE jetzt ungefähr so groß sein wie (ha!) die Commerzbank. Klar: Von diesem Geschäft ist vieles eher von der Papierform her “deutsches” Geschäft. Aber man sollte sich nicht täuschen lassen. In den hiesigen “League Tables” von Refinitiv stieg J.P. Morgan zuletzt zur Nummer 2 bei Aktienplatzierungen und gar zur Nummer 1 bei Fusionen und Übernahmen auf; und auch im hiesigen Wealth Management sind die Ambitionen enorm. Woher kommt dieser große Appetit? Was haben die US-Player der hiesigen Konkurrenz möglicherweise voraus? Und wie blicken sie auf den “Standort Frankfurt”? === Fragen und Feedback zum Podcast: [email protected] oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6 Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Postproduction: Podstars Hamburg Musik: Liturgy of the street / Shane Ivers - www.silvermansound.com
Ep 61Finanz-Szene – Der Podcast: Zu Gast: Carlos Gomez, CEO VR Payment
Die Payment-Ambitionen der Volks- und Raiffeisenbanken waren in den vergangenen Jahren von einer gewissen Rückläufigkeit geprägt: Bei Paydirekt wich die genossenschaftliche Euphorie früh der Ernüchterung; bei Apple Pay ließ man lieber den Sparkassen den Vortritt; und die European Payments Initiative scheiterte letztlich vor allem am Veto der DZ Bank. Umso erstaunlicher, dass sich die Genossen nach wie vor und gegen den industriellen Trend: einen eigenen Payment Service Provider leisten! Nämlich die VR Payment. Nur noch mal zur Erinnerung: Schon 2012 trennte sich die Deutsche Bank von ihre Tochter "Deutsche Card Services"; 2015 veräußerte die Postbank die "P.O.S Transact"; 2017 folgte der Verkauf der bankeneigenen Concardis; und 2018 gaben auch noch die Sparkassen ihre Mehrheitsposition bei der "BS Payone" auf. Einzig die Genos hielten an ihrem Karten-Acquirer fest. Zu Recht? Das ist die große Frage. Denn während Fintechs wie SumUp immer vehementer den "Point of Sale" attackieren, geben im E-Commerce längst neuartige Payment Service Provider wie Stripe, Adyen oder Mollie das Tempo vor. Wie will ein Unternehmen wie die VR Payment da mithalten? Was hat sie dem Innovationsdruck und der Skalierungs-Logik der Branche entgegenzusetzen? Und wo sehen die Genossen ihre Nische? All das haben wir Carlos Gomez, seit acht Jahren CEO der VR Payment, für die heutige Folge von "Finanz-Szene – Der Podcast" gefragt (wobei seine Antworten erstaunlich offen ausfielen; so geht Gomez z.B. davon aus, dass das Kerngeschäft mit den zzt. rund 150.000 POS-Terminals verschwinden werde). ==== Unser Episodensponsor Gravning hält es in Anbetracht des Kriegs in der Ukraine für essenziell, den Menschen vor Ort und den Flüchtenden zu helfen Gravning möchte daher auf 3 Websites hinweisen, auf denen die Hörer:innen des Podcasts sich informieren und ad hoc helfen können • www.unterkunft-ukraine.de • www.aktion-deutschland-hilft.de • www.uatalents.com • Danke für Ihre / Eure Unterstützung!! === Fragen und Feedback zum Podcast: [email protected] oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6 Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Postproduction: Podstars Hamburg Musik: Liturgy of the street / Shane Ivers - www.silvermansound.com
Ep 60Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Tomas Peeters, Baufi24
In einem weit verzweigten Konzern wie der ING Groep lässt sich wunderbar Karriere machen. Tomas Peeters zum Beispiel begann seine Laufbahn in der Amsterdamer Zentrale, hatte dann in Frankfurt (also bei der ING Diba) erste Führungspositionen inne, wurde “Head of Operations” bei der italienischen ING Direct, kehrte als COO und später Strategiechef zur Diba zurück, um 2017 schließlich in den Vorstand des konzerneigenen Baufi-Vermittlers Interhyp aufzusteigen. Wohin ihn der Weg von dort aus noch geführt hätte? Das muss Spekulation bleiben. Denn: Vor zwei Jahren vollzog Peeters 2020 einen glatten Bruch mit seiner Konzernbiographie. Und heuerte bei einer Hamburger Firma namens “Baufi24” an. Dazu muss man wissen: Gestandene Bankerinnen und Banker, die in die Fintech-Branche rübergemacht haben (Pertlwieser, Folz, Strack, Krebs …), gibt es inzwischen ja einige. Baufi24 indes – war nicht mal ein richtiges Fintech. Sondern von Haus aus eher ein Online-Marketing-Spezialist, der für Banken und Baugeld-Vermittler die Lead-Generierung besorgte. Erst mit Peeters mutierten die Hanseaten zu einem eigenständigen Player auf dem Baugeld-Markt – eine Entwicklung, zu der u.a. auch die Eröffnung dutzender physischer Geschäftsstellen beitrug. Doch selbst diese Transformation war nur Ouvertüre. Anfang des Monats wurde publik, dass ein hochpotenter skandinavischer Finanzinvestor unter der Führung von Peeters und dessen Baufi24 einen neuen Champion im deutschen Hypothekengeschäft schmieden will. Das Kalkül: In der privaten Baufinanzierung werden fast 300 Mrd. Euro Neugeschäft p.a. generiert. Davon entfällt (Tendenz stark steigend!) schon jetzt ein Viertel auf die Vermittlungsportale. Wer es schafft, in diesem Markt auch nur einigermaßen gegen die Platzhirsche Interhyp und Dr. Klein anzustinken – der hat eigentlich schon gewonnen. Wie genau er nun vorgehen will, welche enorme Rolle die klassische Beratung in seinen Plänen spielt und warum er das eigene Franchise-System gegenüber dem Filialsystem der Banken für weit überlegen hält – das erklärt Tomas Peeters in der heutigen Folge von “Finanz-Szene – Der Podcast”. === Fragen und Feedback zum Podcast: [email protected] oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6 Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Postproduction: Podstars Hamburg Musik: Liturgy of the street / Shane Ivers - www.silvermansound.com
Ep 59Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Karl Matthäus Schmidt, Quirin
Offen gesagt: Irgendwann war man des Evangeliums nach Karl Matthäus dann doch ein bisschen überdrüssig. Ja, klar, das mit den Provisionen ist irgendwie suboptimal. Und, ja, das mit dem Honorar ist in der Theorie das flauschigere Modell. Bloß: Was soll man denn machen, wenn die Kunden es in der Praxis nicht nachfragen?! Und so beschlich einen manchmal das Gefühl, an Karl Matthäus Schmidt, dem Gründer der Berliner Quirin Bank und Apostel der Honorarberatung, sei die Zeit so ein bisschen vorbeigezogen. Während Schmidt wie eh und je gegen das Provisionsmodell zu Felde zog, schossen anderswo in der Hauptstadt völlig neue Player aus dem Boden. Investment-Fintechs wie Raisin oder Trade Republic, die sich mit den alten Glaubensfragen gar nicht erst aufhielten – und stattdessen binnen kürzester Zeit auf Kundenzahlen und Bewertungen kamen, von denen die Quirin Bank (Börsenwert vor zwei Jahren: rund 60 Mio. Euro) nicht mal mehr zu träumen wagte. Indes: Vielleicht kam der Abgesang auf Quirin zu früh! Seit einiger Zeit verdichten sich nämlich die Anzeichen, dass Karl Matthäus Schmidt – als Gründer der Consorsbank ja fast so etwas wie der Urvater der "Generation Neobroker" – in die Erfolgsspur zurückgefunden hat. Belege: 1.) Der hauseigene Robo Advisor Quirion, eher gemächlich gestartet, hat inzwischen 45.000 Kunden und seine Assets binnen Jahresfrist auf 1,2 Mrd. Euro verdoppelt; 2.) Die Quirin Bank selber verzeichnete zuletzt einen Anstieg der Kundengelder um 33% und macht urplötzlich wahrnehmbar Gewinn; und 3.) Der Kurs der Quirin-Aktie hat sich binnen 18 Monaten verdreifacht (!), zuletzt lugte die Marktkapitalisierung erstmals über die 200-Mio.-Euro-Marke. Was ist da passiert? Und ist das Geschäftsmodell der Quirin Bank am Ende vielleicht sogar nachhaltiger als das mancher Hype-Fintechs? "Finanz-Szene – Der Podcast", heute mit Karl Matthäus Schmidt. === Fragen und Feedback zum Podcast: [email protected] oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6 Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Postproduction: Podstars Hamburg Musik: Liturgy of the streets / Shane Ivers - www.silvermansound.com
Ep 58Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Thomas Jorberg/Vorstandssprecher GLS-Bank
Es klang nach einer eher desperaten Idee. Vor fünf Jahren entschied die ökologisch ausgerichtete Bochumer GLS Bank, von ihren Kundinnen und Kunden fortan 60 Euro jährlich zu verlangen. Nicht fürs Konto (das kostete ohnehin schon). Nicht für irgendwelche besonderen Services oder "Mehrwerte". Sondern einfach nur so. Als Jahresbeitrag. Wie man ihn so ähnlich auch als Mitglied eines Fußballvereins oder Förderer einer sozialen Initiative bezahlt. Die (scheinbar) dürre Begründung damals: Mit Blick auf Regulierung und Niedrigzinsen müssten sich Banken eben anders finanzieren als früher ... Ach so?! Jedenfalls: Bankkunden sind bekanntermaßen eher treue (bzw. träge) Wesen. Bevor sie ihrem Geldinstitut den Rücken kehren, muss schon einiges passieren. Gleichwohl: Ein Freifahrtschein für Gebührenerhöhungen aller Art ist diese Trägheit nicht, wie momentan zum Beispiel die Sparda-Banken schmerzlich spüren. Hinzu kommt: Kunden trotz höherer Entgelte nicht zu verlieren, ist das eine. Nochmal was ganz anderes ist es, neue Kunden trotz höherer Entgelte zu gewinnen. Und so verblüfft nachgerade, was in den letzten fünf Jahren (also seit der 60-Euro-Nummer) bei der GLS Bank passiert ist. Die nämlich hat ihre Kundenzahl seither um die Hälfte auf 321.000 gesteigert, sie erwirtschaftet mit jedem dieser Kunden im Schnitt grob 500 Euro an Erträgen – und die Ergebnisse (zuletzt rund 50 Mio. Euro vor Bewertung) scheinen mehr als auskömmlich. Wie machen die das??? Beziehungsweise: Funktioniert Öko-Banking wirklich? Oder funktioniert das nur bei einem Player, der (anders als viele Banken und Fintechs derzeit) eben nicht nur hektisch irgendwelche ESG-Labels und hölzernen Debitkarten in die Auslage stellt – sondern dessen Geschäftsmodell seit Jahrzehnten durch und durch grün ist? Um diese Fragen zu diskutieren, haben wir Thomas Jorberg, den Vorstandschef der GLS Bank, in die heutige Folge von "Finanz-Szene – Der Podcast" eingeladen. Wir bedanken uns beim Sponsor dieser Episode, nämlich Osthaven, einer hochspezialisierten Beratung für den Payment- und Banking-Bereich. === Fragen und Feedback zum Podcast: [email protected] oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6 Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Postproduction: Podstars Hamburg Musik: Liturgy of the streets / Shane Ivers - www.silvermansound.com
Ep 57Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Pranjal Kothari, Sparkasse Bremen
Lässt sich so eine einzelne Sparkasse eigentlich digitalisieren? Oder ist das Quatsch? Weil: So eine einzelne Sparkasse verfügt ja über keine eigenständige IT. Sondern: Ihre entsprechenden Dienste (oder jedenfalls das meiste davon) bezieht sie aus dem Verbund. Was theoretisch eigentlich dafür spräche, das mit der Stand-alone-Digitalisierung bleiben zu lassen und auf das zu warten, was aus dem Verbund (oder genauer: von der Finanz Informatik) kommt. In der Tat scheint bei vielen Sparkassen genau das die Denke zu sein: Mal gucken, was die FI macht. Und lieber nicht die Finger verbrennen. Eine Sparkassen allerdings widersetzt sich dieser Logik schon seit Jahren – nämlich die aus Bremen. Beim Robo Advisor setzt sie statt auf den Bevestor auf einen eigenen Ansatz namens "Smavesto". In puncto digitale Bancasurrance kooperiert sie fernab der Verbund-Lösungen mit JDC. Bei KMU-Krediten kollaboriert sie mit Creditshelf. Und auch in der Baufi-Vermittlung und neuerdings sogar in der Crowd-Finanzierung sind die Hanseaten mit je eigenen Lösungen am Start. Dazu passt, dass die Sparkasse Bremen ihre komplette Zentrale samt 600 Mitarbeitern vor zwei Jahren aus der Innenstadt in ein Technologiezentrum auf der grünen Wiese verlagert haben. Und dazu passt auch, dass die Bremer 2019 als eine der ersten Sparkassen hierzulande die Position des "Chief Digital Officers" schufen und selbige nicht etwa intern besetzten. Sondern: mit einem Manager, der in seinem Leben zwar u.a. eine Großbank (Unicredit), eine Immo-Plattform (Planethome), eine Beraterfirma (BCG) und ein Fintech (die Finleap-Tochter DFS) von innen gesehen hatte. Aber keine Sparkasse. Pranjal Kothari heißt der Mann. Was genau er seit zweieinhalb Jahren mit einer der größten Sparkassen macht und warum er den digitalen Umbau für nicht weniger als "existenziell" hält – das berichtet Kothari in der heutigen Folge von "Finanz-Szene – Der Podcast". === Fragen und Feedback zum Podcast: [email protected] oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6 Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Postproduction: Podstars Hamburg Musik: Liturgy of the streets / Shane Ivers - www.silvermansound.com
Ep 56Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Reiner Braun, Empirica AG
Zugegeben – über die Sparkasse Karlsruhe wissen wir nur eine einzige Sache. Aber vielleicht reicht das ja auch. Die Sparkasse Karlsruhe nämlich hat, wie dieser Tage vermeldet wurde, ihr Neugeschäft in der privaten Wohnbaufinanzierung 2021 um 47% (!) nach oben getrieben. Nur noch mal zur Erinnerung. Wir reden hier von einem Markt, der nach Ansicht der Bundesbank in Teilen der Republik um 40% überbewertet ist. Und dem die Bafin jüngst eine besondere "Verwundbarkeiten gegenüber negativen wirtschaftlichen Entwicklungen" attestierte. Natürlich, es wäre unfair, würden wir uns hier jetzt auf die Sparkasse Karlsruhe kaprizieren. Denn: Im Grunde ist Karlsruhe überall. In Hessen etwa, wo die regionale Sparda-Bank ihr entsprechendes Neugeschäft im vergangenen Jahr um ein Viertel gesteigert hat. In der Lausitz, wo die Sparkasse Spree-Neiße ihre Kreditvergabe binnen vier Jahr mehr als verdoppelt hat. Im Kölner Umland, wo die KSK Köln zwar ihre Kreditgeschäft zurückfährt – aber nur in der Unternehmensfinanzierung, nicht in der Baufinanzierung. Nun ist das Thema selbstverständlich nicht neu!!! Schon vor einem Jahr haben wir an dieser Stelle einen Podcast unter der Headline "Was droht unseren Banken, wenn der Immobilien-Zyklus endet?" gemacht. Bloß – nur weil das Thema bekannt ist, heißt das ja nicht, dass die Dringlichkeit nachlässt. Im Gegenteil: Die Preise für Wohnimmobilien steigen und steigen (auf Jahressicht um weitere 12%); der Kreditbestand wächst und wächst (auf Jahressicht um weitere 7% auf nunmehr rund 1.600 Mrd. Euro); und die Aufsicht warnt und warnt und ergreift inzwischen ja sogar handfeste Maßnahmen. Allein: Werden die Aufseher erhört? Und sollte man überhaupt auf sie hören? Denn sprechen nicht etliche Parameter (darunter nüchtern betrachtet auch der Zuzug von Kriegsflüchtlingen) sogar dafür, dass Nachfrage und Preise hoch bleiben? Höchste Zeit, unseren Podcast mal wieder dem für Banken und Sparkassen so eminent wichtigen Wohnimmo-Markt zu widmen – wobei wir uns freuen, einen der führenden Experten auf diesem Gebiet gewonnen zu haben, nämlich Reiner Braun, Geschäftsführer des Empirica-Instituts. === Fragen und Feedback zum Podcast: [email protected] oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6 Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Postproduction: Podstars Hamburg Musik: Liturgy of the streets / Shane Ivers - www.silverman
Ep 55Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Stefan Tirtey/CommerzVentures
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Ep 54Finanz-Szene – Partner-Podcast. Zu Gast: Dr. Peter Klenk / zeb
Die Provisionsergebnisse steigen! Das ist der (rosa-)rote Faden, der sich durch die 2021er-Zahlen praktisch sämtlicher retailfokussierter Banken hierzulande zieht, von der ING Diba bis zur deutschen Santander, von der großen Sparkasse bis zur kleinen Volksbank. Indes: Was hiervon ist Wertpapier-Boom und was ist Kontoführung? Beziehungsweise: Ist überhaupt irgendwas hiervon (also: von den Ertragszuwächsen) Kontoführung? Rückblende: Seit Mitte der 2010er-Jahre steigen oder jedenfalls stiegen die Kontoführungs-Gebühren hierzulande kontinuierlich an. Laut Statistischem Bundesamt ging allein der Preis fürs Girokonto zwischen 2015 und 2021 um durchschnittlich 39% in die Höhe. Zum allgemeinen Preisauftrieb trugen neue Premium-Modelle (etwa: "N26 Metal") ebenso bei wie sogenannte Mehrwert-Konten; die Proteste der Kunden hielten sich in Grenzen. Dann allerdings erließ der Bundesgerichtshof im vergangenen April sein Urteil zur "Zustimmungsfiktion". Und seitdem? Ist eine eigentlich simple Kalkulation (höhere Preises = höhere Erträge) zu einer Rechnung mit etlichen Unbekannten mutiert. Wenn ich meinen Kunden jetzt bei jeder Preiserhöhung um sein Einverständnis bitten muss – wie stellen ich das an? Rechtlich, argumentativ und kommunikativ? Und wie kann ich auch die Kunden überzeugen, die ihre Zustimmung (erst einmal) verweigern)? Fest jedenfalls steht: Die Preismacht, wie sie Banken und Sparkassen bis vor einem Jahr gegenüber ihren Kunden hatten, ist dahin. Neue Pricing-Strategien müssen her. Doch wie sehen diese Strategien aus? Darüber haben wir für unseren heutigen Partner-Podcast mit einem ausgewiesenen Fachmann auf diesem Gebiet gesprochen, nämlich Peter Klenk von unserem Premium-Partner zeb. === Fragen und Feedback zum Podcast: [email protected] oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6 Interessiert am Sponsoring unseres Podcasts? Schreiben Sie uns: [email protected] Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Postproduction: Podstars Hamburg Musik: Liturgy of the streets / Shane Ivers - www.silvermansound.com
Ep 53Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Hans-Joachim Reinke
Wenn die DZ Bank in dieser Woche den vermutlich höchsten Gewinn ihrer Geschichte präsentiert (bisheriger Rekord: 2,9 Mrd. Euro im Jahr 2014) – dann wird der Mann, der den größten Teil zu diesem Ergebnis beigetragen hat, nicht mit auf der Bühne stehen. Nun muss man betonen, dass dem Mann, von dem wir hier reden, mitnichten irgendein Unrecht geschieht. Er ist ja nicht der Chef der DZ Bank, sondern lediglich der Chef ihrer Fondstochter, der Union Investment. Und doch darf man mutmaßen: Der DZ Bank ist es vielleicht gar nicht unlieb, dass ihr wichtigster Mann immer so ein bisschen im Schatten bleibt. Dazu muss man wissen: Hans-Joachim Reinke, Sternzeichen: Vertrieb, ist eher keiner dieser modernen Banker, die den Journalisten von den PR-Leuten für die schönen Porträts empfohlen werden. Auch 2010 schon nicht, als er bei der Union Investment auf den Chefposten rückte. Damals steckte ja allen noch die Finanzkrise in den Knochen. Die Lehman-Oma. Die Sache mit den Zertifikaten. Sie wissen schon. Das Zeitalter des Vertriebs, so schien es, war vorbei. Fintechs gab es zwar noch keine. Wohl aber ETFs, Quirin, die ewige Forderung nach einem Provisionsverbot und einen auch damals schon sehr ausgeprägten Glauben an den Selbstentscheider. Die klassische bankeigene Fondsgesellschaft? Auch noch als "Closed Shop" im Verbundmodell, wo es bei Genobanken nur Union-Fonds gibt und dieser nur bei Genobanken? Ein Auslaufmodell, wie nicht nur die Commerzbank glaubte, die in just im Jahr zuvor (also 2010) die Cominvest verscherbelte. Reinke dagegen (Credo: "Keiner steht morgens auf und sagt, heute lege ich mein Geld an")? Machte als Vorstandschef das, woran er glaubte und was er konnte: Vertrieb. Und so ist die Union Investment heutzutage eine so gut geölte Gewinnmaschine, das man sich bisweilen fragt: Was geht da eigentlich ab? Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Postproduction: Podstars Hamburg Musik: Liturgy of the streets / Shane Ivers - www.silvermansound.com === Fragen und Feedback zum Podcast: [email protected] oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6 Interessiert am Sponsoring unseres Podcasts? Schreiben Sie uns: [email protected]
Ep 52Finanz-Szene – Partner-Podcast. Zu Gast: Niels Kokkeel/Mehrwerk
"Rabatte, Boni, Punkte: Wie das Girokonto neu definiert wird" schrieben wir hier bei Finanz-Szene im September 2020 über eine Analyse. Anlass: In den Monaten zuvor lud eine Bank nach der anderen ihr Girokonto-Angebot mit einem so genannten Mehrwertprogramm auf. Statt nur Bankdienstleistungen anzubieten, gab es von der Hausbank plötzlich auch Versicherungspakete, Cashbacks bei lokalen Händlern oder Online sowie Treueprogramme und Rabatte auf die Kontoführung für möglichst viele Produkte. Der Trend zu mehr "Premium" ist eine Funktion einer simplen Entwicklung: die Banken – von der Mini-Sparkasse im Schwarzwald bis zur Berliner Neobank – müssen einerseits die Preise erhöhen, um unabhängiger vom Zinsgeschäft zu werden beziehungsweise überhaupt profitabel zu werden. Sie bieten aber auch andererseits – auch hier: Legacy-Banken wie Neobanken – mit dem Girokonto ein im Kern leicht vergleichbares Produkt mit weitgehend identischen Leistungen überall an. "Mehrwertprogramme" schlagen da drei Fliegen mit einer Klappe: Sie sind ein gutes Argument, Preiserhöhungen einzufliegen anstatt sagen zu müssen, eine identische Leistung werde nun mal teurer. Sie machen das Kernprodukt preislich schwerer vergleichbar. Und sie erhöhen die Kundenbindung – wenn die Kundinnen und Kunden es annehmen. Denn die mit der Einführung verbundenen Preiserhöhungen betragen – wie im damaligen Beispiel der Sparkasse Holstein – bis zu 160%. Was steckt hinter dem Boom? Wie kann eine solche Einführung funktionieren – und was lässt sie scheitern? Ist das ganze nicht Augenwischerei, weil kaum ein Kunde die Dienste nutzt? Welche Kundengruppen spricht man mit den Programmen überhaupt an? Darüber haben wir mit Nils Kokkeel, Geschäftsführer des Merhwertdienstleisters Mehrwerk in unserem Partner-Podcast* gesprochen. Kokkeel glaubt, dass sich der Trend zu Mehrwertdiensten bei Banken noch einmal beschleunigen dürfte. Grund: Das BGH-Urteil aus dem letzten April, laut dem Kunden Preisänderungen stets aktiv zustimmen müssen. Das, so Kokkeel, habe Banken Preissetzungsmacht genommen, wer nun Preiserhöhungen für ein "Commodity" wie ein Girokonto durchsetzen wolle in einem hart umkämpften Markt,, müsse dafür gute Gründe beim Kunden liefern. Und: letztlich fuße auch das Geschäftsmodell vieler Neobanken auf dem Gedanken des "Mehrwertprogramms" – nämlich immer dann, wenn die Premium-Konten entscheidende Beiträge zur GuV leisten sollen. Passend dazu ließ sich aus kürzlich aus dem N26-Abschluss von 2020 ablesen, dass inzwischen 45% der für das Geschäftsmodell entscheidenden Provisionserträge von N26 aus Kontoführungsgebühren für Premium-Konten stammen. Mehrwerk gehört zu den „Premium-Partnern“ von Finanz-Szene.de - mehr Informationen: Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Postproduction: Podstars Hamburg Musik: Liturgy of the streets / Shane Ivers - www.silvermansound.com === Fragen und Feedback zum Podcast: [email protected] oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6 Interessiert am Sponsoring unseres Podcasts? Schreiben Sie uns: [email protected]
Ep 51Finanz-Szene – Der Podcast: Zu Gast: Peter Robejsek/Mastercard
Wer sich durch unser Themen-Dossier „Kartengeschäft“ scrollt, der muss den Eindruck gewinnen, bei Mastercard seien dunkle Mächte am Werk. Denn: Wenn wir über Mastercard schreiben, dann sind wir mit Kriegsmetaphern ("Mastercard startet Häuserkampf gegen Girocard") ebenso schnell bei der Hand wie mit Schlachten-Metaphern ("Mastercard kapert Sparda-Banken"). Auch die atomare Eskalation bahn sich gern mal an ("Zieht Mastercard mit Maestro-Aus die nukleare Option?)", und gedealt wird sowieso, dass sich die Balken biegen( "Deutsche Bank schließt 10-Mio.-Karten-Deal mit Mastercard", "Reaktionen auf den Sparkassen-Mastercard-Deal"). Den Kürzeren? Zieht die dunkle Macht bei uns eigentlich nur, wenn sich ihr ausnahmsweise mal eine noch dunklere Macht in den Weg stellt – nämlich der Vertriebstrupp von Visa ("In Zukunft nur noch Visa: Targobank wirft Mastercard raus") … Nun ist eines natürlich richtig: Mastercard kämpft mit harten Bandagen im deutschen Markt. Und spielt seine starke Stellung insbesondere gegenüber der Girocard konsequent aus. Das heißt aber nicht, dass man hinter jedem strategischen Schritt von Mastercard immer gleich einen sinistren Angriff auf die Girocard, die „European Payments Initiative“ oder die heilige deutsche Kreditwirtschaft sehen muss. Und drum: Haben wir uns gedacht, lassen wir Mastercard doch mal selbst zu Wort kommen. Und zwar in Person des neuen Deutschland-Chefs Peter Robejsek. Wir bedanken uns beim Sponsor der heutigen Episode, nämlich Fincite – dem WealthTech Experten für die Digitalisierung von Investmentprozessen, die ein frisches Whitepaper zu ihrem Digital Investment Reporting erstellt haben. Download hier: [www.fincite.de](https://lp.fincite.de/de-de/whitepaper/cios.reporting)
Ep 50Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Ralf Magerkurth/Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank
Die Welt der Fintechs und ihrer Geldgeber ist groß, doch zugleich ist sie auch ganz klein. Die einen (also die Fintechs) sitzen in Berlin. Und die anderen (also die Geldgeber) sitzen ebenfalls in Berlin. Und wenn letztere doch mal nicht in Berlin sitzen und dort nicht mal eine Dependance unterhalten, dann trifft man sich halt per Zoom oder steigt ins Flugzeug gen New York. Es ist eine Welt, in der zwar nicht jeder jeden kennt, aber zumindest kennt jeder jemanden, der wiederum jemanden kennt. Und darum ist es in dieser Welt eigentlich gar nicht so schwer zueinander zu finden. Man muss halt bloß: dazugehören! Womit wir bei Ralf Magerkurth wären, Vorstandschef der Vereinigten Volksbank Raiffeisenbank aus 64354 Reinheim am hessischen Odenwald. Die Sache ist nämlich: Magerkurth gehörte nicht dazu. Magerkurth kannte niemanden. Und Magerkurth kannte auch niemanden, von dem er hätte annehmen dürfen, dass der vielleicht jemanden kennen könnte. Irgendwo hatte Magerkurth gelesen, dass eines dieser Fintechs, nämlich Ratepay, auf der Suche nach einem Finanzierungspartner sei. Und, klar, so wenig Magerkurth die Leute bei Ratepay kannte, so wenig kannten die Ratepay-Leute ihn. Sonst hätten sie gewusst, dass er, also Magerkurth, genau der Mann ist, den sie suchten. Die Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank aus Reinheim hat nämlich nicht nur sehr viel Geld auf ihrer Bilanz. Sondern erstaunlicherweise hat sie auch die Technologie im Haus, um dieses Geld in die Fintech-Systeme zu pumpen. Was also tun? Magerkurth wählte einfach: die Kunden-Hotline. Und so begann die vielleicht ungewöhnlichste Bank-Fintech-Connection der deutschen Finanzbranche: Mittlerweile finanziert die Magerkurth-Volksbank nicht mehr nur den Berliner "Buy now, pay later"-Spezialisten Ratepay. Sondern auch noch rund ein Dutzend (!) weiterer Fintech-Player. Höchste Zeit also, den guten Mann endlich mal in unseren Podcast einzuladen. Denn einerseits ist natürlich ziemlich lässig, was Magerkurth da macht (und entsprechend kurzweilig wurde auch das Gespräch mit ihm). Andererseits: Kann das gutgehen? Zumal in diesen Dimensionen (allein bei Ratepay reden wir von 200 Mio. Euro ...)? Wir bedanken uns beim Sponsor der heutigen Episode, nämlich Credi2, einem Spezialisten für "Buy now, pay later"-Lösungen: www.credi2.com === Fragen und Feedback zum Podcast: [email protected] oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6 Redaktion und Host: Christian Kirchner Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Musik: www.silvermandsounds.com
Ep 49Finanz-Szene - Partner Podcast. Zu Gast: Oliver Schwarz/Microsoft
Es ist die momentane Gretchenfrage in der Banken-IT: Und, wie hältst Du es mit der Cloud? Eher so, wie sagen wir die DZ Bank, die letztes Jahr wissen ließ, bei ihr stünden Auslagerungen in die "Wolke" immer erst dann an, wenn sich die entsprechenden IT-Komponenten (die in vielen Häusern ja noch gar nicht so alt und bisweilen sogar bilanziell aktiviert sind ...) das Ende ihres Lebenszyklus erreichten. Also vielleicht 2026 oder 2027. Oder eher so, wie die Commerzbank und die Deutsche Bank, die beide regelmäßig betonen, mit Hochdruck – und trotz hoher Anlaufkosten – mehr und mehr Bankdienste in die Cloud auszulagern (wofür die Deutsche Bank sogar bewusst ihre Kostenziele bei der Postbank-Intergration riss). Oder eher wie die Neobanken, die gar nichts anderes kennen als die Cloud und für einstellige Millionenbeträge ganze Kernbankensysteme hinstellen. Fest jedenfalls steht: Cloud-Banking ist eines der Boom-Themen schlechthin da draußen. Weshalb fast schon verwundert, dass die Adaptionsrate bislang erst bei 10-20% liegt, wie Microsoft-Experte Oliver Schwarz in unserem heutigen Partner-Podcast* erklärt. Das allerdings, so Schwarz, wird nicht so bleiben. Inzwischen nämlich gehe die Rate wie der berühmte "Hockey-Stick" nach oben. Seit wann ist das so? Was sagen die Aufseher? Können sich Banken dem Trend überhaupt verweigern? Und welche konkreten Anwendungen können Anbieter wie Nutzer eigentlich erwarten von Cloud-Lösungen jenseits des klassischen Kernbanken-Betriebs? Sie hören einen Partner-Podcast, mehr zu unserem Partner-Modell hier: https://finanz-szene.de/partner/ === Fragen und Feedback zum Podcast: [email protected] oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6
Ep 48Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Martin Blessing
Es gibt nicht viele Chefs deutscher Großbanken, die es in den letzten 20 Jahren geschafft haben, über die Jahre zu so etwas wie einem "Gesicht" ihrer jeweiligen Bank zu werden. Josef Ackermann ist so ein Fall. Ganz gewiss aber auch: Martin Blessing. Der hatte mit ziemlich genau acht Jahren als Vorstandschef der Commerzbank von 2008 bis 2016 nicht einmal eine außergewöhnlich lange Amtszeit. Aber in die fielen mit Dresdner-Bank-Übernahme, der Finanzkrise samt Nahtod-Erfahrung, der Teilverstaatlichung, zwei Mega-Kapitalerhöhungen und dem Sturz in die Ära der Negativzinsen mehr, als andere Bank-CEOs in ihrem ganzen Berufsleben erleben. Nun wurde es nach Blessings Coba-Ausstieg merklich ruhiger um Blessing, wenngleich aber nur medial. Ende 2016 stieg er bei der schweizerischen UBS ein, rückte in deren Vorstand auf, schied 2019 wieder aus - und wechselte gewissermaßen die Seiten. Weg von Großbanken. Hin zu etwas ganz neuem: Blessing betätigt sich nicht nur als Fintech-Investor (unter anderem etwas bei Hausgold und dem ESG-Fintech Ecolytics), sondern legte pünktlich zum Höhepunkt des Booms in diesem Segment im März 2021 einen Spac auf und wurde dessen CEO - und zwar mit dem Namen "European FinTech IPO Company 1"; kurz: EFIC1. Übernommen werde sollte mit diesem "Blankoscheck", wie der Firmenname sagt, ein europäisches Fintech. Tatsächlich übernommen wird nun aber vorbehaltlich des OKs der Investoren ein niederländischer Medienkonzern namens Azerion. Anlass für uns, Blessing einmal in unseren Podcast einzuladen und nachzufragen: gab es denn kein Fintech, das die Investition wert gewesen wäre? Blessing nahm an - und war bester Laune, einen Ritt durch die großen Branchen-Themen dieser Zeit zu wagen: Sehen wir bei den Bewertungen eine Blase? Kann man die Bewertungen börsennotierter Banken überhaupt mit jenen von Fintechs vergleichen? Hatte er den Wertpapierboom so auf dem Zettel? Stimmt es wirklich, dass Corona "alles verändert" hat im Kundenverhalten? Und gibt es überhaupt noch Nischen, in denen es keine Fintechs gibt? (Spoiler: ja, die gibt es). Unter anderem erzählt uns Blessing auch, dass er als McKinsey-Berater schon um das Jahr 1990 an Studien gearbeitet hätte, die Direktbanken für das Jahr 2005 50% Marktanteil und mehr vorher gesagt hätten. Dass es anders kam und alles erheblich langsamer verlaufen wäre als erwartet, führt er darauf zurück, dass es "alten" Banken immer wieder gelungen sei, den Vorsprung neuer Akteure aufzuholen durch Anpassung - eine Strategie, die er auch jetzt dringend geboten hält für die Institute. Zumindest bei sich selbst macht Blessing mit der notwendigen Anpassungsfähigkeit an die neue Ära - und erläutert, was es mit den Chancen der In-App Käufe und -werbung von Gaming-Anbietern und den zugehörigen Zahlungsabwicklungen auf sich hat. === Fragen und Feedback zum Podcast: [email protected] oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6
Ep 47Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Sven Deglow, Co-CEO Consorsbank/BNP Paribas Personal Investors
Zu unserem heutigen Podcast gibt es eine kleine Vorgeschichte: Weil sich schon seit längerem abzeichnet, dass die DKB ihre ambitioniertes Ziel von 8 Millionen Kunden bis 2024 wohl kaum organisch wird erreichen können (aktuell steht man noch unter fünf Millionen), haben wir bei Finanz-Szene im September einmal ein wenig spekuliert: wo, wen und was könnte die BayernLB-Tochter womöglich zukaufen? Schließlich zeichnet sich ab, dass Anbieter mit einer mittleren bis niedrigen sechsstelligen Kundenzahl von alleine das Kontogeschäft kaum skalieren können - das zumindest zeigt der jahrelange Kampf der Norisbank oder der 1822direkt mit den roten Zahlen und auch das Ende von Augsburger Aktienbank oder Rabodirect in Deutschland. Was lag also näher, auch mal die Consorsbank-Kunden als mögliche Verkaufskandidaten zu sehen? Gerade einmal 340.000 Girokonten führt die, Tendenz kaum steigend. Diese Spekulation fand man indes bei der Consorsbank bzw. der Muttergesellschaft BNP Paribas Personal Investors - so der etwas sperrige Name - überhaupt nicht komisch. Ob man denn nicht vielleicht mal gerade rücken könne, was man denn so mache? Klar, kann man. Also luden wir Sven Deglow, Co-CEO von BNP Paribas Personal Investors, in unseren Podcast. Um in dem festzustellen: so völlig daneben war die Überlegung vielleicht doch nicht. Weil nämlich das Girokonto bei der Consorsbank - anders als bei vielen anderen Häusern - tatsächlich als Akquisitions- oder Ankerprodukt kaum eine Rolle spielt. Das ist inzwischen ganz offiziell: das Depot. Was wiederum einem Paradigmenwechsel gleichkommt, galt doch im Retail-Banking die Neukundengewinnung und -bindung über das Girokonto quasi drei Jahrzehnte lang als Mantra. Mit dabei hatte Deglow aber noch eine ganze Reihe weiterer spannender Einblicke. So erklärt er unter anderem, dass die Signale für ein nahendes Payment-For-Order-Flow-Verbot für die Industrie eigentlich überüberseh- und hörbar gewesen seien ab dem Sommer. Und die Bank hat bei einer internen Auswertung eine spannende Entdeckung gemacht: Kunden, die "hybrid" - das heißt: sowohl Online als auch via Handy - mit Wertpapieren handeln, erzielen eine fast doppelt so hohe Rendite wie die reinen "Handyzocker" oder jene, die ausschließlich via Desk- oder Laptop ordern. Auch macht Deglow - der sich ganz nebenbei auch als Stammzuschauer in Hansa Rostocks Ostseestadion seit den 90ern outet - eine starke Nachfrage nach Krypto-Trading aus, obwohl man selbst lediglich indirekte Krypto-Anlagen über Fonds und Derivate anbietet. Regulatorische Hürden gäbe es in Deutschland kaum für ein Angebot. Es sei vielmehr eine strategische Frage, "wie viel Volatilität man seinem Kundenstamm zumuten wolle". Unser Dank gilt dem Sponsor der heutigen Ausgabe, nämlich der digitalen Vermögensverwaltung von Hauck Aufhäuser Lampe - das ist Zeedin. http://zeed.in
Ep 46Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Stefan Barth/OLB
Jahrzehntelang war die Oldenburgische Landesbank eine ziemlich normale Regionalbank. Von ihrer Peergroup unterschied sie sich eigentlich nur dadurch, dass es sich bei ihr eben nicht um eine Sparkasse oder Volksbank handelte – sondern um ein Privatinstitut, das infolge historischer Zufälligkeiten im Portfolio der Allianz gelandet war. Die strategische Fantasie des Münchner Versicherers erschöpfte sich freilich irgendwann darin, die OLB nur noch irgendwie loswerden zu wollen. Und so griff vor fünf Jahren der US-Finanzinvestor Apollo zu, verschmolz die OLB mit zwei parallel erworbenen norddeutschen Spezialbanken – und wagt seitdem ein geradezu unerhörtes Experiment: Lässt sich eine verschlafene Regionalbank trotz Niedrigzins-Ära in ein gieriges Rendite-Monster verwandeln? Um die Strategie der "neuen OLB" zu beschreiben, hatte Finanz-Szene schon 2019 den Begriff des "Radikalo-Bankings" geprägt. Damals allerdings ging es, wie man heute weiß, erst richtig los. Gefühlt folgt in Oldenburg seitdem Kostenprogramm auf Kostenprogramm. So wurde kurz vor Weihnachten bekannt, das die OLB weitere rund 15% ihrer Arbeitsplätze streichen, das Filialnetz nochmals drastisch kappen und die Zahl der SB-Standorte um 84% (!!) reduzieren will. Die Ziele? 45% Cost-Income-Ratio, eine zweistellige EK-Rendite – und nächstes Jahr dann an die Börse. Kann dieses Experiment gelingen? Wo sollen künftig die Erträge herkommen? Welche Rolle spielt bei alldem die Digitalisierung? Und was machen private-equity-geführte Institute wie die OLB oder die HCOB anders als der Rest der Branche? Wir freuen uns sehr, für unseren ersten Podcast des Jahres den OLB-Chef Stefan Barth gewonnen zu haben. Unser Dank gilt dem Sponsor der heutigen Ausgabe, nämlich dem Prüfungs- und Beratungs-Unternehmen Deloitte. www.deloitte.de
Ep 45Finanz-Szene - der Podcast. Weihnachtsausgabe!
Hörerinnen- und Hörer-Aktionen bergen aus journalistischer Sicht immer Blamagepotenzial: was, wenn man um Fragen bittet, die man gerne mal beantwortet - aber einfach nichts kommt? Das ging natürlich auch uns durch den Kopf, als wie Sie vergangene Woche aufriefen, uns doch für eine Weihnachts-Podcast-Ausgabe ohne Gast einfach mal Fragen zu Finanz-Szene oder uns zu mailen, die Sie interessieren. Ein Glück gab es dann aber doch keine Blamage, die uns zum Erfinden von Fragen gezwungen hätte, sondern eine ganze Menge eMails, Whatsapp-Nachrichten und Threema-Mitteilungen. Und was für welche. Von der Frage nach unserem Netzwerk über den typischen Tagesablauf bis hin zum Lieblingsessen an Weihnachten und der Beschwerde, warum wir nicht beim Erwerb einer Bank behilflich sein könnten war alles dabei. Und - erfreulicherweise nutzten einige von Ihnen auch die Gelegenheit zur Kritik. Etwa zu unserem "Denglisch", mit dem wir die deutsche Sprache verstümmelten, indem wir von News statt Nachrichten oder Snippets statt Schnipseln reden. Wir haben uns über die vielen Fragen sehr gefreut und hatten Spaß an der Beantwortung - auch, weil es zur Selbstreflexion zwingt. Und keine Sorge, es bleibt bei einer Ausnahme, damit das alles nicht zu selbstreferentiell wird. Wir wollen aber die Gelegenheit nutzen, Ihnen für Ihre Treue als Leserinnen und Leser und Hörerinnen und Hörer zu danken - und auch für Ihr Feedback über das Jahr. === Fragen und Feedback zum Podcast: [email protected] oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6
Ep 44Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Ralph Müller/IKB
Vor ziemlich genau 20 Jahren schickte sich eine kleine Gruppe von Unternehmen an, etwas zu schaffen, von dem es zuvor jahrzehntelang hieß, dass es schlicht unmöglich sei: Immobilienkredite auf einer zentralen Plattform miteinander vergleichbar zu machen. Die Argumente der "Geht nicht"-Fraktion: es gebe Dutzende Variablen bei der Kreditwürdigkeit der Interessenten und dann wiederum Dutzende bei dem Kauf- und Bauvorhaben selbst. Das alles in eine zentrale, vergleichbare Anfrage zu packen sei schlicht unmöglich. Doch die Gründer der Interhyp, der Hypoport und auch der Plattform Planethome gaben sich mit dem "Geht nicht"-Argument nicht zufrieden, versuchten es doch. Mit durchschlagendem Erfolg: die Interhyp ging 2008 für knapp eine halbe Milliarde an die ING, Hypoport ist an der Börse 3,2 Mrd. Euro Wert, und Planethome ist auch zu einem Unternehmen mit über 700 Mitarbeiterinen und Mitarbeitern und 115 Mio. Umsatz gewachsen. Rund ein Drittel aller Immobilienfinanzierungen laufen über Plattformen. Gründer und damaliger Vorstand von Planethome war: Ralph Müller. Der ist nun Vorstand bei der IKB Deutsche Industriebank AG, eine Bank mit wechselvoller Geschichte in der Finanzkrise (auch darüber war zu reden), die aber inzwischen im Besitz des Finanzinvestors Lone Star wieder hohe einstellige Eigenkapitalrenditen erwirtschaftet. Unter Müllers Mitarbeit hat die IKB nun etwas vor, was auch seit 20 Jahren angeblich nicht geht: Mittelstandskredite auf eine zentrale Plattform zu ziehen und vergleichbar zu machen. Zusammengeschlossen hat man sich dazu mit: Hypoport. Also jenem Unternehmen, das schon einmal die Silos aufzubrechen half, die es bei der Kreditvergabe im Immobilienbereich gab. Im Januar soll es losgehen, 50 Banken sind bereits an Bord. Anlass für uns, einmal mit Müller in unserem Podcast zu sprechen: was genau haben die IKB und die Hypoport da vor? Hasst man die beiden dafür, dass nun auch bei Mittelstandskrediten bald die Margen zerbröseln könnten wie einst in der Immobilienfinanzierung? Und überhaupt: kann das funktionieren, Kredite in hoher zweistelliger Millionenhöhe vergleichbar zu machen? Gefragt haben wir natürlich auch, was uns seit Monaten als Verdacht beschleicht: Kann es womöglich sein, dass in Deutschland jene Banken, die Finanzinvestoren gehören, es womöglich leichter haben, wieder gute Ergebnisse zu erwirtschaften als unsere börsennotierten Großbanken, die von Quartal zu Quartal hetzen müssen? ====== Wir bedanken uns beim Sponsor dieser Episode - das ist Palturai, ein Datenspezialist, der Unternehmen hilft, das Netzwerk der eigenen Kunden und Lieferanten transparent zu machen. Mehr Infos unter: www.palturai.de === Fragen und Feedback zum Podcast: [email protected] oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6
Ep 43Finanz-Szene - Der Podcast: Zu Gast: Martin Bücher/KSK Biberach
Würde man einfach nur auf die Kennziffern dieses Instituts blicken könnte man glatt meinen, dass es man es mit einer der filiallosen Direktbank zu tun hat. Einer ING, DKB oder Comdirect oder einem vergleichbaren Akteur. Keinesfalls aber einer provinziellen Sparkasse. Aber wie man es auch dreht: Im Zuge unserer großen Sparkassen-Studie sprang uns die Kreissparkasse Biberach gleich mehrfach ins Auge. Das oberschwäbische Institut ... wies in drei der letzten fünf Jahre eine Cost-Income-Ratio von unter 50% auf erwirtschaftet Kapitalrenditen nördlich von 10% wächst im klassischen Kreditgeschäft baut Personal auf- und nicht ab ist extrem gut kapitalisiert ... arbeitet mit 40% Home-Office-Quote All das sollte Anlass genug sein, den Chef der Kreissparkasse Biberach - Martin Bücher - mal in unseren Podcast einzuladen und ihn fragen: wie machen sie das? Und Bücher hatte erfreulicherweise Zeit und Lust und stattete uns aus nach einer Sitzung bei der Finanz Informatik im Frankfurter Büro einen Besuch ab und stand uns Rede und Antwort. Mit entwaffnender Offenheit schilderte er, dass sein Haus eigentlich keine klassische Sparkasse sei, sondern zeitweise eher eine Investmentbank mit angeschlossener Sparkasse gewesen sei: mit einem sehr großen Kapitalmarktgeschäft. Früh investierte das Haus in die Aktienmärkte, baute so im Bullenmarkt massive Reserven auf und kann es sich so leisten, heute knapp ein Drittel der Erträge (!!) aus Aktien und anderen Beteiligungen zu verdienen und selbst in Krisen wie im vergangenen März gut zu schlafen. Quasi nebenher erzählt uns Bücher, dass man für schlechtere Zeiten auch noch vier Tonnen Gold auf eigene Rechnung erworben hat und in Schweizer Tresoren eingelagert hat - mithin also Edelmetall im aktuellen Marktwert von über 200 Mio. Euro (und laut Bücher zu weit tieferen Marktkursen erworben). Dass die Kreissparkasse Biberach auch noch in einem wirtschaftlichen Kraftzentrum des Landes mit zahlreichen Hidden Champions arbeitet, rundet das ganze ab. Eine Blaupause für andere Sparkassen sei der Weg der Kreissparkasse Biberach allerdings nicht. "Sie brauchen natürlich auch die Reserven, dass, wenn tatsächlich Risiken schlagend werden, sie nicht sofort die Reißleine ziehen müssen". Unser Dank gilt dem Sponsor dieser Episode, nämlich Mehrwerk, der führenden Plattform für Mehrwertleistungen für Banken in Deutschland. === Fragen und Feedback zum Podcast: [email protected] oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6
Ep 42Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Thomas Borgwerth
Vorweg – natürlich ist das alles auch eine Frage der Perspektive. Zwar machen unsere Sparkassen nicht ganz so hohe Gewinne, wie es der DSGV bei seinen jährlichen Bilanz-PKs immer berichtet (das Delta für 2015-2019 liegt bei aggregierten 4,6 Mrd. Euro weniger, wie unsere Sparkassen-Studie zeigt). Allerdings: Trotz dieser erstaunlichen Abweichung sind die Ergebnisse weiterhin mehr als auskömmlich. So erzielten die rund 380 kommunalen Institute zuletzt ein Betriebsergebnis vor Bewertung von immer noch stolzen 8,4 Mrd. Euro. Davon wagt, nur mal zum Vergleich, die Deutsche Bank bei vergleichbarer Bilanzsumme nicht einmal zu träumen. Gleichwohl: Wirklich optimistisch ist Finanz-Szene-Analyst Thomas Borgwerth aus seinen Recherchen für unsere große Sparkassen-Studie (die Sie hier weiterhin kostenpflichtig herunterladen können) nicht hervorgegangen. Weil: Die Tendenz – fallende Erträge, stabile Kosten – zeigt kontinuierlich nach unten. Und gerade bei vielen kleineren Instituten kann es ein "Weiter so" eigentlich nicht geben. Wie also denkt Analyst Borgwerth nach seinen monatelangen Arbeiten konkret über die Sparkassen? Wie steht der Sektor aus seiner Sicht da, was sind die Perspektiven? Diesen Fragen widmen wir die heute Folge von "Finanz-Szene – Der Podcast". Um eine möglichst natürliche Interview-Atmosphäre zu kreieren, hat derjenige Finanz-Redakteur das Gespräch geführt, der mit der Entstehung der Studie nichts zu tun hatte – nämlich Kollege Christian Kirchner. Dadurch (hoffen wir jedenfalls) ist ein Podcast entstanden, der für diejenigen unter Ihnen, die die Studie noch nicht gelesen haben, trotzdem verständlich ist – der zugleich aber auch für die "Kenn' ich doch schon alles"-Leserinnen und -Leser noch frische Aspekte bereithält. Wir bedanken uns beim Sponsor dieser Episode, nämlich dem Deutschen Institut für Altersvorsorge mit seinem DIA-Podcast "Rente gut, alles gut" https://www.dia-vorsorge.de/dia-podcast/ === Fragen und Feedback zum Podcast: [email protected] oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6
Ep 41Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Michael Busshaus/Justtrade
Wer dachte, die EU-Kommission Die ersten Gerüchte, dass die hiesigen Finanzaufseher ein Problem mit der Payment-For-Order-Flow Praxis haben könnten - die gab es schon im Sommer. Auch wir bei Finanz-Szene gingen ihnen nach, kamen aber nicht so recht weiter: Die Neobroker, deren ganzes Geschäftsmodell auf der Praxis der Provisionen für die Weitergabe der Order fußt, konnten die Gerüchte zerstreuen. Und selbst im Umfeld der Finanzaufsicht Bafin gab man sich eher lax und großzügig. Solange die Provisionen für die Verbesserung des Handels verwendet werden und alles transparent gemacht wird, sei doch alles in Butter. Dass sich alle Akteure sehr lang in trügerischer Sicherheit wiegen konnten, hat einen simplen Grund. Das "Feuer" kommt meist daher, von wo man es nicht erwartet. In diesem Fall: "Von ganz oben". Aus Brüssel. Von der EU-Kommission, die den Rahmen für die Finanzmarktregulierung setzt, die nationales Recht bestimmt und den lokalen Aufsehern den Rahmen setzt. Und dort geht plötzlich alles sehr schnell und liegt seit vergangenen Donnerstag (siehe unsere exklusive Berichterstattung hier) ein konkreter Entwurf für die Reform der Finanzmarktregulierung vor, die ohne Umschweife und Ausnahmeregelungen jede Form von Provisionen von Dritten bei Orderweitergabe verbieten soll. Anlass für uns, einmal einen "Deep Dive" in die Folgen eines möglichen Verbots zu versuchen. Dafür gewinnen konnten wir Michael Bußhaus, Chef des Neobrokers Justtrade, seit 20 Jahren Broker-Experte mit Chefpositionen unter anderem bei Onvista und der Comdirect und somit auch inmitten des "Sturms", der hier gerade aufzieht. "So, wie das nun im Entwurf drinsteht, hat es uns schon überrascht", gibt Bußhaus auch unumwunden zu - sagt aber auch, dass die Folgen erheblich weitreichender sein könnten, als sich das viele vorstellen. Betroffen wären auch Transaktions- und Abwicklungsbanken, die klassischen Broker, die ebenfalls schon "seit 25 Jahren Payment-For-Order-Flow Zahlungen erhalten". Und selbst klassische Banken, deren Geschäftsmodelle mit Hochpreis-Gebühren womöglich geschützt würden, hätten laut Bußhaus keinen Grund zu jubeln, schließlich deute die geplante Regulierung auf ein nahendes generelles Verbot von Provisionszahlungen von Dritten - was wiederum die Anlageberatung und dazugehörigen Geschäftsmodelle grundsätzlich revolutionieren könnte. Bußhaus hat auch konkrete Theorien, wie die Welt nach einem möglichen Verbot aussehen könnte ("Zahlen wird es der Kunde über neue Entgelte") und führt auch aus, warum der Erfolg der Neobroker nicht allein preisgetrieben sei. ===== Wir bedanken uns beim Sponsor FIO – dem Experten für Finanz-Software und Zahlungsverkehr mittels virtueller Konten. Erfahren Sie mehr unter [www.fio.de/finance](http://www.fio.de/finance) === Fragen und Feedback zum Podcast: [email protected] oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6
Ep 40Finanz-Szene - Der Podcast: Zu Gast: Eva Wunsch-Weber / Frankfurt Volksbank
Wenn es um den Umgang mit den Null- und Niedrigzinsen geht, ist die Kreativität vieler Banken eher begrenzt: Filialen schließen, Konto-Gebühren steigen und Verwahrentgelte kommen. Bei der Frankfurter Volksbank indes - mit 13,2 Mrd. Euro Bilanzsumme die sechstgrößte Genossenschaftsbank hierzulande - ist das anders. Es gibt keine fixen Verwahrentgelte, und wann die Kontogebühren zuletzt stiegen, weiß man gar nicht mehr genau (es muss über zehn Jahre her sein, für Genaueres "müsste man in den Keller"). Was nun den angenehmen Nebeneffekt hat, dass man kaum Probleme mit dem BGH-Urteil hat. Und auch in Sachen Filialen fährt man eine völlig andere Strategie als die Mehrheit der Institute: Statt sie zu schließen, investiert die Frankfurter Volksbank kräftig und steht zum Filialnetz, das überdies - ein Branchennovum - in Teilen schlicht mit der Taunus Sparkasse aus dem "roten Lager" geteilt wird. Da das alles auch mit operativ starken Zahlen einher geht, steht Eva Wunsch-Weber, die Vorstandsvorsitzende der Frankfurter Volksbank, schon seit langem auf unserer Wunschliste als Podcast-Gast. Dass es letztlich doch etwas dauerte, ist der Tatsache geschuldet, dass man bei der Frankfurter Volksbank (die, nebenbei bemerkt, schlappe 185 Immobilien als "eiserne Reserve" für schlechtere Tage besitzt...) seit Monaten über eine neue Strategie brütet: Wie sieht die Bank der Zukunft aus? Nun hat sie sich diesbezüglich gesammelt, plant Mehrwertdienste, digitale Ökosysteme, Plattformen und vor allen auch "Filialen der Zukunft", ohne Schalter, sondern mit Tischen sowie gleichen Front-Ends für Kunden wie Berater. Und folglich hatte auch Wunsch-Weber Zeit, uns vorzustellen, was man alles anders gemacht hat - und was man künftig denkt, anders zu machen. Wobei das vielleicht auch schon der Kern des Ganzen ist: Einfach mal "machen" - denn, so Wunsch-Weber, wenn Fintechs muter mit "Minimum Viable Products, kurz: MVPs arbeiten dürfen - warum soll es nicht auch eine Bank machen dürfen? Unser Dank gilt dem Sponsor dieser Episode, nämlich unserem Partner Oliver Wyman - eine der international führenden Top-Unternehmensberatungen, die Beratungsdienstleistungen in allen Branchen anbietet.
Ep 39Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Marcus Mosen, Investor & Berater
Es ist mächtig viel los in Deutschlands Payment-Szene: Mastercard verkündet das Aus für Maestro ab 2023, eine Bank nach der anderen - jüngst etwa die DKB und ING mit zusammen knapp 15 Millionen Kunden - erklären die Girocard für obsolet, und in diesen Tagen wird sich auch das Schicksal der European Payments Initiative (EPI) entscheiden. Anlass für uns, all diesen Dingen einmal in Ruhe in einem Podcast auf den Grund zu gehen - und das mit einem der profiliertesten Payment-Experten und regelmäßigen Finanz-Szene-Gastautor: Marcus W. Mosen. Der sieht für die Girocard schwere Zeiten aufziehen - und zeigt sich auch skeptisch, was die European Payments Initiative angeht. Der Organisation mangele es an einer klaren Vision, einfach nur "gegen" Mastercard und Visa zu sein, das reiche nicht. Völlig ignoriert habe die EPI beispielsweise bislang das Thema "Digitale Identitäten", wo es in den EPI-Teilnehmerländern immensen Aufholbedarf gebe gegenüber etwa skandinavischen Ländern, wo der Brückenschlag zwischen Staat und Privatwirtschaft gelungen sei. Kritik übt Mosen auch an der Struktur der EPI, die in Deutschland von der Deutschen Kreditwirtschaft gepusht werde. "Fintechs sind bisher in Epi nicht wirklich involviert worden. Vielleicht hat man das auch nicht gewollt", so Mosen. == Unser Dank gilt dem Sponsor dieser Episode und Finanz-Szene-Partner McKinsey & Company, die kürzlich eine umfassende Studie zum Payment-Sektor veröffentlicht hat - hier geht's zur Studie: mck.de/payments
Ep 38Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Matthias Hach, CEO Wallstreet Online Capital/Smartbroker
Als die Commerzbank im September 2019 die "Vollübernahme" und Integration ihrer Tochter Comdirect verkündete, setzte quasi minuziös eine Fluchtbewegung auf Vorstandsebene ein. CEO Arno Walter war - allerdings aus regulatorischen Gründen - quasi über Nacht weg zurück in die Zentrale. Finanzchef Dietmar von Blücher suchte im März 2020 das Weite, Interim-CEO Frauke Hegemann im September 2020. Es blieb aus der alten Vorstandsriege zunächst nur einer: Matthias Hach, ein regelrechter Broker-Haudegen mit 20 Jahren Erfahrung im Brokerage-Geschäft in fünf Stationen. Im Frühjahr diesen Jahres - da war dann auch Hach weg, um Doppel-CEO der wallstreet:online AG und der wallstreet:online capital AG zu werden, also jenem Berliner Geflecht, das bekannt für seinen Neobroker Smartbroker und mit 320 Mio. Euro bewertet ist. Nicht auf Basis von Fundings mit unbekannten Klauseln, sondern: im täglichen Handel an der Börse. Nun müsste man eigentlich erwarten, dass Hach diesen Wechsel mit einem industrietypischen Tschakka-Gequatsche begründet, von den immensen Wachstumraten der Neobroker, der tollen "neuen" Fintech-Welt. Stattdessen aber: Erzählt uns Hach in unserer neuesten Episode des Finanz-Szene-Podcasts, dass die Comdirect für ihn eine "Herzensangelegenheit" gewesen sei - und dass er gar nicht auf die Idee gekommen wäre, zu wechseln, hätte das Unternehmen in seiner damaligen Form "überlebt". Und auch, dass es ihn beim Wechsel erstaunt habe, wie er es dann auf der Fintech-Seite plötzlich mit Menschen zu tun hatten, die dachten: da kommt der Hach, der weiß ja alles. Statt Großkonzern Commerzbank nun also: Ein Neobroker - in Berlin, wo sich - auch so ein nettes Detail - der gebürtige Berliner eigentlich gar nicht so wohlfühlt, wie er es in seinen Comdirect-Jahren in Hamburg tat. Gesprächsbedarf gibt es jedenfalls reichlich - zum Beispiel zur Frage, ob es angesichts der immer verrückteren Sprünge einiger weniger Werte am Aktienmarkt wie Tesla nicht langsam alle Alarmglocken angehen. Ob denn die "alten" Banken den Neobroker-Boom schlicht verschlafen und zu lange an ihrem tradierten, lukrativen Geschäftsmodell mit Hochpreis-Orders festhalten. Oder auch, wie groß die Sorge Hachs ist, dass N26 den Brokerage-Markt betritt (Spoiler: recht groß). Und natürlich auch, ob sich Hach sorgt, dass das Geschäftsmodell der Neobroker mit der Payment-for-Order-Flow-Logik, in der die Abwickler der Transaktionen die Broker bezahlen (und nicht der Kunde) unter Druck geraten könnte. ====== Wir bedanken uns beim Sponsor dieser Episode, das ist das Deutschen Institut für Altersvorsorge mit seinem [DIA-Podcast „Rente gut, alles gut!“](https://www.dia-vorsorge.de/dia-podcast/) === Fragen und Feedback zum Podcast: [email protected] oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6
Ep 37Finanz-Szene - Partner Podcast. Zu Gast: Martin Stolberg, Sopra Steria
Es sind Buzzwords, die zu Binsen wurden. Aus Banken sollen „digitale Plattformen“ werden. Oder, alternativ: Aus Banken sollen „digitale Ökosysteme“ werden. Motto: Bevor Google zur Bank wird, werden unsere Banken besser noch rasch zu kleinen Googles. Fragt sich nur: Stimmt das überhaupt? Beziehungsweise: Ist das überhaupt (noch) realistisch? Nein!, sagt Martin Stolberg, Leiter Banking bei unserem Premium-Partner* Sopra Steria. Seine Argumentation: Banken müssen sich damit abfinden, dass sie selber nicht zur digitalen Plattform taugen. Auch, weil sie dafür einfach zu spät dran gewesen seien. Überhaupt hält Stolberg manches von dem, was Banken und Sparkassen unter „Digitalisierung“ verstehen, für eher fragwürdig. Beispiel: Das kostenlose Wlan nebst Cafè Latte in der „Flagship-Filiale“. Als ob Menschen deswegen plötzlich in die Filiale kämen … Stattdessen? Radikale Konzentration aufs Kerngeschäft. Was freilich nicht bedeute, die digitalen Plattformen zu ignorieren. Sondern an sie anzudocken, statt selber eine sein zu wollen. Wie das geht und welche Fallstricke hierbei lauern, das erläutert Stolberg in unserem heutigen „Partner-Podcast“ Die Umfrageergebnisse im Detail: [https://www.soprasteria.de/newsroom/publikationen/studien/free/digital-banking-experience-report](https://www.soprasteria.de/newsroom/publikationen/studien/free/digital-banking-experience-report) ==== Fragen und Feedback zum Podcast: [email protected] oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6
Ep 36Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Andreas Schelling/Finanz Informatik
Wer sich mit den Ursprüngen der Finanz Informatik auseinandersetzt, sollte wenig Angst vor kryptischen Abkürzungen haben. Denn entstanden ist der zentrale IT-Dienstleister der Sparkassen aus ungefähr zwei Dutzend Unternehmen, die auf so schöne Namen wie DVG, RWSO, BSW, DVG, SIK oder IZB Soft hörten. Und nun - gibt es eben die "eine" FI, gewissermaßen ein Supertanker. Dummerweise bewegt sich aber die Welt da draußen nun wieder in die andere Richtung: in kleine, modulare Lösungen aus der Cloud. Wie geht man damit um? Und wohin steuert eben jener "Supertanker"? Darüber sprechen wir in der neuesten Folge unseres Finanz-Szene-Podcasts mit Andreas Schelling, seit Jahresbeginn Vorsitzender der Geschäftsführung der Finanz Informatik. Und gesprochen hat er in entwaffender Offenheit - zum Beispiel, dass es unstrittig sei, dass "diese großen Releases, die wir fahren und die Planungs- Zyklen, die wir über die die Gremien haben, nicht mehr in die Welt passen". Dass man agiler werden muss, die Dynamik steigern, den kulturellen Change einleiten - was für Schelling schon manchmal bei einfachen Dingen beginnt, etwas schlicht die Kamera bei einem digitalen Austausch zu aktivieren. Gesprochen haben wir aber auch über eines der ambitioniertesten Ziele der Sparkassen-IT - nämlich die Zahl der digitalen Abschlüsse bis Ende 2023 von anfang 40.000 auf dann eine Million (!) pro Monat (!!) zu steigern, was denn die Sparkassen im Gepäck haben, um Neobrokern Paroli zu bieten - und was hinter der Personalie Julia Koch steckt, die man seitens der FI von der Unicredit abgeworben hat und in die Geschäftsführung beruft. == Wir bedanken uns beim Sponsor dieser Episode - das ist Sopra Steria, einem führenden europäischen Management- und Technologieberater. Mehr Informationen auch unter: [www.soprasteria.de](https://www.soprasteria.de/) ==== Fragen und Feedback zum Podcast: [email protected] oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6
Ep 35Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Thomas Richter/BVI
Es dürften noch Wochen vergehen, ehe der Koalitionsvertrag steht - aber für die hiesigen Banken und Fintechs dürften sich die Rahmenbedingungen fundamental ändern. Denn auf der Agenda steht nicht weniger als die Reform der Altersvorsorge: Kommt ein Provisionsverbot? Schafft der Staat ein neues Vorsorgeprodukt - eine "Bürgerrente" oder "Aktienrente" und macht damit Finanzdienstleistern Konkurrenz? Was folgt auf Riester und warum kam es nie zu einer Reform? Darüber sprechen wir in unserer aktuellen Podcast-Episode mit Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des Fondsverbands BVI. Thematisiert haben wir auch, wie realistisch ein Eingriff der Bafin in das Geschäftsmodell der Neobroker ist, warum die Gruppe der Selbstentscheider immer noch eher überschätzt wird - und ob wir nicht schon sehr spät im Aktienmarktzyklus sind und Enttäuschungen drohen. ==== Fragen und Feedback zum Podcast: [email protected] oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6
Ep 34Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Michael Bentlage/Hauck&Aufhäuser
Am Freitag Morgen verkündete Hauck&Aufhäuser-CEO Michael Bentlage in einem digitalen Townhall-Meeting vor 1.100 Mitarbeitern, dass sein Haus bei der Übernahme des Bankhauses am Ziel ist. Zeitgleich ging um 10 Uhr ging die Pressemitteilung raus - und schon um 13 Uhr sitzt ein sichtlich entspannter Bentlage in seinem Büro in der Frankfurter Kaiserstraße, um uns im Finanz-Szene Podcast Rede und Antwort zu stehen. Die Themen? Liegen auf der Hand: Wie schwierig ist es, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Laune zu halten, wenn die Übernahme 1,5 Jahre "in der Luft hängt", weil die Regulierer prüfen? Wie heißt überhaupt die neue Bank (Spoiler: Hauck Aufhäuser Lampe) und warum genau dieser Name? Und was sind die Faktoren, an denen Übernahmen scheitern und was sie gelingen lässt? Natürlich sprachen wir auch über die Lage im deutschen Privatbankenmarkt generell - und Bentlages Thesen im speziellen: Warum er an eine große Zukunft der Blockchain-Technologie im Banking und digitale Assets glaubt, an die "She-Economy" - und warum er in Corona keine Tiefpunkte hatte, sondern die Umstände, die die Pandemie mit sich brachten beruflich, für einen Glücksfall hält. Ganz nebenbei verkündete Bentlage auch eine Neuigkeit: Zum 1. Januar wird eine Frau in den Vorstand bei Hauck Aufhäuser Lampe einziehen. Welche genau, will Bentlage nicht verraten - die Regulierer prüfen noch. In jedem Fall meint es das Haus aber ernst mit den dezidierten Zielen der Frauenförderung, denen man sich im Geschäftsbericht verschreibt. ==== Wir bedanken uns beim Sponsor dieser Episode - das ist Banking Circle, einer vollizensierten Bank für länderübergreifende Zahlungs- und Bankdienstleistungen. Mehr Informationen auch unter: www.bankingcircle.com
Ep 33Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Oliver Prill/CEO Tide
Dieser Podcast wird präsentiert von finAPI - Ihrem Spezialisten für Banking APIs und Open Banking. Mehr Informationen: www.finapi.io Fragen und Feedback zum Podcast: [email protected] oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6
Ep 32Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Peter Hanker/Volksbank Mittelhessen
Wir danken dem Sponsor dieser Episode - MeisterTask, dem DSGVO-konformen Task-Management Tool aus Deutschland. Starten Sie jetzt unter www.meistertask.com. ==== Fragen und Feedback zum Podcast: [email protected] oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6
Ep 31Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Ramin Niroumand / Finleap
Wir danken dem Sponsor dieser Episode - der digitalen Vermögensverwaltung von Hauck & Aufhäuser: Zeedin! Jetzt investieren ab 25.000 Euro. Mehr Informationen: [Zeedin.de ](https://www.hauck-aufhaeuser.com/zeedin-investieren-ab-25k) === Fragen und Feedback zum Podcast: [email protected] oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6
Ep 30Finanz-Szene - Partner-Podcast: Zu Gast Ralph Hientzsch/Consileon
Wenige Dinge sind so wirkmächtig für das künftige Geschäft von Banken und Fintechs wie die Demografie. Das gilt sowohl für die Zielgruppen - denn die Zahl potenzieller Kunden über 65 verdoppelt sich binnen 20 Jahren - also auch für für Bestandskunden, denn wenige Dinge sind für die künftigen Erträge so aussagekräftig wie die Altersstruktur der Kundschaft. Was heißt das alles fürs Geschäft? Wo tun sich Chancen aufgrund des demografischen Wandels auf, wo Risiken? Darüber sprechen wir in der heutigen Ausgabe unseres Podcasts mit Ralph Hientzsch, Gründer und Gesellschafter der Consileon GmbH. Hientzsch sieht die größten Chancen in den Feldern Bankassurance/Pflegeversicherungen und vor allem dem Advisory-Geschäft - schließlich rolle auch eine immense Erbschaftswelle. Die Risiken liegen in seinen Augen vor allem darin, für den "Generationswechsel" der Kundschaft nicht mehr gerüstet zu sein. Was auch für sein eigenes Unternehmen gilt - für "Next Generation"-Projekte setzt der 52jährige Hientzsch lieber 25 Jahre jüngere Kollegen in die Projektteams.
Ep 29Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Heiko Dünkel / VZ Bundesverband
Unseren heutigen Gast werden Sie vielleicht nicht kennen – aber sein berufliches Wirken, mit dem dürften Sie in den vergangenen Monaten durchaus schon zu tun gehabt haben. Und zwar ganz egal, ob Sie Bankerin oder Banker sind, bei einem Finetch arbeiten – oder ganz normaler Bankkunde sind. Heute sprechen wir nämlich mit Heiko Dünkel, Leiter des Teams Rechtsdurchsetzung bei der Verbraucherzentrale Bundesverband – und damit einer derjenigen, die das BGH-Urteil zur – genauer gesagt: gegen – die Zustimmungsfiktion durchgesetzt haben. Also der Tatsache, dass Banken Schweigen der Kunden nicht länger als Zustimmung zu neuen Gebühren oder ihrer Erhöhungen verwenden dürfen. Die Konsequenz des Urteils: da draußen ist der Teufel los. Millionen an Briefen gehen raus, bideldicke neue AGBs sind in der Post, es gibt Rauswurfdrohungen gegen Kunden, die Rückforderungen stellen, die Bandbreite der Reaktionen der Banken ist groß – und dazu haben wir einige Fragen, unter anderem auch eine ganz simple: Profitiert hier wirklich am Ende der Bankkunde? Und natürlich auch, Sie haben es eingangs gehört: wie konnte es sein, dass sich die Banken hier so grandios verzockt haben, es werde schon alles gut ausgehen juristisch?
Ep 28Finanz-Szene - Partner-Podcast. Zu Gast: Christof Roßbroich / ti&m
Heute haben wir uns ein Thema vorgenommen, über das viele reden, das rasant wächst und ohne Frage "ein großes Ding" ist – es geht um Bankdienstleistungen in der Cloud. Das, was da draußen passiert – das rasante Wachstum kleiner Fintechs und Neobanken – fußt unter anderem auch darauf, dass sie sich die Dienstleistungen modular zusammenkaufen können. Kernbankensysteme zu betreiben – das geht inzwischen zu sechsstelligen bis niedrigen einstelligen Millionenbeträgen pro Jahr und ohne etagenfüllende Serverräume und Personal. Wie verändert Cloud-Banking die Bank-Landschaft – was ist mit dem Thema Datenschutz und Sicherheit – wie sehen Aufseher das Thema – was tut sich in Sachen Gaia X – und sind die großen Akteure wie Amazon, Google und Microsoft überhaupt noch einzuholen mit ihren rund 20 Milliarden Dollar Cloud-Investitionen pro Quartal – darüber reden wir mit Christof Roßbroich, Cloud-Experte vom schweizerischen IT-Dienstleister TI&M – er kennt auch die Seite der Kernbankenanbieter beruflich und ist nun auf der Beraterseite aktiv. Disclaimer: ti&m ist Partner von Finanz-Szene.de - Sie hören einen "Partner Podcast".
Ep 27Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Mirko Krauel / Otto
Chime - seit Freitag mit 25 Mrd. US-Dollar bewertet. Afterpay - übernommen für 29 Mrd. US-Dollar. Klarna - bewertet mit 46 Mrd. US-Dollar: Im "Buy now, pay later"-Segment ist aktuell der Teufel los in Sachen Fundings und Bewertungen. Zu Recht, sagt Mirko Krauel, Managing Director der Payment-Gesellschaft der Otto Group: eines der letzten wirklich attraktiven und margenstarken Geschäfte der Banken - der gute, alte Ratenkredit - werde nun möglicherweise in neuem Gewand und an anderen Points of Sales - neu verteilt. Die weiteren Themen des heutigen Podcasts: Ist der Payment-Zug für die deutsche Kreditwirtschaft abgefahren oder können die hiesigen Banken den Paypals, Visas und Mastercards dieser Welt noch etwas entgegen setzen? Und was genau macht eigentlich die Otto-Gruppe, wenn sie einen ganz eigenen Payment-Konzern aufbaut, anstatt sich die Dienstleistungen bei externen Partnern zusammenzupoolen? Krauel jedenfalls ist optimistisch, dass das neue, von ihm geführte Unternehmen 2022 vollständig an den Start gehen kann.
Ep 26Finanz-Szene - Partner-Podcast. Zu Gast: Max Flötotto / McKinsey
15 Prozent ihrer Erträge haben Deutschlands Banken in den vergangenen zehn Jahren an neue digitale Angreifer, Auslandsbanken und neue Dienstleister im Payment-Segment verloren - das hat McKinsey in einer Studie errechnet. Was die Experten aber auch glauben: dass Deutschlands Banken nicht nur - wie üblich - auf der Kostenseite mehr tun könnten. Sondern auch erhebliche Ertragspotenziale liegen lassen, die sich ihnen eröffnen. Welche genau - darüber sprechen wir im heutigen Finanz-Szene Partner Podcast mit Max Flötotto, Senior Partner bei McKinsey. Er nennt beispielsweise den konsequenten Ausbau der Remote-Beratung als Feld, aber auch die Finanzierung der Klimazielen über ESG-Engegaments, die einen Finanzierungsbedarf von 240 Milliarden Euro pro Jahr ergebe. Wer, wenn nicht die Banken könnten hier eine wichtige Rolle spielen, so Flötotto. Zu den "digitalen Angreifern" und Neobanken äußert sich Flötotto in unserem Gespräch zudem kritisch. Viele Bewertungen seien nicht nachvollziehbar, viele Kundenbeziehungen - etwa durch die Gamification der Geldanlage - womöglich nicht nachhaltig. Zudem seien viele Akteure den Banken auf der Suche nach Erträgen ähnlicher geworden. Abschließend sprechen wir noch über einen der unterschätztesten Faktoren, der erfolgreiche Banken und auch erfolgreiche Change-Projekte ausmachen: Die Firmenkultur.
Ep 25Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Hans Hanegraaf / Bethmann Bank
Die letzten verbliebenen "echten" Privatbanken in Deutschland sind seit Jahren oft eine bilanzielle Krisenregion - nur mit viel Mühe schaffen viele gerade-noch-so schwarze Zahlen. Warum ist das so? Darüber sprechen wir in der ersten Ausgabe nach der Podcast-Sommerpause mit Hans Hanegraaf, dem CEO der ABN Amro-Tochter Bethmann Bank. Für ihn kommen eine Fülle von Dingen zusammen: Die vielen Fusionen der Branche brauchen Zeit, Investitionen belasten sofort die GuV - und über allem steht der "Elefant im Raum" namens Niedrigzins, der Liquidität der Kunden - anders als früher - zu einer Belastung mache. Weitere Themen: die kulturellen Unterschiede zwischen niederländischer und deutscher Unternehmensführung - Privatbanken & Krypto-Anlagen - Anlageberatung im Wandel der Generationenwechsel - und natürlich unsere "Blitzrunde".
Ep 24Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Tim Wolters/Targobank
An jedem einzelnen Tag werden rechnerisch zwischen Flensburg und Garmisch zwei Geldautomaten aufgeflext, herausgerissen, gesprengt oder anderweitig physisch attackiert: Angriffe auf Geldautomaten sind ein nicht ganz neues, aber immer stärker verbreitetes Phänomen. Alleine 2020 stiegen die Fallzahlen um über 30 Prozent. Was steckt dahinter? Wer sind die Tätergruppen? Warum kommt immer häufiger der hochexplosive Festsprengstoff zum Einsatz? Tun Banken zu wenig, um Kunden und Anwohner zu schützen? Und warum tun sie sich so schwer, wirksame Mittel zu finden, um den starken Anstieg vor allem der Sprengungen zu stoppen? Darüber sprechen wir in der heutigen Episode mit Tim Wolters, Head of Corporate Security der Targobank. Er ist zuständig für den Schutz der Bank, ihrer Mitarbeiter und ihrer Gelder vor physischen Angriffen aller Art - und sagt: Je stärker Banken aufrüsten, desto mehr Sprengstoff kommt auch seitens der Täter zum Einsatz - eine gefährliche Spirale. Immerhin: In den Niederlanden gelangen es Banken und Ermittlern, das Phänomen in den Griff zu kriegen. Allerdings mit der Folge, dass die Täter ihre Einsatzorte nach Deutschland und hier vor allem Nordrhein-Westfalen verlegt haben.
Ep 23Finanz-Szene - Partner-Podcast. Zu Gast: Marc Schwarz / SS&C Advent
Die demografische Struktur der Kunden ist entscheidend für die Ertragskraft der Banken von morgen: Während früher Bankbeziehungen regelrecht vererbt wurden - die Kinder waren da Kunde, wo es die Eltern schon waren - brechen diese Strukturen heute auf. Viele Jahrzehnte aufgebaute Bank-Beziehungen enden häufig im Moment der Erbschaft oder Schenkung – weil die nächste Generation ganz andere (digitale) Ansprüche an ihre Bank hat als diejenige der heute über 60jährigen. Wie können Banken das lösen? Und wie sind Deutschlands Banken für den "Generationswechsel" von den Boomern hin zu neuen Akteuren aufgestellt? Darüber sprechen wir mit unserem heutigen Gast Marc Schwarz von SS&C Advent, einem internationalen Software- und Beratungsunternehmen. SS&C Advent ist Partner von Finanz-Szene.de, sponsort unseren Journalismus, deshalb Disclaimer: Sie hören einen Partner-Podcast.
Ep 22Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Ronald Slabke / Hypoport
Die Hypoport ist so etwas wie ein "Ur-Fintech" - bereits in den Nuller Jahren begann das Unternehmen, mit Innovationen und neuer Technologie ein ureigenes Kerngeschäft der hiesigen Banken aufzurollen: Die Immobilienkreditvergabe. Heute läuft bereits mehr als jede fünfte Baufinanzierung über eine Hypoport-Plattform; Sparkassen, Geno- wie Privatbanken kooperieren operativ eng mit Hypoport-Töchtern. Sichtbarstes Zeichen: Der Aktienkurs hat sich binnen 10 Jahren ver 37-facht, Hypoport ist ein "Unicorn" mit 2,8 Mrd. Euro Börsenwert. Aber der Weg dahin war steinig - es drohte die organisatorische Lähmung, das Wachstum flachte ab, die Organisation wucherte. Dem begegnete die Hypoport mit einem Komplettumbau seiner Organisationsstruktur - weg von Hierarchien, hin zu dezentralen, völlig unabhängigen "Kreisen". Darüber sprechen wir mit dem Mann, der die Hypoport AG seit 20 Jahren führt und der (auf dem Papier) mit ihr Milliardär geworden ist: CEO Ronald Slabke. Weitere Themen unseres Gesprächs: Wie lange läuft der Immo-Boom noch? Wohin will Hypoport expandieren? Warum regt sich Slabke auf Twitter so gerne auf über die Politik, Wefox und andere? Und wie macht man Unternehmen widerstandsfähig gegen den immer rascheren Wandel?
Ep 21Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Erik Podzuweit / Scalable Capital
Es geht Schlag auf Schlag mit den Fundings im dreistelligen Millionen-Bereich, und die Zahl der Fintech-Unicorns wächst aktuell im Wochentakt. Warum? Scalable Capital-Gründer und Co-CEO Erik Podzuweit hat seine eigene Theorie dazu: Nie war Gründen und Kunden erreichen dank der Quantensprünge in der IT-Technologie leichter - gerade im Finnazbereich. "Wenn Du eine gut funktionierende App hast, wenn es einfach ist, wenn es kostengünstiger ist - dann kommen die Kunden zu Dir", sagt Podzuweit. Das Scalable-Ziel: Europas zentrale Investmentplattform werden - denn die gebe es hier schlicht noch nicht. "Das Geschäft läuft über Banken und Versicherungen", so Podzuweit. Gesprochen haben wir auch darüber, ob Banken die Trends im Brokerage und Payment-Markt womöglich verschlafen haben - und natürlich seine persönlichen Einschätzungen vieler Industrietrends. Podzuweit outet sich dabei als großer Fan der "Gorillas"-App zum Einkaufen, des Standorts Deutschland im Allgemeinen und Berlin im Speziellen - und muss lange grübeln, wann er zuletzt eine Bank von innen gesehen hat.
Ep 20Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Muhamad Chahrour/Flatex
Der Online-Broker FlatexDegiro eilt von Rekord zu Rekord in Sachen Kundenzahlen und Aktienkurs - und haute Ende Mai mal so richtig einen raus: Acht Millionen Kunden will man binnen fünf Jahren gewinnen. Macht mal eben eine Verfünffachung. Nun hat Flatex in der Vergangenheit stets mehr geliefert, als man versprochen hat - aber ist die Prognose wirklich realistisch? Und was ist dran an den Frotzeleien, die Trade-Republik-Investor Ingo Hillen kürzlich im Finanz-Szene.de Podcast losließ - dass Flatex gar nicht innovativ, sondern sogar eher teuer sei? Darüber sprechen wir in der heutigen Ausgabe mit Mohamad Chahrour, seit 2015 Finanzvorstand bei Flatex. Heraus gekommen ist ein "Deep Dive" in die Geschäftsmodelle im Online-Brokerage und die Rolle der soziodemografischen Kundenstrukturen. Chahrour jedenfalls glaubt, dass der allergrößte Teil des Wachstums noch bevor steht. "75% der Trades finden noch immer bei klassischen Filialbanken statt, der Markt ist noch immer stark zersplittert", so Chahrour - überhaupt übernehme nun eine "Generation", die noch keine schlechten Erfahrungen mit der Börse gemacht habe.
Ep 19Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Tobias Just/IREBS
Die Abhängigkeit der deutschen Banken vom Zustand des Immobilienmarkts ist immens: Die kräftige Kreditnachfrage der Käufer verhindert Schlimmeres beim Zinsergebnis. Die stets steigenden Preise machen bestehende Finanzierungen sicherer. Und die rekordniedrige Risikovorsorge für faule Kredite hilft der Gewinn- und Verlustrechnung enorm. Aber wie lange geht das ganze noch gut? Deutsche-Bank-Ökonomen taxieren das Ende des Superzyklus auf 2024 - ab dann sollen die Preise sinken. Und bei den Gewerbeimmobilien - beliebt bei Groß- und Landesbanken, um das Ergebnis vermeintlich risikofrei aufzupeppen - sind die Einschläge bei Einzelhandels- und Büroimmobilien schon sichtbar. Grund für uns, mit einem kundigen Gast abzubinden: Wie ist die Lage "da draußen"? Wo lauern Gefahren für den Markt und damit auch die Banken? Kommt der negativ verzinste Immobilienkredit? Geht der Zyklus wirklich zu Ende - und warum steht und fällt so vieles mit der Zuwanderung? Heute zu Gast im Finanz-Szene.de Podcast ist zu diesem Thema Tobias Just, Volkswirt und Inhaber des Lehrstuhls für Immobilienwirtschaft an der IREBS der Universität Regensburg und Geschäftsführer der IREBS Immobilienakademie.
Ep 18Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Ingo Hillen/Sino AG
Es ist 2017, als es für den Neobroker Trade Republic Spitz auf Knopf steht: Eines der ersten Firmen aus der Comdirect "Startup Garage" bekommt von der Comdirect keine Investition. Als übernimmt die Sino AG mit weiteren Investoren zwei Drittel am Fintech. Der Rest? Ist Geschichte. Seit Donnerstag hält Trade Republic alle Fintech-Rekorde hierzulande: Höchstes Funding aller Zeiten. Höchste Bewertung. Erster Neonroker mit > 1 Mio. Kunden. Wie genau lief denn nun die Geschichte? Warum billigen Investoren dem Unternehmen diese vermeintlich monströse Bewertung zu? Was macht der Wettbewerb, also Flatex, Robinhood, Comdirect und Co.? Und droht Trade Republic nun in dem Moment, wo alles durch die Decke geht - Kundenzahl, Mitarbeiterzahl, Funding - das N26-Syndrom, konkret: geht alles ein bisschen zu schnell? Darüber sprechen wir mit Ingo Hillen, CEO der Sino AG - die aus 3 Mio. Euro Investment in Trade Republic eine Viertelmilliarde Euro gemacht hat.
Ep 17Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Martin Beyer/Fiducia & GAD
Bei der Fiducia & GAD kam zuletzt "alles zusammen": Der genossenschaftliche IT-Dienstleister hat sein komplettes Kernbankensystem überarbeitet, verordnete sich einen Umbau zu einer agilen Organisation - und das ganze während der Corona-Pandemie, in der die Anforderungen der Banken an IT Dienstleistungen "exponentiell gestiegen sind", wie es Fiducia & GAD CEO Martin Beyer auf den Punkt bringt. Genug Stoff also, um zu reden - wo steht man mit dem internen Umbau? Wo mit dem neuen IT-Bankensystem, das Beyer die vermutlich letzte große Migration in deutschen Bankenwesen nennt? Was hat Corona bei den Banken, aber auch genossenschaftlichen Kunden verändert? Und vor allem: Wie ist es eigentlich, als Dienstleister laufend öffentlich unter "Feuer" zu stehen, wenn mal etwas schief läuft, weil sich Störungsmeldungen über Social Media rasend schnell verbreiten?
Ep 16Finanz-Szene - Partner-Podcast. Zu Gast: Richard Dratva/Crealogix
Digitale Transformation von Banken - das ist ein Thema wie Sex bei Teenagern. Alle reden drüber, unentwegt - aber ganz wenige machen es wirklich. Wie aber kann die Tramsformation gelingen? Was sind die entscheidenden Stellschrauben auch in Zeiten knapper Mittel? Und woran scheitern die Transformationen schon früh? Darüber sprechen wir heute mit Richard Dratva, Mitgründer und Strategiechef bei Crealogix - eines der führenden FinTech-Unternehmen, das innovative Fintech-Lösungen für die Finanzinstitute von entwickelt und implementiert. Disclaimer: Crealogix ist Partner von Finanz-Szene.de - und Sie hören einen "Partner Podcast". Mehr auch unter https://finanz-szene.de/partner/ CREALOGIX, ist eines der führenden FinTech-Unternehmen und entwickelt und implementiert innovative Fintech-Lösungen für die Finanzinstitute von morgen. Mit den Lösungen von CREALOGIX antworten Banken, Vermögensverwaltungsfirmen und andere Finanzinstitute besser auf die sich ändernden Kundenbedürfnisse im Bereich der digitalen Transformation. Klar Disclaimer: Sie hören einen Partner Podcast – ich bin trotzdem sicher, dass die nächsten knapp 30 Minuten ein Gewinn sind, denn auch ich habe viel gelernt, insbesondere, weil Rochard Dratva den Blick „von außen“, nämlich der Schweiz, auf den deutschen Bankenmarkt hat. Viel Spaß!
Ep 15Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Cornelius Riese/DZ Bank
Wenn die DZ Bank ein „schlechtes Jahr“ hat wie dem Corona-Jahr 2020 – dann erwirtschaftet sie immer noch 1,5 Mrd. Euro vor Steuern. Das war nicht immer so – nach einer Kette von Fusionen und vier Sanierungs- und Effizienzprogrammen in der jüngeren Vergangenheit steht die Bank heute stabiler da denn je, Bereiche, die noch vor einigen Jahren als reichlich unsexy galten – das Fondsgeschäft der Union, die Gewerbeimmobilienfinanzierung der DZ Hyp – sind plötzlich Gewinnmaschinen. Wie ist die Lage im Haus in Zeiten von Corona, wo geht die Reise hin – und wie tickt eigentlich derjenige, der seit nunmehr gut zwei Jahren ihr Co-Chef ist? Darum geht’s in unserem heutigen Podcast mit dem Co-CEO der DZ Bank - Cornelius Riese.
Ep 14Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Finja Kütz/Unicredit
Die Corona-Pandemie hat Führungs- und Transformationsaufgaben in Banken vor nie gesehene Herausforderungen gestellt: Wie führen, wenn wenn 80% der Mitarbeiter im Home Office sind? Wie Digitalisierungsprojekte vorantreiben, wenn es bei den meisten Institute erst einmal darum geht, operativ den Kopf über Wasser zu halten? Und wie Mitarbeiter für Change-Projekte mitnehmen, wenn diese schon genug damit zu tun haben, das Berufs- und Familienleben irgendwie auszutarieren? Und passt es eigentlich zusammen, dass Banken für die Digitalisierung vor allem junge "Digital Natives" brauchen, aber ihre Mitarbeiterstrukturen im Schnitt rasch altern? Darüber haben wir in der heutigen Episode des Finanz-Szene Podcasts mit einer ausgewiesenen Expertin und einer der prominentesten deutschen Bankerinnen im Ausland gesprochen: Finja Kütz ist seit 2018 Chief Transformation Officer der italienischen Großbank Unicredit. Zuvor war sie fast zwei Jahrzehnte Beraterin und Partnerin bei Oliver Wyman, zuletzt als Leiterin für Finanzdienstleistungen.
Ep 13Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Till Hufnagel/Petrus Advisers
Dass die Comdirect auf die Commerzbank verschmolzen wurde - daran dürfte der Londoner Investor Petrus Advisers einen gehörigen Anteil haben. Zwei Jahre lang trieben die aktivistischen Investoren das Commerzbank-Management vor sich her, forderten Umbauten und mehr Wachstum von der börsennotierten Tochter Comdirect - und stiegen am Ende mit dicker Abfindung aus. Nun hat Petrus seit zwei Jahren die Aareal Bank im Visier, besitzt fast jede zehnte Aktie am Immobilien-Finanzierer und zählt öffentlich Vorstand und Aufsichtsrat an. Grund für uns, einmal bei einem der beiden Petrus-Partner, Till Hufnagel, nachzufragen: Warum machen Sie das? Wie machen Sie das? Gibt es die Aktivisten, weil immer mehr Geld stumpf passiv investiert wird? Sind die "offenen Briefe" eine Art Showkampf und sitzt man mit den Banken ansonsten bester Laune zusammen? Ist das nicht die hässliche Fratze des Kapitalismus - einsteigen, mehr Rendite fordern, aussteigen? Und warum wird Petrus dabei so oft in der Bankenbranche fündig?