
EduCouch - Der Bildungspodcast
Die EduCouch. Der Podcast zu digitalen Bildungsthemen
Institut für digitales Lernen
Show overview
EduCouch - Der Bildungspodcast has been publishing since 2017, and across the 9 years since has built a catalogue of 179 episodes, alongside 3 trailers or bonus episodes. That works out to roughly 75 hours of audio in total. Releases follow a monthly cadence.
Episodes typically run twenty to thirty-five minutes — most land between 19 min and 30 min — though episode length varies meaningfully from one episode to the next. None of the episodes are flagged explicit by the publisher. It is catalogued as a DE-language Education show.
The show is actively publishing — the most recent episode landed 1 months ago, with 3 episodes already out so far this year. The busiest year was 2020, with 39 episodes published. Published by Institut für digitales Lernen.
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Die EduCouch — Der Bildungspodcast: https://educouch.de Wie immer geht es bei unserem Podcast um Digitalisierung und Bildung im engsten und weitesten Sinne. All unsere Gäste sind interessante Leute mit inspirierenden Ideen, spannenden Projekten und beachtenswerten Erfahrungen.
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Ep 186Disruption – zwischen Ideologie und tatsächlicher Veränderung.
Florian öffnete ChatGPT Ende des Jahres 2022, probiert es fünf Minuten aus – und wusste danach: Jetzt passiert was Krasses. Nicht irgendeine neue App. Hier entsteht Fundamentales. Das ist der Ausgangspunkt dieser Folge: Disruption ist aber nicht immer das, was sich wie Disruption anfühlt. Der Buchdruck wirkte erst viele Jahre nach seiner Erfindung disruptiv. Marcus Ventzke und Florian Sochatzy gehen die letzten 500 Jahre durch: Reformation, 1933 als ideologische Disruption, 1945 als der Moment, in dem Dinge über Nacht verschwanden. Dann der Sprung ins Heute – und eine ziemlich radikale Idee: Was wäre, wenn eine KI mehrere Lösungsvorschläge für ein Sachproblem erstellt, transparent und nachvollziehbar – und Bürgerinnen und Bürger direkt darüber abstimmen? Keine Parteigremien, keine Lobbyvereine, keine Hinterzimmer. Mehr Demokratie durch bessere Entscheidungsgrundlagen? Am Ende landen die beiden bei sich selbst: Vor 15 Jahren eine Firma gegründet mit dem Ziel, das Bildungssystem zu disrumpieren. Was davon geblieben ist – und warum der Antrieb heute ein anderer ist.

Ep 185Inszenierung - Von Versailles bis TikTok
Morgens um 8 Uhr sitzen Florian und Marcus mit einer Tasse Kaffee auf der Couch. Bis spät in die Nacht vorher hatten sie sich den TikTok-Kanal des Weißen Hauses angesehen. Was sie sahen, war würdelos, unorchestriert und manchmal absurd. Und trotzdem hochwirksam. Das ist der Ausgangspunkt dieser Folge: Inszenierung ist kein Merkmal von Manipulation, sondern die Grundbedingung jeder Gesellschaft. Ohne Inszenierung gibt es keinen geteilten Sinn, keinen Staat, keine Macht, keine Nation. Alles, was wir als real akzeptieren, wurde irgendwann auf eine Bühne gebracht. Florian und Marcus gehen dieser Idee nach – historisch, politisch und ganz konkret. Sie fragen, was Ludwig XIV. und Donald Trump verbindet, warum Gerhard Schröder ein besserer Politiker war als Olaf Scholz mit seiner Aktentasche es je sein konnte und warum der Ministerpräsident mit der Wurst vielleicht die gelungenste politische Inszenierung unserer Zeit produziert hat – auch wenn es schmerzt, das zuzugeben. Am Ende geht es um die Rolle von Medienkompetenz: Wenn alles Inszenierung ist, bedeutet Medienkompetenz nicht mehr, „die Lüge zu erkennen", sondern „die Grammatik zu verstehen".

Ep 184Strategie - Die Kunst, nach vorne zu schauen
In dieser Folge der Meta-Couch geht es um strategisches Denken – oder dessen Abwesenheit. Während China in Jahrzehnten denkt, orientiert sich Deutschland an Wahlperioden. Was macht das mit dem Blick nach vorne? Marcus und Florian fragen sich: Warum haben wir so viel politische Kultur, aber so wenig Strategie? Was zeichnet einen guten Strategen aus? Und warum ist kühle Rationalität so schwer, wenn draußen alles brennt? Die Antwort suchen die beiden auch im eigenen Unternehmen. Als kleiner Player unter Giganten braucht es eine klare Analyse, einen guten Plan und Leute, die Kurs halten können. Denn manchmal ist das Gegenteil von dem, was alle machen, die beste Entscheidung.

Ep 183Weihnachten – Das Fest, das wir verdient haben
Weihnachten – das letzte große Gemeinschaftsritual unserer Gesellschaft. Oder doch nur eine kollektive Fiktion? In der dritten Folge der MetaCouch fragen Marcus Ventzke und Florian Sochatzy, was von diesem Fest eigentlich noch übrig ist. Zwischen Konsumrausch und Erwartungsüberfrachtung, zwischen Familienidyll und emotionaler Explosion. Was würde ein Historiker in 500 Jahren über uns denken? Warum hat Oliver Cromwell Weihnachten verboten? Und was haben Psychedelika mit Festkultur zu tun? Ein Gespräch über Rituale, die Angst vor der Leere – und die Frage, wie ein Fest aussehen könnte, das wir wirklich verdient haben.

Ep 182Fortschritt – Was tun wir hier eigentlich?
Fortschritt – vom David Michelangelos bis zur künstlichen Intelligenz. In der zweiten Folge der MetaCouch nehmen sich Marcus Ventzke und Florian Sochatzy einen Begriff vor, der Verheißung und Verhängnis zugleich sein kann. Was treibt Gesellschaften voran? Warum fehlen uns heute die großen Fortschrittsmotive? Und kann Fortschritt die Demokratie besiegen? Ein Gespräch über Dampfmaschinen und Algorithmen, über China und Deutschland, über das Rollen der Maschine – und die Frage, was wir hier eigentlich tun. EduCouch Meta: Jeden Monat ein Begriff. Eine Stunde. Zwei Perspektiven.

Ep 181Krise - EduCouch Meta startet
Mit dem Begriff „Krise” startet das neue Format der MetaCouch. Jeden Monat widmet es sich einem anderen zentralen Konzept, denn oft zeigt sich am einzelnen Begriff das große Ganze. Marcus Ventzke und Florian Sochatzy nehmen sich deshalb die Zeit, Schlüsselbegriffe zu sezieren, zu hinterfragen und neu zu denken. In dieser ersten Folge geht es um ein Wort, das aktuell auch die Bildungsdebatte dominiert: Krise. Eine Stunde zum Umdenken. Keine Gäste, keine Floskeln, keine einfachen Antworten. EduCouch Meta: Jeden Monat ein Begriff. Eine Stunde. Zwei Perspektiven.

Ep 180Lehrkräfte am Limit: NRW-Schulministerin Dorothee Feller über Wertschätzung und Entlastung
NRW-Schulministerin Dorothee Feller spricht mit Marcus Ventzke über die Herausforderungen des größten deutschen Schulsystems: 5.400 Schulen, 100.000 Kinder von Geflüchteten und einen akuten Lehrkräftemangel. Sie erklärt, wie 590 konkrete Entbürokratisierungs-Vorschläge von Schulleitungen zu systematischen Reformen führen sollen. Während andere Bundesländer deutlich weniger Schulen verwalten, sind es in Nordrhein-Westfalen 5.400. Dorothee Feller, seit 2022 Ministerin für Schule und Bildung, bringt als Juristin mit 30 Jahren Verwaltungserfahrung eine ungewöhnliche Perspektive mit. Im Gespräch analysiert sie drei zentrale Handlungsfelder: Die Förderung der Basiskompetenzen, nachdem 25 Prozent der Schüler die Mindeststandards nicht erfüllen. Das BiSS-Netzwerk zur Sprachförderung für 100.000 Kinder von Geflüchteten, viele davon Analphabeten in beiden Alphabeten. Und das "Handlungskonzept Unterrichtsversorgung" gegen den Lehrkräftemangel. Bemerkenswert ist Fellers Bottom-Up-Ansatz: Eine Schulleitungsarbeitsgruppe sammelte 590 konkrete Reformvorschläge. "Wir müssen alle mal tief in die Augen schauen, ob wir nicht mal die Fenster aufmachen und durchlüften", so Feller über überholte Vorschriften. Zur Digitalisierung positioniert sie sich pragmatisch: KI soll Lehrkräfte bei Kompetenzförderung, Unterrichtsvorbereitung und Verwaltung unterstützen. Gastinformation: Dorothee Feller ist seit 2022 Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen. Die promovierte Juristin leitete zuvor eine Bezirksregierung und setzt als Quereinsteigerin auf systematische Reformen und direkten Dialog mit Schulpraktikern. Der EduCouch Politsommer wird präsentiert vom Cornelsen.

Ep 179Christine Streichert-Clivot: Digitalförderung UND Kinderschutz - Wie das Saarland beides unter einen Hut bringen will
Im Gespräch mit Benjamin Heinz blickt Christine Streichert-Clivot, saarländische Bildungsministerin und ehemalige Präsidentin der Kultusministerkonferenz, auf eine Zeit des Wandels zurück – nach über fünf Jahren im Amt: Von der Corona-Pandemie über die Digitalisierung bis hin zu aktuellen Debatten um Smartphone-Verbote: Sie erklärt, warum Schulen agiler werden müssen und wie echte Transformation gelingt. Kernthemen der Folge: - Schultransformation: Warum Corona die Schulen für immer verändert hat - Agile Strukturen: Wie Schulen selbstständiger entwickeln können, statt nur Vorgaben umzusetzen. - Smartphone-Debatte: Warum das Saarland Handys in Grundschulen verbietet – trotz digitaler Vorreiterrolle. - Systemvernetzung: Warum Bildung, Gesundheit und Jugendhilfe besser zusammenarbeiten müssen. - Startchancen-Programm: Wie individualisierte Förderung flächendeckend umgesetzt werden kann. Ein ehrliches Gespräch über die Herausforderungen zwischen digitaler Innovation und Kinderschutz, zwischen Schulautonomie und systemischer Verantwortung. Der EduCouch Politsommer wird präsentiert vom Cornelsen.

Ep 178Einstellungsgarantie für alle: Thüringens Bildungsminister Christian Tischner im Gespräch
Christian Tischner, Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Thüringen (CDU), im Gespräch mit Prof. Marcus Ventzke über Lehrkräftemangel, mögliche KI-Gefahren und Thüringens neue Bildungswege. Die Themen: Einstellungsgarantie: Warum Thüringen allen 700 Lehramtsanwärtern eine Jobzusage gibt Lehrkräftemangel historisch: Der Generationenwechsel in Ostdeutschland - historische Ursachen, aktuelle Folgen KI-Warnung: "Verdummt unsere Gesellschaft?" - Tischners drastische Einschätzung zu künstlicher Intelligenz Seiteneinsteiger-Vorkurs: Drei Monate Vorbereitung statt "Sprung ins kalte Wasser" Kopfnoten & Versetzung: Warum sich Sitzenbleiben in Thüringen verdreifachte und wie die Kehrtwende kommen soll Handyverbot Grundschule: Neue Regelung in Thüringen - "Das Ob ist geklärt, das Wie entscheiden die Schulen" Medienkunde-Vorreiter: Einziges Bundesland mit durchgängigem Pflichtfach ab Klasse 5 Regelbruch für Innovation: "Mit dem halben Bein im Knast" - Wie Schulen Grenzen überschreiten Der EduCouch Politsommer wird präsentiert vom Cornelsen.

Ep 177„Sag mir, was deine Eltern sind ...” – Bildungsministerin Simone Oldenburg (DIE LINKE)
Simone Oldenburg, Bildungsministerin von Mecklenburg-Vorpommern und KMK-Präsidentin, im Gespräch mit Benjamin Heinz über Bildungsungerechtigkeit, digitale Innovation und warum sie keine Freundin von Verboten ist. Die Themen Bildungsgerechtigkeit: "Sag mir, was deine Eltern sind und ich sage dir deinen Schulabschluss. Und das ist falsch." Digitale Landesschule MV: Weltweit erste digitale Landesschule sendet täglich Unterricht - bis 2028 in allen Fächern Smartphone-Regeln: "Ich bin keine Freundin von Verboten" - Warum MV auf Schulgemeinschaften setzt Leseband-Konzept: 100 Minuten zusätzliches Lesen pro Woche in Grundschulen Startchancen-Programm: 72 Schulen in MV kämpfen gegen Bildungsarmut Host: Benjamin Heinz (Cornelsen Verlag) | Gästin: Simone Oldenburg (DIE LINKE) | ehemalige KMK-Präsidentin 2024 Der EduCouch Politsommer wird präsentiert vom Cornelsen.

Ep 176Von „Oberunfug” bis KI-Realität: Bildungsminister Steffen Freiberg (SPD) bezieht Stellung.
„Bildung muss entideologisiert werden“ – Brandenburgs Bildungsminister bezieht klare Stellung zu Kooperationsverbot, KI-Pragmatismus und Strukturreformen. Die Themen: - Bildung entideologisieren: Wissenschaft statt Mythen - Digitalpakt-Realität: Es ging vor allem um die Infrastruktur, nicht um die Ausstattung – „Das ist Oberunfug“: Das Kooperationsverbot verhindert Lösungen - KI pragmatisch: „Verbieten bringt nichts“ – Kompetenzen aufbauen - Kinderrechte: Ins Grundgesetz für individuelle Lebenschancen Top-Zitate: „Das ist Oberunfug“ – über das Kooperationsverbot „Schaum wegwischen, Scheuklappen runter” „Kann man KI verbieten?” Ja. Hilft es was? Nein.“

Ep 175Wir können KI. Und Bildungsgerechtigkeit - Sandra Boser (Staatssekretärin) über Baden-Württembergs Bildungsweg
In dieser Folge des EduCouch Politsommers spricht Host Benjamin Heinz mit Sandra Boser, Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg (Bündnis 90/Die Grünen). Das Gespräch behandelt aktuelle Herausforderungen der Bildungspolitik mit Schwerpunkt auf Digitalisierung und KI-Integration. Hauptthemen: Bildungsgerechtigkeit und Startchancen-Programm: Sprachförderung, Gemeinschaftsschulen, soziale Herkunft als Bildungsfaktor KI in der Bildung: Einsatzmöglichkeiten, Chancen und Risiken sowie wissenschaftliche Begleitung Digitalisierungsprojekte in Baden-Württemberg: Robotik in Grundschulen, mobile Makerspaces, KI-Zentrum Heilbronn Bildungsföderalismus: Eigenständigkeit der Länder vs. gemeinsame Standards Cornelsen-Schulleitungsstudie: 69% der Schulleitungen als Innovationstreiber, 60% wären bereit für "Regelbruch" Aktuelle Bildungsdebatten: Handy-Verbote, Lehrkräftemangel, G9-Reform, AIS-Projekt Sandra Boser spricht sich gegen pauschale Handy-Verbote aus, verteidigt den Bildungsföderalismus und betont die Unverzichtbarkeit von Lehrkräften trotz KI-Entwicklung. Besonderer Fokus auf Digital Divide: Zentrale KI-Tools sollen Benachteiligung verhindern. Konkrete Projekte: Robotik-Programm für 400 Grundschulen, mobile Makerspaces für den ländlichen Raum, neues Schulfach „Informatik und Medienbildung” ab 2025/26. Der EduCouch Politsommer ist eine Kooperation mit dem Cornelsen Verlag.

Ep 174Conrad Clemens: „100 Schulen in 100 Tagen" – Sachsens neuer Kultusminister
Conrad Clemens im Gespräch mit Prof. Marcus Ventzke. Conrad Clemens hat sich ein sportliches Ziel gesetzt. Als neuer sächsischer Kultusminister will er in den ersten 100 Tagen seines Amtes 100 Schulen besuchen. Nach der Hälfte dieser Zeit zieht er bereits Bilanz aus 52 Schulbesuchen und teilt seine Eindrücke aus der Schulpraxis. Das 100-Schulen-Projekt Clemens schildert, wie unterschiedlich die sächsischen Schulen aufgestellt sind und welche enormen Herausforderungen Schulleitungen täglich bewältigen müssen. Besonders die ungleiche Unterrichtsversorgung im ländlichen Raum und an Oberschulen beschäftigt ihn. Gleichzeitig zeigt er sich beeindruckt vom Engagement und Herzblut, das er täglich in den Schulen erlebt. Digitalisierung als Belastung statt Entlastung Seine deutlichste Kritik gilt der aktuellen Schuldigitalisierung: „Bisher sorgt die Digitalisierung für mehr Aufwand“, stellt er fest. An sächsischen Schulen existiert ein regelrechter „Software-Wust” aus über zehn verschiedenen Programmen. Seine Vision ist das „iPhone-Prinzip” für Schulen, bei dem intuitive Bedienung wichtiger ist als Funktionsvielfalt. Konkrete Reformen Als Lösungsansatz plant Clemens 15 verpflichtende digitale Unterrichtsstunden pro Jahr für die Klassen 7 bis 9, langfristig schwebt ihm jedoch projektorientiertes Lernen vor, wie er es aus internationalen Erfahrungen kennt. Diese Folge ist Teil des EduCouch Politsommers - eine Kooperation mit Cornelsen

Ep 173„Das schönste Abenteuer ist die Neugier." – Prof. Hermann Funk über zeitgemäßes Sprachenlernen und das IDT-Familienfest
Die DaF-Legende Prof. Hermann Funk spricht mit Host Benjamin Heinz über den Markenkern von Deutsch als Fremdsprache und erklärt, warum KI das Sprachenlernen nicht überflüssig macht. 🎙️ Gast: Prof. Hermann Funk Lehrwerk-Pionier („Das Leben“, „Studio D“, „Studio 21“), Universität Jena, 10-facher Teilnehmer der IDT und ehemaliger Organisator der IDT 2009 in Jena/Weimar. 🎯 Darum geht es: Prof. Funk warnt vor einem „Markenkern-Verlust” in der DaF-Didaktik und erklärt, warum Menschen trotz perfekter KI-Übersetzer noch Sprachen lernen sollten: „Es macht einfach Spaß, live und unplugged mit Menschen aus anderen Kulturen zusammenzuarbeiten, zu feiern und Spaß zu haben.” Seine provokante These: „Je schlechter die Ausbildung einer Lehrkraft, desto mehr dominiert Grammatik ihren Unterricht.” Die Lösung? Der Fokus sollte auf Mündlichkeit statt Schriftfixierung liegen – wie in seinem neuesten Lehrwerk „Das Leben”. Die Neuerung: Tiny Houses statt Restaurant-Dialoge, Homeoffice-Alltag statt Wegbeschreibungen – so werden A1-Anfänger zu Kulturbeobachtern. Relevante Trends statt steriler Lehrbuchwelten! Sein Realitätscheck: „KI hat kein Mitleid und lobt nicht – es ist nur ein Sprachmodell.“ Echte Zuwendung können nur Menschen geben. Lehrkräfte wandeln sich von Wissensvermittlern zu empathischen Sprachlerncoaches. Seine Lerntipps: „Lerne nie ein Wort allein, sondern immer mehrere zusammen – das wirkt wie ein Booster!” Plus: Mit anderen zu lernen, macht fitter und wacher. Seine Vision: „Das Schönste am Sprachenlernen ist, dass man ständig mit Neugier an neue Dinge herangeht“ – ein Abenteuer, das keine KI ersetzen kann.

Ep 172„Warum lernst du Deutsch?“ – Prof. Inger Petersen über Sprachlernen vs. KI (IDT 2025 Special)
Die weltweit größte Deutschlehrertagung - die internationale Deutschlehrenden Tagung (kurz IDT) - findet nur alle vier Jahre statt – und 2025 kommt sie nach Lübeck! Dafür tauchen wir ein in die Welt von DaF und DaZ. Der Host der Folge ist Dr. Florian Sochatzy. 👩🎓 Gast: Prof. Dr. Inger Petersen Sie ist die wissenschaftliche Leiterin der IDT 2025 und Professorin für DaZ an der Universität Kiel. Sie organisiert eine Tagung mit 2.400 Teilnehmenden aus aller Welt. 🎯 Darum geht es: Prof. Petersen erklärt, warum die Frage „Warum lernst du Deutsch?” den entscheidenden Unterschied zwischen Fremdsprachen- und Zweitsprachenlernen offenbart. Während Deutschlernende im Ausland diese Frage beantworten können, haben Menschen in Deutschland oft keine Wahl – sie müssen die Sprache für ihren Alltag beherrschen. Die spannendste Diskussion dreht sich um KI im Sprachunterricht. Können Simultanübersetzer bald den Deutschunterricht ersetzen? Prof. Petersen ist skeptisch: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Menschen dauerhaft mit Simultanübersetzern dem Biologieunterricht folgen.” Sie sieht KI als nützliches Werkzeug für Lehrkräfte, warnt aber vor blinden Flecken: „KI hat keine didaktische Ausbildung” und diskriminiert oft unbewusst. Ein Höhepunkt ist die IDT 2025 selbst. Erstmals in der Geschichte öffnen 250 Lübecker Familien ihre Häuser für internationale Gäste – eine Revolution für eine Fachtagung. Prof. Petersens Vision für 2035? „Dass qualifizierte Sprachlehrkräfte endlich die Wertschätzung bekommen, die sie verdienen.“ Ihre Kernbotschaft lautet: Echte sprachliche Teilhabe entsteht durch menschliche Beziehungen, nicht durch technische Hilfsmittel. KI kann dabei unterstützen, aber niemals die emotionale und soziale Dimension des Sprachenlernens ersetzen. 🔗 Mehr Infos: IDT 2025 Lübeck (29. Juli – 2. August) Eine Kooperation mit Cornelsen - besucht uns am Stand auf der IDT! Teil 2 des IDT-Spezials erscheint nächste Woche!

Ep 171"Innovation kann man nicht abstimmen!" - Schulleiter Stefan Ruppaner
Stefan Ruppaner hat als Schulleiter bewiesen: Schule geht anders. Keine Klassenzimmer, keine Klassen, keine Klassenarbeiten – und trotzdem bessere Abiturnoten als der Landesdurchschnitt. Ein Gespräch mit Dr. Florian Sochatzy über Mut, Regelbruch und singende Chirurgen. Worum geht’s? - Mut zum Regelbruch: "Du darfst halt nicht nachfragen" – Innovation braucht manchmal einsame Entscheidungen - Absurdität des Systems: Unser Notensystem zwingt angehende Mediziner zum Singen für den 1,0-Schnitt - KI als Normalität: Schüler dürfen ChatGPT & Co. nutzen, müssen aber Inhalte kritisch prüfen können - Coaching statt Unterricht: 15 Minuten persönliche Betreuung pro Woche: - Radikale Schularchitektur ohne Klassenzimmer - Netflix-Serien statt Fremdsprachenunterricht - Das Ende der traditionellen Lehrerrolle 💬 Zitate der Episode > „Es darf keinen schlecht singenden Chirurgen geben – und ja, wenn man sich mal grundsätzlich unsere Sachen überlegt, was wir verlangen und was wir wollen, macht das überhaupt gar keinen Sinn." > "Manchmal muss man halt einfach was machen. Innovation kann man nicht unbedingt nur demokratisch abstimmen lassen." > "Wir haben komplett das Lernen in den Mittelpunkt gestellt und die Bedürfnisse der Kinder. Wir fragen uns, was will der Kunde?" In Kooperation mit Cornelsen

Ep 170Mehr als nur Code: Dr. Caroline Schmidt über den Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz
In dieser Folge der EduCouch spricht Benjamin Heinz mit Dr. Caroline Schmidt über den Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz.

Ep 169Susanne Lin-Klitzing (Philologenverband): 'KI könnte akademische Berufe reduzieren und Handwerk aufwerten'"
Dr. Florian Sochatzy spricht mit Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes und Professorin für Schulpädagogik über die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Bildung, Arbeitswelt und Gesellschaft. Darum geht's in dieser Folge: - Warum Lin-Klitzing die kommunale Finanzierung digitaler Schulausstattung als Verstärker von Bildungsungleichheit sieht - Wie KI als individueller Tutor Potenzial hat – aber nur bei datenschutzkonformer Nutzung - Warum private Handys aus ihrer Sicht nicht in den Unterricht gehören - Warum die Fächerstruktur für sie auch im KI-Zeitalter unverzichtbar bleibt - Wie KI akademische Routinetätigkeiten reduzieren und handwerkliche Tätigkeiten neu aufwerten könnte - Welche Gestaltungsspielräume Schulen schon jetzt haben, aber oft nicht nutzen In Kooperation mit dem Cornelsen Verlag

Ep 168RLP-Kultusministerin Dr. Hubig vor Wechsel ins Justizministerium: KI im Unterricht, Föderalismus & Handyverbotsdebatte
In dieser Folge der EduCouch spricht Host Prof. Dr. Marcus Ventzke mit Dr. Stefanie Hubig kurz vor ihrem Wechsel vom rheinland-pfälzischen Bildungsministerium ins Bundesjustizministerium. Nach fast neun Jahren als Ministerin für Bildung in Rheinland-Pfalz und ihrer Zeit als KMK-Präsidentin (2020) teilt Dr. Hubig ihre Perspektiven zu Bildungspolitik, Digitalisierung und KI im Bildungswesen. Themen in dieser Episode: - Bildungsgerechtigkeit als zentrales Anliegen - KI im Schulalltag - Föderalismus in der Bildungspolitik - Digitale Initiativen in Rheinland-Pfalz: Bildungsportal, Schulchat und Software-Lösungen - Differenzierter Umgang mit Handynutzung - Datenschutz und Zugänglichkeit als wichtige Qualitätskriterien für KI-Tools - Zukunft des Lernens: Informatik und Medienbildung als neues Pflichtfach - "Schule der Zukunft": Bottom-up statt Top-down Entwicklung - S4 - Schule stärken, starke Schulen: Förderung von Schulen in herausfordernder Lage - - - - - Über Dr. Stefanie Hubig: Dr. Stefanie Hubig war von Mai 2016 bis Mai 2025 Ministerin für Bildung in Rheinland-Pfalz. 2020 stand sie als Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) vor. Die Juristin war bereits von 2000 bis 2008 im Bundesjustizministerium tätig. Am 7. Mai 2025 wurde sie zur Bundesjustizministerin ernannt. - - - - - Diese Folge ist ein Vorgeschmack auf unsere kommende Sommer-Sonderstaffel "EduCouch Polit-Sommer". Ab Juli 2025 bringen wir Gespräche mit Kultusminister*innen aus ganz Deutschland. - - - - - In Kooperation mit dem Cornelsen Verlag

Ep 167Fremdsprachen durch KI vor größtem Umbruch: Prof. Katharina Scheiter über den Einfluss von KI auf die Fächer
In dieser Folge der EduCouch spricht Host Benjamin Heinz mit Prof. Dr. Katharina Scheiter. Als renommierte Professorin für Digitale Bildung an der Universität Potsdam und Mitglied von mehreren Expertengremien zum Thema KI teilt sie ihre Erkenntnisse zu aktuellen Entwicklungen, praktischen Anwendungen und Zukunftsperspektiven. Highlights der Folge: - Praxisnahe KI-Empfehlungen für Einsteiger: Prof. Scheiter empfiehlt ChatGPT als Einstiegspunkt, "weil man da erstmal die ganze Bandbreite kennenlernen kann." - Einblicke in die persönliche KI-Nutzung: Tatsächlich nutze ich viel Übersetzungstools" und "Ich nutze KI auch, um Texte zu vereinfachen. Man neigt ja als Wissenschaftlerin schon dazu, immer sehr komplex und in verschachtelten Sätzen zu schreiben." - Das Bildungsgerechtigkeits-Paradox: "Schülerinnen und Schüler mit mehr Vorwissen setzen KI häufig sparsam und gezielt ein, während schwächere Schüler die Antworten eins zu eins übernehmen" - KI in der Grundschule: Warum Zurückhaltung geboten ist: Prof. Scheiter erklärt, warum sie beim Einsatz generativer KI in der Grundschule skeptisch ist und unterscheidet klar zwischen verschiedenen KI-Anwendungen für jüngere Lernende. - Fachspezifische KI-Prognosen: Eine differenzierte Bewertung verschiedener Schulfächer und deren Veränderungspotenzial durch KI - von Mathematik über Kunst bis zu Fremdsprachen. - Zukunftsvisionen: Wie könnte Schule im Jahr 2030 aussehen und welche Rolle wird KI spielen? Unsere Expertin: Prof. Dr. Katharina Scheiter ist Professorin für Digitale Bildung an der Universität Potsdam und Mitglied der Arbeitsgruppe "Gesellschaftliche und individuelle Auswirkungen von KI-Systemen" der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. Sie berät das Bildungsministerium in Brandenburg zum Thema KI und Schule und ist Mitglied des didaktischen Beirats für Künstliche Intelligenz des Cornelsen-Verlags. Unterstützt durch den Cornelsen Verlag / cornelsen.ai