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Top 7 Gartengeräte
Episode 121

Top 7 Gartengeräte

Welche Geräte brauchst du wirklich im Garten

Einfach natürlich Gärtnern

January 22, 202623m 20s

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Show Notes

Welche Geräte brauchst du wirklich im Garten

Top-7 Gartengeräte, die wirklich jeder braucht

Infos zu Neudorff findet ihr auf www.neudorff.de.

Oder schreibt Sabine direkt unter s.klingelhoefer@neudorff.de

Kennst du das auch? Du willst im Garten loslegen und stehst erst mal vor einem Wust aus rostigen Geräten, von denen du die Hälfte gar nicht brauchst.

  • Absolut. Und die andere Hälfte ist entweder kaputt oder irgendwo vergraben.
  • Zum Glück ist der Januar der perfekte Zeitpunkt zum Ausmisten.
  • Man braucht gar kein riesiges Arsenal. Sieben gute Geräte reichen schon.
  • Und dabei ist es fast egal, ob du Gemüse anbaust, ein paar Obstbäume hast oder auf dem Balkon gärtnerst. Die Grundausstattung bleibt erstaunlich ähnlich.

1. Grabegabel – die Nummer 1

  • Kann Boden lockern und bewegen, ohne ihn umzudrehen.
  • Eignet sich super zum Pflanzen ausgraben, zum Umsetzen von Kompost, oder wenn man beim Boden lockern Wurzeln und Bodenleben schonen will.
  • Eignet sich sogar zum Aufreißen von verdichtetem Unterboden, weil jede Spitze an ihrem Ende konzentrierten Druck ausübt und damit die Kraft besser überträgt als ein Spaten.
  • Kauf/Ausstattungs-Tipp: Achte auf stabile Zinken und gute Verarbeitung. Ideal ist eine geschmiedete Gabel mit kräftigen Stahlzinken. Bestenfalls verschraubter Stiel mit Tüllenbefestigung. Hochwertige englische Grabegabeln werden aus Kohlenstoff-Mangan-Stahl hergestellt (kann wieder in Form gebogen werden, ohne an Kraft einzubüßen).

Fun Fact: Gibt’s im Prinzip schon seit dem Mittelalter

  • Vorläufer waren handgeschnitzt aus Holz, als Mist- oder Heugabel genutzt.
  • Meistens mit drei Zinken.
  • Hast du vielleicht schon mal in einem Historienfilm gesehen, wenn die Bauern mit improvisierten Waffen gegen die Obrigkeit antreten.
  • Erst mit dem Schmiedehandwerk entstanden stabile Metallgabeln, die auch den Boden bearbeiten konnten.
  • Im 19. Jahrhundert setzte sich die Idee durch, dass man Erde nicht umgraben muss, sondern auch lockern kann.
  • In England begann man im Gemüsegarten gezielt Gabeln einzusetzen, um das Bodenleben zu schonen.
  • Diese „Forks“ wurden dort schnell Standard.
  • Mit der Rückbesinnung auf bodenschonendes Gärtnern erlebt sie ein Comeback.

2. Rollhacke, Kultivator, Sternfräse, Bodenkrümler

  • Wird nach der Bodenlockerung mit der Grabegabel benutzt, um den Boden feinkrümelig zu kriegen.
  • Rotierende Sterne zerbröseln Erdbrocken und brechen verkrusteten Boden super auf.
  • Dabei werden auch kleine Unkrautpflanzen ausgerissen.
  • Wenn das wichtig ist, gibt’s auch Modelle mit Jätebügel.

3. Spaten – Spezialist fürs Grobe

  • Für schwere Arbeiten: große Pflanzlöcher, Gräben ziehen, Erde bewegen oder Boden „umschichten“.
  • Kauf/Ausstattungs-Tipp: Spatenblatt an Körpergröße und geplante Nutzung anpassen.
  • Für schwere Lehmböden gibt es spitze Spatenblätter, für sandige oder lockere Böden reichen flache.
  • Ein zu kleines Blatt heißt mehr Arbeit, ein zu großes kann unhandlich sein.
  • Länge des Geräts: bis zur untersten Rippe.
  • Stabiler Stiel (Eschenholz) und gute Verarbeitung sind wichtig.
  • Viele Spaten haben Trittflächen an der Oberkante des Blatts. Das erleichtert das Einstechen.
  • Anfängerfalle: Spaten als „AllzweckWerkzeug“ benutzen: z. B. fürs Jäten oder Lockern.

4. Unkrautstecher – punktgenau gegen tiefwurzelndes Unkraut

  • Entfernt Unkraut mit langem Pfahlwurzelwerk (z. B. Löwenzahn, Ampfer) gezielt mit Wurzel; so wächst es meist nicht nach.
  • Besonders praktisch auf Rasenflächen ist ein Löwenzahn-Jäter mit langem Stiel.
  • Für Beete: kurzer Stiel, langes Blatt am effizientesten
  • Am besten bei feuchtem Boden einsetzen, dann lassen sich Pfahlwurzeln leichter ganz herausziehen.
  • Tipp: Spargelstecher eignen sich auch hervorragend zum Jäten tiefwurzelnde Unkräuter.

5. Gartenschere / Astschere – sauber schneiden

  • Gartenscheren sind für weiche Triebe, Kräuter, Stauden und Blumen.
  • Astscheren braucht man bei kräftigeren, älteren oder dickeren Ästen.
  • Wichtig ist ein sauberer Schnitt.
  • Glatter Schnitt = geringeres Risiko für Krankheiten, die sich über Verletzungen einschleichen.
  • Kauftipp: Gute Scheren lassen sich nachschärfen und sind ergonomisch geformt. Ausprobieren, um aus den unterschiedlichen Größen die richtige zu finden (Länge der Schneiden, Griffweite).
  • Für Äste: Astschere mit langer Hebelwirkung oder Ratschenmechanik kann die Arbeit erleichtern.
  • Ratschenmechanik arbeitet sich in mehreren „Bissen“ zum Ziel.
  • Klinge am Ast ansetzen, Griffe zusammendrücken, bis es klickt. Griffe ein Stück öffnen, erneut zudrücken bis zum nächsten Klick usw.
  • Anfängerfallen: Dicke Äste mit zu kleiner Schere schneiden -> Quetschungen, unregelmäßige Wunden -> Heilung dauert länger.
  • Scheren stumpf -> man reißt statt gleitend zu schneiden -> Heilung dauert länger.

Zwei verschiedene Funktionsarten:

  • Amboss-Schere: Nur eine scharfe Klinge; schneidet wie ein Messer auf einem Schneidbrett; Vorteil: kann man sehr fest zudrücken, gut geeignet für hartes Holz.
  • Bypass-Schere: Funktioniert wie „normale Schere“ mit zwei scharfen Klingen; Vorteil: sauberer Schnitt, gut geeignet zum Schneiden von frischen Zweigen und Blumen.

6. Laubrechen – mehr als nur HerbstRäumer

  • Hilft bei herbstlichem Laub und beim Entfernen von Grasschnitt, Mulch oder verbliebenem Pflanzenmaterial auf Beeten.
  • Ausstattungs-Tipp: Zinken am besten flexibel und robust, Metall oder Kunststoff, je nach Boden / Fläche.
  • Breite und Stiellänge passend zur Gartenfläche wählen: große Flächen -> breiter Rechen, kleine Beete -> schmale Version.
  • Typische Fehler: Zu kräftig rechen -> kann Pflanzenwurzeln stören. Besser mit Gefühl arbeiten.

7. Hacke – optional, aber manchmal nützlich

  • Nützlich für das Ziehen von Reihen, zum Aufbrechen harter Erdkrusten, zum Jäten oder zum Bearbeiten eng begrenzter Reihen.
  • Arbeitet eher oberflächlich.
  • Stumpfe Hacken reißen mehr, als sie schneiden. Ein neuer Schliff macht oft den Unterschied.

Plus: Handschuhe – Schutz & Komfort

  • Schützen vor Dornen, Nässe, Splittern und Brennnesseln.
  • Zwei Paar sind sinnvoll: ein leichtes für Feinarbeiten, ein robustes für grobe Arbeiten.
  • Lederhandschuhe mit verlängerten Stulpen für Arbeiten mit Rosen oder Brombeeren.
  • Nach Gebrauch ausschütteln und trocknen lassen; nicht in der Sonne lagern.

Woran erkenne ich, ob ein Gerät gut ist?

  • Ergonomischer Stiel, bei langen Geräten am besten bis Brusthöhe, aus Esche
  • Warum Esche: ist zäh, kann nachgeben ohne zu brechen, relativ leicht, verschleißt nicht so schnell, angenehmes Handgefühl.
  • Keine wackeligen Teile, stabile Zinken oder Blätter.
  • Billigprodukte halten oft nur eine Saison oder sind so unpraktisch, dass man sie gar nicht erst benutzt.
  • Verstellbare Stillängen, wenn zwei Personen die Geräte nutzen.

Es gibt ja für alles ein Spezialgerät. Lohnt sich das?

  • Nur wenn du z.B. einen riesigen Obstgarten pflegst.
  • Für die meisten reichen die Grundgeräte völlig aus.

Hast du einen Fehlkauf zu Hause, der vor sich hinstaubt?

  • Noch nicht mal viel selbst gekauft, sondern geschenkt bekommen.
  • Universalgerät mit Wechselaufsätzen. Klingt clever, ist aber oft wackelig und meistens findet man gerade den Aufsatz nicht, den man braucht.
  • Rasenkantenschneider – viel zu mühsam!
  • Rasenlüfterschuhe – rutschig, instabil, ineffizient. Verdichtet eher, als dass es lüftet.
  • Gartenscheren vom Discounter.

3 Tipps:

  • Weniger, aber gute Geräte
  • Werkzeug müssen zu dir passen, nicht umgekehrt.
  • Regelmäßig reinigen. Dann halten sie ewig.

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