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XPlanung mit Open Source Software (fossgis2025)
Im April 2022 wurde der Quellcode der Software xPlanBox der Firma lat/lon im Rahmen eines Pilotprojekts auf der OpenCoDE-Plattform des BMI veröffentlicht. Seitdem wird die Software kontinuierlich weiterentwickelt und kommt im Rahmen des Onlinezugangsgesetz (OZG) und des "Einer-für-Alle"-Prinzips (EfA) zum Einsatz. Der Vortrag stellt kurz die wichtigsten Neuerungen der Version 8.0 und den erweiterten Möglichenkeiten für den Betrieb auf der Kubernetes-Plattform vor. Im Oktober 2017 hat der IT-Planungsrat die verbindliche Einführung der Standards XPlanung und XBau beschlossen. Daraus folgt, dass IT-Verfahren die neuen Standards zur Raum- und Bauleitplanung unterstützen sollen. Mit der Veröffentlichung der Software xPlanBox im Rahmen eines Pilotprojekts auf der OpenCoDE-Plattform des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI) steht nun eine umfassende Lösung zum Austausch des objektorientierten Datenaustauschformat XPlanGML (XPlanung) bereit. Im Rahmen des OZG-Umsetzungsprojekts "Bürgerbeteiligung und Information" aus dem Themenfeld "Bauen & Wohnen" werden die Komponenten der xPlanBox für die Bereitstellung von räumlichen Planwerken im Internet verwendet. Auf den vergangenen FOSSGIS-Konferenzen wurde das Projekt und die Einsatzmöglichkeiten der Software bereits präsentiert. In diesem Jahr sollen die Neuerungen der neuen Version 8.0 insbesondere die Erweiterungen für den Betrieb auf der Kubernetes-Plattform präsentiert werden. Außerdem wird es einen Überblick über zukünftige Entwicklungen im Projekt gegeben. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/3XHXZN/
2.5D Indoor-Karten auf Basis von OpenStreetMap-Daten (fossgis2025)
2.5D Indoor-Karten auf Basis von OpenStreetMap-Daten (fossgis2025)
Das Poster stellt eine 2.5D-Darstellung von Indoor-Karten für einen digitalen Infopunkt vor. Durch die Kombination aus 2D- und perspektivischer Ansicht mehrerer Etagen wird die Orientierung erleichtert. Besondere Herausforderungen waren die Abgrenzung der Etagen und die realitätsnahe Darstellung von Treppenhäusern mit _Maptalks_ und _THREE.js_. Zudem wurden Barrierefreiheitsaspekte wie ein Rollstuhlmodus integriert. Das Poster zeigt zentrale Designentscheidungen und technische Lösungsansätze. Das Poster stellt eine innovative Methode zur Darstellung von Indoor-Karten in 2.5D auf Basis von OpenStreetMap-Daten vor. Ziel ist die Verbesserung der Gebäudenavigation durch eine Kombination aus klassischer 2D-Karten und perspektivischer Darstellung mehrerer Etagen übereinander. Die vorgestellte Lösung basiert auf der bestehenden Anwendung _Mapable_ der TU Dresden und erweitert diese um eine 2.5D-Darstellung von Stockwerken. Diese Darstellungsform ermöglicht es, mehrere Etagen gleichzeitig übersichtlich anzuzeigen und die Orientierung im Gebäude zu erleichtern. Im Gegensatz zur klassischen 2D-Ansicht bleibt die räumliche Struktur erhalten, ohne dabei die Nachteile einer vollständigen 3D-Darstellung, wie verdeckte Elemente oder komplexe Navigation, mit sich zu bringen. Besondere Herausforderungen bei der Implementierung der 2.5D-Karten waren die optimale Wahl der Perspektive, die visuelle Abgrenzung einzelner Etagen sowie die Darstellung von Aufzügen und Treppenhäusern. Zudem wurde ein Fokus auf Barrierefreiheit gelegt, beispielsweise durch einen Rollstuhlmodus für die Benutzeroberfläche und das bewusste Vereinfachen oder Ausblenden weniger relevante Gebäudeteile, wie Zwischenwände oder kleinere Raumelemente in der 2.5D-Ansicht. Die räumliche Darstellung von Treppen und Treppenhäusern spielt eine zentrale Rolle in der 2.5D-Indoor-Kartografie, da sie die vertikale Orientierung innerhalb eines Gebäudes erheblich erleichtert. Mithilfe von _Maptalks_ und _THREE.js_ werden Treppenhäuser als extrudierte Prismen dargestellt, während freistehende Treppen durch eine Kombination aus Mittellinien und interpolierten Höheninformationen rekonstruiert werden. Dabei entstehen realitätsnahe Modelle, die Nutzenden eine intuitive Wegfindung ermöglichen. Das Poster fasst zentrale Designentscheidungen zusammen, zeigt praktische Anwendungsfälle auf und stellt technische Lösungsansätze vor. Es richtet sich an Fachleute aus den Bereichen Geoinformatik, Kartografie und Barrierefreiheit sowie an Entwickler:innen, die sich mit innovativen Navigationslösungen beschäftigen. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/RMMA9H/
Sheepsmeadow: Agentenbasierte Modellierung einfach erlernen (fossgis2025)
'Sheepsmeadow' ist ein in Java entwickeltes offenes Simulationsprogramm, das den Nutzer:innen das Themengebiet "Agentenbasierte Modellierung" (ABM) spielerrisch näher bringen soll. Agenten sind Wölfe und Schafe, die miteinander auf einer Wiese interagieren. 'Sheepsmeadow' gibt zudem die Möglichkeit, eigene Entscheidungsregeln (Actions) direkt im Quellcode zu ergänzen und so die Simulation zu verändern. Es soll dabei helfen, die Entwicklung von ABMs mithilfe des MASON Frameworks zu erlernen. Agentenbasierte Modelle (ABM) bieten die Möglichkeit, komplexes Zusammenspiel einzelner Individuen mit ihrem Umfeld darzustellen. Ein Agent ist hier ein Individuum, welches eigene Ziele (eine Agenda) verfolgt. Agenten können in solchen Modellen ganz unterschiedliche Dinge sein (Menschen, Tiere, Teilchen, Autos, Pflanzen). Die Agenten haben hierbei individuelle Charakteristiken, wodurch die Gesamtheit der Agenten heterogen dargestellt werden kann. Solche Systeme zu analysieren ist vor allem im Bereich der Geoinformatik/Landschaftsökologie interessant, da so das räumliche Zusammenspiel der Agenten (auf einem Raster) beobachtet werden kann. Agenten haben dabei eine Position als Pixelkoordinate und können nur mit Agenten in ihrer direkten Nachbarschaft interagieren. 'Sheepsmeadow' stellt ein solches Agentenbasiertes Modell dar. In der Simulation interagieren Wölfe und Schafe (die Agenten) miteinander und mit ihrem Umfeld auf einem Raster (der Wiese) über sog. "Actions". Eine "Action" stellt eine Regel dar, die das Verhalten des Agenten darstellt. Diese Regeln sind an das Eintreten besonderer Bedingungen geknüpft. Die Simulation als ganzes wird über seine "Modellparameter" gesteuert. Diese bestimmen u.a. die Größe des Rasters auf dem sich die Agenten bewegen, die Anzahl der Wölfe und Schafe oder deren Fortpflanzungswahrscheinlichkeit. 'Sheepsmeadow' erlaubt einfaches und intuitives Anpassen der Parameter des Modells, wodurch die Nutzer:innen direkt erleben können, wie sich diese Veränderungen auf das System der Agenten auf der Wiese auswirkt. Hier kann z.B. analysiert werden, ab welchem Verhältnis von Wölfen zu Schafen, die Schafspopulation nicht fortbestehen kann. So können Personen mit wenig bis keinen Programmierkentnissen leicht unterschiedliche Konfigurationen des Modells erstellen und die Veränderungen im Verhalten der Agenten beobacheten. Ein weiterer Lernzweck ist es, das Nutzer:innen ihre Kenntnisse in der Programmiersprache "Java" zu erweitern. Durch den offenen Quellcode haben Nutzer:innen zudem die Chance, selbst neue "Actions" zu ergänzen. Hierfür stellt 'Sheepsmeadow' ein einfaches Interface in Java zur Verfügung. Dieser Teil von 'Sheepsmeadow' richtet sich an Personen, die bereits in einer (anderen) Programmiersprache programmieren können, welche aber erlernen möchten wie man ein Agentenbasiertes Modell in einer Software mit UI implementiert. Ebenso bietet 'Sheepsmeadow' die Möglichkeit Objektorientiere Entwurfskonzepte zu erlernen/anzuwenden. Eine alternative Plattform, um Agentenbasierte Modellierung zu erlernen wäre "NetLogo". NetLogo bietet bereits eine Wolfs-Schafs-Simulation (WolfSheepPredation). Diese kann ebenso um neue Entscheidungsregeln erweitert werden (wenn die Programmierkenntnisse dafür vorhanden sind). 'Sheepsmeadow' zielt hier darauf ab, dass sich Nutzer:innen mit dem Modellierungsframework MASON auseinadersetzen und erlernen, wie man mithilfe dieses Frameworks eigene Modelle erstellen kann/ ein bestehendes Modell erweitern kann. Durch die Einstellbarkeit der Modelparameter und der Möglichkeit, eigene Actions im Quellcode zu integrieren, eignet sich 'Sheepsmeadow' perfekt als Lernsoftware, um unterschiedliche Facetten der Agentenbasierten Modellierung zu erlernen (Nutzen des Modells, Parametrisieren des Modells, Implementieren neuer Logiken, Analyse der Simulationsergebnisse). Als Maintainer des Repositories trete ich dafür ein, dass das Projekt unter offenen Standards (weiter-)entwickelt wird. Das Repository ist hier zu finden: https://github.com/MichaelBrueggemann/sheepsmeadow. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/UZWNBF/
Sheepsmeadow: Agentenbasierte Modellierung einfach erlernen (fossgis2025)
Pünktlich zur Uni? Bus-Tracking mit der EFA JSON API (fossgis2025)
Im "Bahnland Bayern" sind Echtzeit-Mobilitätsdaten über eine Schnittstelle namens "EFA JSON API" verfügbar. Indem man diese mitschneidet, kann eine Pünktlichkeitsstatistik z.B. der Würzburger Stadtbusse erstellt werden, die aufgrund der nachwievor fehlenden Straßenbahnanbindung der Uni gerade zum morgendlichen Vorlesungsbeginn nicht prickelnd aussieht. Es wird eine kurze Übersicht über die API gegeben, dann der Ausleseprozess erklärt und was die Schwierigkeiten dabei waren, und anschließend die Ergebnisse der Analyse präsentiert. Insgesamt angelehnt an den Vortrag "BahnMining" beim CCC vor fünf Jahren. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/ERP9T9/
Pünktlich zur Uni? Bus-Tracking mit der EFA JSON API (fossgis2025)
OpenStreetMap FeatureInfo (fossgis2025)
Der Vortrag stellt eine Implementierung vor, die es erlaubt Informationen zu OSM Objekten um einen Ort herum über eine einfache Schnittstelle abzufragen. Die Idee dahinter ist, das Rad nicht neu zu erfinden, sondern bewährte Software-Komponenten zu kombinieren und auf etablierte Standards zu setzen. Die Daten werden mit osm2pgsql in eine PostgreSQL/PostGIS Datenbank geladen und kontinuierlich auf dem neusten Stand gehalten. Die Abfrage wird mit einer parametrisierten SQL-Abfrage durchgeführt und das Ergebnis mittels pg_featureserv über eine REST-Schnittstelle verfügbar gemacht. Weitere Ideen sind die Schnittstelle konform zu OGC API Processes zu machen. Eine mögliche Anwendung wäre die Nutzung als Backend für Objektabfrage in der offiziellen OpenStreetMap Webseite. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/KBTU78/
Erfahrungsbericht: MerginMaps für die Inventarisierung von Vogelnestern (fossgis2025)
In Zürich steht eine Gebäudebrüterinventarisierung an und diese soll in einem knappen Zeitrahmen mit einer mobilen App erfolgen. MerginMaps ermöglicht es uns, dank der Integration mit QGIS eine komplexe Feldaufnahmelogik schnell umsetzen. Der Bestand wird somit direkt vor Ort mit der Mobilen App erfasst, während die Daten zentral in unserer eigenen Cloud-Infrastruktur gespeichert werden. Eine innovative Lösung, die auf OpenSource Komponenten basiert. In unserem Vortrag stellen wir vor, wie und warum wir Mergin Maps für die Inventarisierung von Gebäudebrütern einsetzen. Unser Ziel war es, eine effiziente Lösung zu finden, die das Erfassen von Geodaten vor Ort ermöglicht, und diese sollte zeitnah in Betrieb genommen werden können. Die Feldaufnahmen werden von rund 70 Freiwilligen durchgeführt und somit soll die App möglichst leicht und intuitiv zu bedienen sein. Wichtig war für uns, dass wir die den Mergin Maps Server in unserer eigenen Cloud-Plattform hosten können. In einem Erfahrungsbericht teilen wir die Herausforderungen und Erfolge, die uns bei der Einrichtung und dem Betrieb dieser Self-Hosting-Lösung begegnet sind. Ausserdem zeigen wir, wie eine komplexe Feldaufnahmelogik einfach in QGIS umgesetzt und dann dank einem Plugin direkt für MerginMaps verwendet werden kann Unser technischer Stack besteht aus Open-Source-Komponenten: QGIS als GIS-Werkzeug, PostGIS/PostgreSQL und die Mergin Maps App für die mobile Datenerfassung. Diese Kombination ermöglicht es, die Gebäudebrüter-Daten zuverlässig und sicher zu erfassen, zu verwalten und jederzeit zu synchronisieren. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/CLEJAA/
OpenStreetMap FeatureInfo (fossgis2025)
Erfahrungsbericht: MerginMaps für die Inventarisierung von Vogelnestern (fossgis2025)
Performantes Nearest POI Routing? - Neues vom Geolinking Service SoRa (fossgis2025)
Spontan eingereichte Lightning Talks. Jeder kann einen Vortrag halten, Registrierung erfolgt an einer entsprechenden Pinnwand im Foyer. Spontan eingereichte Lightning Talks. Jeder kann einen Vortrag halten, Registrierung erfolgt an einer entsprechenden Pinnwand im Foyer. Liste der Vortragenden mit Titel folgt, sobald wir den vom Zettel ins Programm übertragen haben. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/RMULNW/
Performantes Nearest POI Routing? - Neues vom Geolinking Service SoRa (fossgis2025)
FOSSGIS bei OpenCode.de (fossgis2025)
IT-Sicherheit spielt eine immer größere Rolle. Dabei ist die Zertifizierung ein wichtiger Schlüssel um Software in der öffentlichen Verwaltung einzusetzen. Anfang 2024 ist das Zentrum für Digitale Souveränität GmbH gestartet, um Open Source in der öffentlichen Verwaltung voranzutreiben. Der Nutzen für die FOSSGIS Community soll in diesem Vortrag beleuchtet werden. OpenCode ist aus einer Initiative des Bundesministerium des Innern und für Heimat hervorgegangen. Im letzten Jahr (2024) ist der Betrieb der Plattform an die ZenDiS GmbH übergegangen, die seitdem den Betrieb und die Weiterentwicklung der Plattform verantwortet. Im Zuge der Weiterentwicklung gab es am 15. Januar 2025 einen kompletten Relaunch. Ziel der Plattform ist es Open-Source-Lösungen in der Öffentlichen Verwaltung zu stärken und die digitale Souveränität voranzutreiben. Die Plattform stellt einen Lizenkatalog und Informationen zu Open-Source-Kriterien und -Definitionen bereit. Die Vision einer zentralen Plattform, die gleichermaßen von Bund, Ländern und Kommunen genutzt werden kann, um gemeinsam an Open-Source-Lösungen zu arbeiten ist hiermit umgesetzt worden. OpenCode steht für alle Verwaltungsangestellten und Open-Source-Dienstleister zur Entwicklung, Kommunikation und zum Austausch von Softwarecode zur Verfügung. Die Plattform weißt das Potenzial auf sichere Softwarelieferketten zu schaffen und auszubauen. Gemeinsam mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wird wird dieses gerade umgesetzt. Dabei sollen automatisierte Qualitäts- und Sicherheitschecks auf der Plattform umgesetzt werden. Nutzern steht eine Wissensdatenbank rund um das Thema Lizenzen, Beschaffung und Nachnutzung bereit. Dabei ist es auch möglich über eine Diskussionsplattform miteinander ins Gespräch zu kommen. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/3M3PTE/
Datenklassifikation: Mehrwert oder Manipulation? (fossgis2025)
Standardmethoden zur Einteilung von Werten in Klassen, z. B. für die Herstellung von thematischen Karten, garantieren weder den Erhalt räumlicher Muster, noch können sie eine objektive Repräsentation bewirken. Der Beitrag macht auf diese Probleme der Datenklassifikation aufmerksam und behandelt mögliche Abhilfen. Bei der Verarbeitung von quantitativen Daten wird häufig eine Datenklassifikation vorgenommen. Eine solche Klassifikation dient z. B. der Reduktion der Datenmengen, Rechenzeiten bei Verarbeitungen und ganz besonders einer kontrastreicheren Visualisierung (z. B. in thematischen Karten, bei denen Klassen „bis zu 100 Einwohner pro km2“, usw. gebildet werden). Die unterschiedlichen GIS-Softwareprodukte bieten Standardverfahren und -einstellungen an (z. B. äquidistant, Quantile), die häufig unreflektiert eingesetzt werden. Dieser Beitrag befasst sich einerseits mit dem Problem, dass einzelne Klassifikationsmethoden u. U. wichtige Informationen (wie z. B. räumliche Muster) verschleiern. Es werden dazu alternative Methoden vorgestellt, die auf die Erhaltung bestimmter Muster ausgerichtet sind. Andererseits besteht das grundsätzliche Problem, dass es nicht das eine richtige Verfahren geben kann – die Anwendung einer bestimmten Methode muss immer zu Verlusten und im schlechtesten Fall zu einer Manipulation führen. Der Umgang mit diesem Problem wird ebenfalls in diesem Beitrag diskutiert. #### Einreichung im Akademic Track Zenodo-DOI: https://zenodo.org/records/14616647 Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/LT38GV/
Barrierefreies Routing mit MOTIS (fossgis2025)
Barrierefreies Routing mit MOTIS (fossgis2025)
MOTIS v2 routet nicht nur die erste und letzte Meile auf OpenStreetMap Daten, sondern auch Umstiegswege. Um dies effizient auch für große Gebiete zu ermöglichen und Stockwerke korrekt zu behandeln, wurde ein skalierbarer, profilbasierter Router (OSR) entwickelt. Hierbei wird in der Verbindungssuche die zeitliche Verfügbarkeit von Aufzügen und Einstiegshilfen am Bahnhof berücksichtigt. Wege und andere Informationen werden nach Level unterteilt dargestellt. Die Berechnung von Umstiegen beim Routing im öffentlichen Verkehr benötigt insbesondere für mobilitätseingeschränkte Menschen eine höhere Präzision in den Daten als das, was Fahrplandaten in vielen Fällen heute bereitstellen. Um diese Lücke zu schließen, setzt MOTIS bei der Berechnung von Umstiegen auf OpenStreetMap Daten. Diese werden sowohl mit den Fahrplandaten als auch mit den Aufzugsdaten verknüpft. Da bisherige Routing Engines für eine weltweite Abdeckung einen hohen Speicherbedarf haben, wurde eine neues profilbasiertes Routing entwickelt, das durch ein effizientes Datenmodell mit sehr wenig RAM auskommt (aktuell ~16 GB Routing Daten für weltweite OSM Daten). Zusätzliche Profile können ohne zusätzlichen Speicherverbrauch umgesetzt werden. Beim Routing werden für mehrstöckige Bauwerken auch die Stockwerksinformation berücksichtigt. Die Wiederverwendung von OSM Knoten in mehreren Wegen auf verschiebenen Ebenen wird hierbei unterstützt. Das Routing kann zur Laufzeit Knoten ausschließen, was z.B. genutzt wird, um nicht verfügbare Aufzüge auszuschließen. Nach einer Verknüpfung der Fahrplandaten auf die OpenStreetMap Daten (hier ist insbesondere das Stockwerk relevant), werden alle Umsteigebeziehungen für alle Kombinationen von funktionierenden bzw. nicht funktionierenden Aufzügen berechnet und in den ÖV-Router eingespeist. Dieser kann nun zeitabhängig Fahrstuhlausfälle sowie die Verfügbarkeit von Einstiegshilfen berücksichtigen. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/HGUKFM/
Verarbeitung offener Satellitendaten mit freier Software für die visuelle Anwendung (fossgis2025)
Datenklassifikation: Mehrwert oder Manipulation? (fossgis2025)
FOSSGIS bei OpenCode.de (fossgis2025)
Verarbeitung offener Satellitendaten mit freier Software für die visuelle Anwendung (fossgis2025)
Was steckt dahinter, wenn man in einem interaktiven Kartendienst im Internet die Satellitenbild-Ebene betrachtet? Dieser Vortrag gibt einen Einblick auf Grundlage von 20 Jahren praktischer Erfahrung in der Produktion derartiger Darstellungen. Satellitenbild-Darstellungen sind heute in öffentlich zugänglichen Kartendiensten allgegenwärtig und beliebt. Und viele dieser Bilder basieren zumindest teilweise auf offenen Satellitendaten. Anders als bei kartographischen Darstellungen werden jedoch die praktischen Verfahren zur Produktion solcher Visualisierungen öffentlich sehr wenig diskutiert. Dieser Vortrag erläutert zunächst die Rolle und Geschichte von Luft- und Satellitenbild-Ebenen in Kartendiensten als eigene Visualisierungsform zwischen originären Fotos und kartographischen Darstellungen und gibt einen Überblick über die grundsätzlichen Herausforderungen bei der Satellitenbild-Verarbeitung für diese Anwendung. Darauf aufbauend wird der Stand der Technik im Bereich großräumiger Satellitenbild-Zusammenstellungen erläutert was Methoden, Datenquellen und Qualität der Ergebnisse betrifft. Daneben werden einige der speziellen Probleme bei der Verwendung offener Datenquellen und der Nutzung freier Software in diesem Bereich anhand konkreter Beispiele erläutert. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/SSKY3J/
10 Jahre openSenseMap: Neue Features für die Zukunft der Umweltdaten (fossgis2025)
Die *openSenseMap* ist eine interaktive Karte für Umweltdaten, die von Schulen, Städten und Bürger*innen weltweit genutzt wird. Seit 2014 wurden über 14.000 Sensoren registriert und mehr als 10 Milliarden Messwerte in Echtzeit bereitgestellt. Die neue Version verbessert die Datenvisualisierung und bietet viele weitere neue Features. In unserem Lightning-Talk stellen wir diese Neuerungen vor und feiern 10 Jahre openSenseMap, die einen wichtigen Beitrag zu Forschung und Bildung leistet. Die *openSenseMap* ist eine für jeden frei nutzbare interaktive Karte mit Umweltdaten. Diese Daten werden von Schulen, Forschungseinrichtungen, Städten und engagierten Bürger:innen weltweit erhoben und genutzt. Sensoren können sowohl an stationären als auch mobilen Geräten Messungen zu verschiedenen Umweltphänomenen erheben und stellen diese in Echtzeit über die eigene RESTful API als offene Daten zur Verfügung. Zudem gibt es ein angeschlossenes Archiv in dem alle Daten seit dem Start der *openSenseMap* in 2014 gespeichert werden. Die Nutzung ist vielfältig: engagierte Bürger*innen messen die Luftqualität und den Lärmpegel in ihrer Straße, Schüler*innen experimentieren im Unterricht und werden spielerisch für Naturwissenschaften, Technik und die Erforschung ihrer Umwelt begeistert, Wissenschaftler*innen nutzen die umfangreichen frei verfügbaren Daten für komplexe Forschungsprojekte, Städte betreiben Smart City-Anwendungen und informieren ihre Bürger*innen live über Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Feinstaub und geben nützliche Tipps, wie die Standorte freier Parkplätze. Als Reaktion auf die stetig wachsende Anzahl registrierter Stationen (über 14.000) und die über 10 Milliarden übermittelten Messwerte wurde eine neue Version der *openSenseMap* Plattform entwickelt. Dabei musste die Technologie teilweise neu konzipiert werden, um das steigende Datenvolumen effizient verarbeiten zu können. Die neue Version bringt zahlreiche Features mit sich, darunter die Anbindung an eine spezielle Sensordatenbank, die eine effizientere und strukturierte Verwaltung der gesammelten Daten ermöglicht. Zudem ist die Plattform jetzt mit einer Open Badges Plattform verknüpft, die es den Nutzern erlaubt, für ihre Beiträge digitale Auszeichnungen zu erhalten. Darüber hinaus bietet die neue Version erweiterte Möglichkeiten zur Durchführung detaillierter Datenanalysen, wodurch Bürger*innen, Forschende und Organisationen tiefere Einblicke in Umweltphänomene gewinnen können. In diesem Lightning-Talk möchten wir genau diese neuen Features präsentieren und auf unser Nutzertreffen hinweisen. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/KPEGLE/
10 Jahre openSenseMap: Neue Features für die Zukunft der Umweltdaten (fossgis2025)
Ermittlung von versiegelten Flächen als komplexe Aufgabe (Projekt SEAL) (fossgis2025)
Die Kartierung von Flächenversiegelungen wird für immer mehr Bereiche relevant. Bei der Auswahl vorzugsweise freier Daten und Software besteht eine Vielfalt von Möglichkeiten. Im Rahmen des hier beschriebenen Projektes wird eine Prozesskette so organisiert, dass die einzelnen Datenquellen, Prozessschritte (manuelle Datenerfassung, GIS-Analysen, KI) und (Zwischen-)Ergebnisse flexibel kombinierbar sind. Das hierfür entworfene Rahmenwerk sowie erste Zwischenergebnisse werden vorgestellt. Eine verursachergerechte Gebührenermittlung für die Beseitigung von Niederschlagswasser ist die initiale Motivation zur Ermittlung der versiegelten Flächen. Die Niedersachsen Wasser als Tochter des Oldenburgisch Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV) nimmt sich dieser Aufgabe unter Einsatz des freien Geoinformationssystems QGIS, freien KI-Tools sowie verschiedensten Datenquellen an. Frei zugängliche Geodaten wie Orthofotos, DGM, ALKIS, ATKIS und OSM sollen in Kombination mit eigenen Daten (Abwassernetze, SAP Kundendaten) herangezogen werden, um daraus verwertbare Aussagen bezüglich des Flächenversiegelungsgrads abzuleiten. Die zur Lösung dieser Anforderung ersonnene Prozess-Architektur muss aufgrund der sehr heterogenen Daten und Aufgaben sowohl methodisch als auch datentechnisch ein breites Spektrum abdecken. Dennoch soll es möglich sein, die Daten und Prozesse anhand vereinheitlichter Eigenschaften oder Metadaten (Volumen, Struktur, Format und Herkunft für die Daten; Input-Daten, Berechnungsaufwand, Skalierbarkeit und Ergebnis für die Prozesse) formal gleichförmig zu beschreiben. Nur auf diese Weise lassen sich Aufwände zuverlässig quantifizieren und ggf. auch für andere Gebiete realistisch schätzen. Skalierungspotentiale, etwa durch mehr Personal, schnellere Algorithmen, leistungsfähigere Hardware etc. können so ebenfalls bestimmt werden. Im Laufe des Projektes werden umfangreiche Ground-Truth-Daten durch manuelle Kartierung erhoben. Sie sollen im Projekt als Referenzdaten dienen, gegen die dann verschiedene Auswerteverfahren, insbesondere auch Methoden des Machine Learnings, validiert werden. Für verschiedene Methoden können dann die erreichbare Qualität gegen den jeweils erforderlichen Aufwand abgewogen werden. Von entscheidendem praktischen Nutzen wird dabei die geschätzte Zuverlässigkeit gesehen, mit der die Versiegelungsklasse einer Teilfläche bestimmt wurde. Auf diese Weise sollen manuelle Prüfungen der automatischen Klassifizierungen nach möglichst objektiven Kriterien priorisiert werden. Neben der ursprünglichen Zielsetzung der Gebührenermittlung zeichnen sich bereits jetzt weitere Anwendungsfälle wie Kapazitätsplanungen für Abwasserleitungen, Starkregenvorsorge oder die Ermittlung von Entsiegelungspotentialen ab. Die vorgestellte Architektur soll auch diesem Umstand Rechnung tragen. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/EXCUFQ/
Ermittlung von versiegelten Flächen als komplexe Aufgabe (Projekt SEAL) (fossgis2025)
Transitous - Freies Public Transport Routing (fossgis2025)
Während es im OSM Umfeld eine Reihe Routing-Dienste für den Individualverkehr gibt, fehlte bisher ein freier und unabhängig betriebener Routing-Dienst für den öffentlichen Personenverkehr, der nicht auf einen engen räumlichen Bereich begrenzt ist. Transitous schließt diese Lücke. Routing-Dienste für den öffentlichen Personenverkehr werden häufig von Verkehrsanbietern betrieben, was einen inheränten Interessenkonflikt mit sich bringt. Unabhängig betriebene Dienste wie die Open Trip Planner Installationen in Herrenberg oder Norwegen zeigen, was im Bereich intermodales Routing ohne diesen Konflikt möglich wird. In beiden Fällen hat man räumliche Grenzen zu berücksichtigen, was für Nutzende den Umgang mit zahllosen verschiedenen Apps und Webseiten bedeutet. Mit zunehmender Verfügbarkeit freier Fahrplandaten und Verbesserungen der freien Routing-Software MOTIS kam eine anbieterunabhängige und räumlich unbegrenzte Alternative letztes Jahr in greifbare Nähe und die Arbeit an Transitous begann. Zum Stand der Einreichung verarbeitet Transitous 1300 GTFS und GTFS-RT (Echtzeit-)Fahrplandatensätze aus 48 Ländern und wird von mehreren Apps genutzt, Trend stetig steigend. Dieser Vortrag stellt vor, was Transitous leistet, wie es aufgebaut ist, wie sich weitere Gebiete bzw. Anbieter hinzufügen lassen und es sich in eigenen Anwendungen nutzen lässt. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/TJVVDZ/
Masterportal - Liegenschaftsauskunft ONLIKA 4.0 mit Keycloak und BundID (fossgis2025)
Im Rahmen dieses Vortrags wird die „Online-Auskunft für die Daten des Liegenschaftskatasters“ Thüringen - kurz ONLIKA 4.0 - vorgestellt. Das automatisierte Abrufverfahren wurde vom Thüringer Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (TLBG) in Zusammenarbeit mit grit entwickelt. Das Rollen- und Rechtekonzept wird durch die Authentifizierung via BundID und Keycloak abgebildet. Basis ist die Open Source-Lösung Masterportal. Unter Verwendung der Open Source-Lösung Masterportal wurde eine modernisierte Oberfläche mit einer optimierten Benutzerführung, die den heutigen Anforderungen an Web Anwendungen gerecht wird und es den Anwendern ermöglicht, sensible Liegenschaftskatasterdaten effektiver abzurufen. Die für eine Weiterentwicklung erforderlichen Funktionen sind im Masterportal vorhanden. Neben der neuen Oberfläche bringt ONLIKA 4.0 weitere neue Funktionen, die die Arbeit mit Geodaten deutlich vereinfachen: So können Flurstücke nun direkt durch einen Klick im Kartenfenster ausgewählt werden. Weiterhin wird das Masterportal Höhenprofil Addon in der ONLIKA Oberfläche nachgenutzt. Die Authentifizierung erfolgt über das Service Konto Thüringen, das in der neuesten Version die Integration mit der BundID ermöglicht und damit die Grundlage für eine sichere Identitätsverwaltung auf Bundesebene schafft. Der Produktproxy, der als Schnittstelle zum Produktdienst für die ALKIS-Nachweisbereitstellung und zu den DHK-Diensten für die NAS-Abgaben dient, bleibt ein zentrales Element. Er ermöglicht die Kommunikation mit dem Siegel-Server zur Signierung mit einem qualifizierten eSiegel nach eIDAS. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/3DPZFV/
Masterportal - Liegenschaftsauskunft ONLIKA 4.0 mit Keycloak und BundID (fossgis2025)
Transitous - Freies Public Transport Routing (fossgis2025)
Versiegelungsanalyse zur bioklimatischen Bewertung von Stadtgebieten (fossgis2025)
Für eine bioklimatische Bewertung des Stadtgebietes Düsseldorf wurde der Grad der Versiegelung erfasst, wobei verschiedene Arten von vollversiegelten, teilversiegelten und unversiegelten Flächen unterschieden wurden. Zusätzlich wurde hohe Vegetation über diesen Flächen erfasst. Für diese Klassifikation wurde ein neuronales Netz (U-Net) trainiert und auf die Jahre 2021, 2022 und 2023 angewendet. Im Rahmen einer bioklimatischen Bewertung aller Siedlungs- und Verkehrsflächen sowie Grün- und Freiflächen im Stadtgebiet Düsseldorf wurde der Grad der Versiegelung erfasst. Hierbei sollten verschiedene Arten von vollversiegelten, teilversiegelten und unversiegelten Flächen erfasst werden. Zusätzlich wurde hohe Vegetation über den verschiedenen Oberflächenklassen bestimmt. Für die Umsetzung wurde eine automatisierte, auf Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) gestützte Erfassung und Klassifizierung entwickelt. Konkret wurden zwei U-Nets (CNNs) entwickelt und trainiert, einmal für die Oberflächen und einmal für hohe Vegetation. Diese Ergebnisse wurden anschließend kombiniert, um Informationen über den Versiegelungsgrad, hohe Vegetation und die Oberflächenklasse unter dieser hohen Vegetation zu erhalten. Für diese Analysen wurden Digitiale Orthophotos, digitale Oberflächenmodelle und digitale Geländemodelle als Eingangsdaten verwendet. Um Veränderungen im Grad der Versiegelung abschätzen zu können, wurden diese Analysen für die Jahre 2021, 2022 und 2023 durchgeführt und miteinander verglichen. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/CMDAGS/
Versiegelungsanalyse zur bioklimatischen Bewertung von Stadtgebieten (fossgis2025)
Historische Karten mit QGIS georeferenzieren (fossgis2025)
Der Wuppertaler Weg vom Geoportal zum Digitalen Zwilling (fossgis2025)
Die Stadt Wuppertal realisiert in einem bis Ende 2026 laufenden Förderprojekt einen Urbanen Digitalen Zwilling (UDZ), den "DigiTal Zwilling". In diesem Vortrag werden sie softwaretechnischen Herausforderungen und Lösungsansätze bei der Entwicklung der Anwendungskomponenten zum DigiTal Zwilling vorgestellt. Insbesondere entsteht eine generische Anwendung, die den Erwartungen an einen UDZ gerecht werden soll, aber auch die klassischen Anwendungsfälle eines kommunalen Geoportals bedienen soll. Der DigiTal Zwilling ist ein „System of Systems“. Insbesondere umfasst er eine Reihe an Open Source Web-Applikationen, die den DigiTal Zwilling für die Nutzerinnen und Nutzer erschließen. Diese Applikationen werden unter https://github.com/digital-twin-wuppertal-live projektbegleitend publiziert. Das Flaggschiff dieser Applikationen wird eine generische Anwendung sein, in der man sich seine Arbeitsumgebung aus allen Daten, Diensten und Funktionen des DigiTal Zwillings frei zusammenstellen kann. Diese Anwendung wird das bisher geführte Wuppertaler Geoportal ablösen, sie muss also auch die z. T. gesetzlichen Anforderungen an die Publikation von OGC-konformen Web-Services erfüllen. Darüber hinaus werden einige Anwendungen für breitere Themenkomplexe (Fachzwillinge) und eine Vielzahl themenspezifischer Applikationen (Teilzwillinge) bereitgestellt. Im Vortrag werden die folgenden softwaretechnischen Aspekte thematisiert: - Der DigiTal Zwilling als "System of Systems" - Aufbau eines Monorepos und Migration von Legacy-Anwendungen in das Monorepo - Nahtlose Integration verschiedener Mapping Engines (CesiumJS, Leaflet, MapLibre) in einer Applikation - Integration von Vektor-Layern und -Styles über WMS Capabilities - Innovative Ideen für zentrale GUI-Elemente (Gazetteer, Laden von Ressourcen, Layerbuttons etc.) - Hilfe-Overlay als neuer Weg zur Unterstützung der Anwender/innen Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/HFKGJ7/
Der Wuppertaler Weg vom Geoportal zum Digitalen Zwilling (fossgis2025)
Flexibles Open Source Routing mit Valhalla (fossgis2025)
Valhalla ist eine vielseitige Routing Engine für das OSM Ökosystem, die vor allem durch ihre Flexibilität und RAM-Effizienz glänzt. Dieser Vortrag setzt sich zusammen aus einer allgemeinen Einführung in Valhalla sowie Updates zu neuen und verbesserten Features. Valhalla hat als jüngeres Projekt in der OSM-Routing Welt vor allem durch sein flexibles Routing Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Neben der Auswahl mehrerer Fahrzeugprofile ist vor allem die lange Liste an Parametern, mit denen Anfragen einzelne Anfragen zusätzlich angepasst werden können, ein Alleinstellungsmerkmal. In diesem Vortrag werden einige grundlegende Konzepte, die Valhalla besonders machen, erläutert. Zudem werden einige Möglichkeiten aufgezeigt, wie Valhalla dank seiner Flexibilität an besondere Bedürfnisse angepasst werden kann. Zuletzt werden neue und verbesserte Features vorgestellt, Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/JKYHQE/
Historische Karten mit QGIS georeferenzieren (fossgis2025)
Dank umfangreicher Digitalisierungskampagnen steht historisch Interessierten ein enormer Schatz an kartografischen Produkten aus mehr als zwei Jahrhunderten zur Verfügung. Mit dem QGIS-Georeferencer können diese einfach und niedrigschwellig für die Nutzung im beliebten Geoinformationssystem aufbereitet werden. Wir demonstrieren die wichtigsten Vorgehensweisen, weisen auf Fallstricke hin und geben wertvolle Produktivitätstipps für die Referenzierung. Der Vortrag bietet anhand unterschiedlicher, historischer Karten eine Einführung in die Georeferenzierung mit QGIS. Von der großmaßstäblichen Katasterkarte, über die verbreiteten Topografischen Karten im Maßstab 1:25.000 (sog. "Meßtischblätter") bis hin zu den kleinmaßstäblichen Übersichtskarten. Jeder Maßstab bringt dabei seine eigenen Herausforderungen mit sich. Alle Georeferenzierungen basieren auf dem Prinzip die Pixel-Koordinaten der historischen Karte mit Kontrollpunkten zu verknüpfen, um so historische Karte und moderne Geodaten in Beziehung zueinander setzen. Dies kann über die Identifizierung anhand von Gebäuden, Straßen, Kanälen u.v.m. erfolgen. Die so gesetzten Punkte (Ground control points, GCP) kommen jedoch mit Fallstricken: die kartografischen Prinzipien der Generealsieriung und Verdrängung bleiben hierbei häufig unberücksichtigt. Als Alternative bietet sich für einige Karten die Nutzung des aufgedruckten Koordinatengitters an. Auch für diese Methode braucht es ein gewisses Maß an Hintergrundwissen, so sind z.B. die historischen geografischen Koordinaten nicht mit modernen geografischen Koordinaten gleichzusetzen. Je nach Alter und Zustand der Karte, sowie der zur Verfügung stehenden Zeit, kommen verschiedene Algorithmen zur Georeferenzierung in Frage (Polynominal 1-3, Thin Plate Spline u.a.). Welcher Algorithmus gewählt wird hängt davon ab, wie viele Kontrollpunkte gesetzt wurden, in welchem Zustand die Karte ist (Falzen etc.) und ob etwaige Messfehler ausgeglichen werden sollen. Zuletzt soll es auch um Möglichkeiten gehen den händischen Prozess der Referenzierung mittels Stapelverarbeitung zu beschleunigen und reproduzierbar zu machen. Inhalte: - Nutzung manueller Ground Control Points (GCP) - Nutzung von historischen Koordinatengittern - Tipps und Kniffe - Was eignet sich zur Referenzierung? - Bedeutung von (historischen) Koordinatenreferenzsystem - Möglichkeiten der Automatisierung im Batch-Verfahren Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/TFZCAP/
Routing, aber mehr explorativ statt automatisch (fossgis2025)
Bei langen Zugreisen quer durch Europa ist auch immer ein bisschen der Weg das Ziel. Beim Planen solcher Reisen ist für mich der von Routingtools vorgeschlagene Reiseplan oft nur ein Ausgangspunkt. Ich möchte easy den Plan anpassen können, Verbindungen hin und her schieben, schauen, wie sich das auswirkt; vielleicht hier eine Übernachtung einlegen, oder dort; vielleicht einen Umweg über eine Stadt, in der ich noch nie war. Genau dafür baue ich eine UI und von der möchte ich euch gern erzählen. Beim Planen langer Zugreisen quer durch Europa (z.B. Hamburg -> Sizilien) sind oft andere Kriterien wichtiger als die reine Reisezeit oder die Anzahl der Umstiege. Ich möchte eine bequeme Verbindung, mit genug Puffer, insbesondere bei Anbieterwechsel. Wenn eine Übernachtung unterwegs nötig ist, dann gern irgendwo wo ich noch nie war (aber dann gern dort mit Ankunft nicht so spät, damit ich noch Zeit habe, mich da umzuschauen). Aha, ein Reiseweg (nicht unbedingt der schnellste) führt über Zürich? Da kenn’ ich jemanden, wo ich übernachten kann! Ach, ich muss eh in Rom umsteigen? Mittagspause auf der Piazza, das klingt super! Kurz gesagt: bei solchen Reisen ist auch immer ein bisschen der Weg das Ziel. All die genannten Kriterien sind sehr persönlich und ergeben sich teilweise erst während des Planungsprozesses. Existierende Routingtools erlauben mir zwar, meine Suchanfrage zu ändern wenn mir noch was eingefallen ist. Aber was ich eigentlich will ist, mit den Routingvorschlägen zu interagieren, sie zu verändern wie es für mich passt. Verbindungen hin und her schieben zu können, per drag&drop ausprobieren, was wäre, wenn ich diese Mittagspause in Rom einlegen würde, wie würde sich der Rest der Reise verschieben? Auf einer Karte explorieren zu können, welche Reisewege es überhaupt gibt und mir einfach mal ‘nen Umweg reinklicken, weil ich hab’ Bock und ich war da noch nie. In meinem Projekt Trans-Europa-Planer (gefördert vom prototypefund) baue ich eine solches User Interface und untersuche verschiedene UX-Mechanismen zum interaktiven Erforschen, Hin- und Herschieben, Vergleichen von Reiserouten. Und ich untersuche, inwiefern ein solches Interface den Nutzer*innen tatsächlich dabei hilft, ihre eigenen, auf sie persönlich zugeschnittenen Zugreisen zu planen. Was dabei herausgekommen ist, darüber möchte ich gern in meinem Vortrag berichten. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/YJTBAB/
G3W-SUITE: das OS-Framework für die Veröffentlichung und Verwaltung von QGIS-Projekte (fossgis2025)
Anreicherung von Straßendaten mittels Deep-Learning-Methoden und Mapillary Bildern (fossgis2025)
G3W-SUITE: das OS-Framework für die Veröffentlichung und Verwaltung von QGIS-Projekte (fossgis2025)
G3W-SUITE ist eine modulare Client-Server-Anwendung (basierend auf QGIS-Server) für die Verwaltung und Veröffentlichung von interaktiven kartographischen QGIS-Projekten verschiedener Art auf eine völlig unabhängige, einfache und schnelle Weise. Die Anwendung, die auf GitHub unter der Mozilla Public Licence 2.0 veröffentlicht wurde, ist mit den QGIS LTR Versionen kompatibel und basiert auf einer starken Integration mit der QGIS API. G3W-SUITE ist eine modulare Client-Server-Anwendung (basierend auf QGIS-Server) für die Verwaltung und Veröffentlichung von interaktiven kartographischen QGIS-Projekten verschiedener Art auf eine völlig unabhängige, einfache und schnelle Weise. Der Zugriff auf die Verwaltung, die Konsultation der Projekte, die Editierfunktionen und die Nutzung der verschiedenen Module basieren auf einem hierarchischen System von Benutzerprofilen, die bearbeitet und modifiziert werden können. Die Suite setzt sich aus zwei Hauptkomponenten zusammen: G3W-ADMIN (basierend auf Django und Python) als Webadministrations-schnittstelle und G3W-CLIENT (basierend auf OpenLayer und Vue) als kartographischer Client, die über REST-APIs miteinander kommunizieren. Die Anwendung, die auf GitHub unter der Mozilla Public Licence 2.0 veröffentlicht wurde, ist mit den QGIS LTR Versionen kompatibel und basiert auf einer starken Integration mit der QGIS API. Diese Präsentation wird einen kurzen Überblick über die Geschichte der Anwendung und Einblicke in die wichtigsten Projektentwicklungen des letzten Jahres geben. Die Entwicklungen betrafen sowohl die Verwaltungs- und Managementkomponente der WebGis-Dienste, als auch die Aspekte der Interaktion mit Webkarten und deren Inhalten, sowie die Aspekte und Funktionen im Zusammenhang mit dem Online-Editing mittels der Integration mit der QGIS API. Eine spezifische Entwicklung betrifft die Integration mit der QGIS Processing API, um die Analysemodelle, die in QGIS über den ModelDesigner erstellt wurden, in einer Webumgebung auszuführen. Der Vortrag, der von Anwendungsbeispielen der Funktionen begleitet wird, richtet sich sowohl an Entwickler als auch an Benutzer verschiedener Ebenen, die ihre kartografische Infrastruktur mittels QGIS verwalten wollen. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/DGZBJV/
Routing, aber mehr explorativ statt automatisch (fossgis2025)
Der Digitale Zwilling - so wertvoll wie eine Karte im Maßstab 1:1 (fossgis2025)
Der Digitale Zwilling - so wertvoll wie eine Karte im Maßstab 1:1 (fossgis2025)
Digitale Zwillinge sind heute in aller Munde: Ein Allheilmittel für Probleme der räumlichen Modellierung. Aber stimmt das? Übersehen wir da nicht im Rausch des Machbaren die Frage nach dem Sinnvollen? Ein "Rant" gegen die "Landkarte im Maßstab 1:1". Digitale Zwillinge sind heute in aller Munde: Ein Allheilmittel für die Probleme der räumlichen Modellierung, der Datenverfügbarkeit, der Datendarstellung, der Erzeugung von Erkenntnissen über "das Wie vom Wo (und Wann)" aus der Ferne, der Nähe, von oben, unten und der Seite. Also etwas, ohne das wir eigentlich nicht Denken, Planen und Entscheiden können. Ach was, nicht Leben können! So der Eindruck, der beim Lesen einer Geo-gefärbten LinkedIn-Timeline entstehen könnte. Aber mal ehrlich, stimmt das eigentlich? Der zwanghafte Trieb nach mehr Realitätstreue beschert uns - abgesehen vom Wettrüsten in der Unterhaltungselektronik - eben auch immer mehr vollmundige Versprechungen über Smart Cities, Smart Buildings, BIM, Management jeglicher Form der Landnutzung oder -beobachtung; und das alles sei ab sofort wie durch Magie für alle verfügbar und immer wahr und immer aktuell und immer richtig. In der von konkretem Detailwissen unbelasteten Höhenluft von Managementmeetings erzeugen diese Versprechen und Ahnungen ein erleichtertes Aufatmen. Endlich kann ein Tool angeschafft werden, mit dem lästige Probleme ganz einfach gelöst werden können. Am Besten mit KI drin, dann wird es noch besser. Aber wie ist es denn in Wirklichkeit? Übersehen wir im Rausch des Machbaren nicht gern die Frage nach dem Sinnvollen? Neigen wir nicht oft genug dazu, zu vergessen, dass die Herausforderung beim Modellieren von Informationszusammenhängen darin besteht, nur das Wichtige zu behalten und das Unwichtige zu vergessen; die Kunst also vor allem eine des Weglassens ist? Der "Digitale Zwilling" erscheint da wie das Versprechen einer Landkarte im Maßstab 1:1. Auch wenn alle das haben wollten, würde es doch niemandem nützen (mal abgesehen davon, dass wir sie ja schon haben). Lasst uns also mehr Reduktion und Abstraktion wagen. Lasst uns mutig weglassen. Und lasst uns aufhören, etwas Zwilling zu nennen, was keiner ist und vor allem keiner sein sollte! Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/MCQWYX/
Anreicherung von Straßendaten mittels Deep-Learning-Methoden und Mapillary Bildern (fossgis2025)
Wir haben einen globalen Datensatz zu Straßeneigenschaften ("befestigt" oder "unbefestigt") mithilfe von KI-Methoden erstellt, basierend auf 105 Millionen Bildern von Mapillary . Unser Ansatz kombiniert SWIN-Transformer-Vorhersagen des Straßenbelags mit einer CLIP-Filterung minderwertiger Bilder. Der Datensatz deckt 36 % des weltweiten Straßennetzes ab, wobei die Abdeckung in Städten höher ist. Er kann in der Stadtplanung, im Katastrophenmanagement, in der Logistik genutzt werden. Wir haben einen offenen Datensatz mit globaler Abdeckung über Straßeneigenschaften (“befestigt” oder “unbefestigt”) veröffentlicht, der aus 105 Millionen Bildern von der weltweit größten crowdsourcing-basierten Street-View-Plattform Mapillary abgeleitet wurde. Wir nutzen einen hybriden Deep-Learning-Ansatz, der SWIN-Transformer nutzt, um die Straßenbedeckung vorherzusagen und mit einer CLIP-und-DL-Segmentierung zur Filterung von Bildern niedriger Qualität kombiniert ist. Die Vorhersagen zur Straßendecke sind mit OpenStreetMap (OSM) Straßendaten abgeglichen und zusammengeführt. Unsere Ergebnisse liefern Einblicke in die räumliche Verteilung der Mapillary-Daten und der Straßenbedeckung auf Kontinent- und Länderebene. Im Vergleich zu OSM, erweitert unser Datensatz die Verfügbarkeit globaler Informationen über Straßenbedeckung um über 3 Millionen Kilometer und repräsentiert nun etwa 36 % der Gesamtlänge des weltweiten Straßennetzes. Die meisten Regionen zeigen eine mäßige bis hohe Abdeckung mit befestigten Straßen (60-80 %), aber in bestimmten Gebieten Afrikas und Asiens wurden signifikant niedrigere Werte festgestellt. Stadtgebiete tendieren zu einer nahezu vollständigen “Pavedness”, während ländliche Regionen eine größere Variabilität aufweisen. Die Validierung des Modells gegenüber OSM-Daten erreichte F1-Scores für gepflasterte Straßen zwischen 91 und 97 % über die Kontinente hinweg. Aufbauend auf der Arbeit von Mapillary und deren Beitragenden sowie der Anreicherung von OSM-Straßenattributen bietet unsere Arbeit wertvolle Erkenntnisse für Anwender in der Stadtplanung, im Katastrophenmanagement, in der Logistikoptimierung und unterstützt verschiedene Nachhaltigkeitsziele (SDGs). In unserer Analyse haben wir bisher ausschließlich Daten von Mapillary genutzt. Je nach Anwendungsregion könnte es interessant sein, in der Zukunft weitere Street-View-Platformen zu betrachten. Gerade Alternativen wie Panoramax (https://panoramax.fr/) haben in den vergangenen Monaten vorwiegend in Europa an Beliebtheit gewonnen. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/C98S8V/
Experimente mit Open Data und KI: Geodaten für alle, nicht nur für Profis? (fossgis2025)
Im Rahmen der aktuellen Diskussion zur Nutzung von KI-Sprachmodellen untersuchen wir in einem Proof of Concept, wie KI im Zusammenspiel mit offenen Geodaten eingesetzt werden kann. Kann KI dabei unterstützen, frei verfügbare Daten besser aufzufinden, verständlicher zu machen, ihre Relevanz für spezifische Projekte zu bewerten oder ganz neue Ideen zu entwickeln? Oder eröffnet sie gar die Möglichkeit, neue Nutzendengruppen außerhalb der traditionellen Geodaten-Expert:innenkreise anzusprechen? Für ein Forschungsprojekt die Folgen des Klimawandels im städtischen Raum verstehen? Für die Arbeit im Stadtplanungsamt die Verkehrsinfrastruktur auf einer Karte präsentieren? Für eine Kunstinstallation die Geometrien aller Berliner Bezirksregionen auf ein Poster drucken? Für all diese und viele weitere Vorhaben benötigen wir... Geodaten! Das Land Berlin verfügt zum Glück über eine standardisierte Geodateninfrastruktur und über einen enormen Schatz an offen verfügbaren räumlichen Daten, die für eine Vielzahl von Personen und Vorhaben relevant sein können. Der Zugang zu Geodaten oder auch das Verständnis der Daten ist dabei jedoch Expert:innen mit Wissen über Geodatenstandards, Verwaltungsjargon und fachspezifischen Vorwissen vorbehalten. Kann KI helfen diese Daten schneller zu finden und zu verstehen? Aus dieser Fragestellung heraus wurde der GeoExplorer entwickelt. Er ist ein Teil einer Machbarkeitsanalyse rund um Open Data und KI. Wie gut das funktioniert und was wir bisher daraus gelernt haben, stellen wir in diesem Impulsvortrag vor. Als Open Data Informationsstelle Berlin, ein Projekt der gemeinnützigen Technologiestiftung Berlin erproben wir seit 2018 mit prototypischen Open Source Anwendungen neue Technologien und innovative Ansätze und zeigen das Potential offener Geodaten auf. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/FBUVBG/
Experimente mit Open Data und KI: Geodaten für alle, nicht nur für Profis? (fossgis2025)
MOSIDI - Homogenisierung von offenen Daten für die kommunale Planung (fossgis2025)
Projekt GEOrg bei den SWM: Mit Freier Software zur konzernweiten Geodatenplattform (fossgis2025)
Mit freier Software aus dem QGIS-Universum bauen wir bei den Stadtwerken München eine konzernweite Geodatenplattform. Wir erzählen von unseren Erfahrungen bei der Integration verschiedener Anwendungen und der Etablierung von Open-Source Lösungen im Unternehmen. Bei den Stadtwerken München GmbH setzen unterschiedliche Abteilungen die freie Geodatensoftware QGIS ein. In der alltäglichen Arbeit entstehen hier immer wieder neue Anforderungen. Dazu gehört das gemeinsame Bearbeiten von Geodaten über Teamgrenzen hinweg, die Präsentation von Karten intern und gegenüber der Öffentlichkeit, sowie die Erfassung von Daten im Feld. Um Insellösungen zu vermeiden und technisches Wissen zu bündeln, wurde das Projekt “GEOrg” gestartet. Auf der konzernweiten Plattform werden Daten zentral in einer PostGIS Datenbank verwaltet, per Knopfdruck im QGIS-Webclient (QWC) veröffentlicht und mittels QFieldCloud auch direkt in der Datenbank erfasst. Durch den Aufbau der Plattform versprechen wir uns eine starke Vereinfachung in der Arbeit mit Geodaten bei den SWM. Dabei ist für uns der Open-Source Gedanke zentral. Mit dem Einsatz von QGIS und seinen Umfeldanwendungen setzen wir auf ein reifes Ökosystem mit einer aktiven Community. Dadurch sind wir nicht von einem einzelnen Hersteller abhängig und finden für quasi jeden Anwendungsfall eine passende Lösung. Die Offenheit der Anwendungen erlaubt uns außerdem, eigene Anpassungen an der eingesetzten Software vorzunehmen. Diese reichen von kleinen Änderungen an der Benutzeroberfläche bis hin zur vollständigen Entwicklung eigener Features. Allgemeingültige Entwicklungen tragen wir an die Community zurück und beteiligen uns damit aktiv an der Weiterentwicklung der Open-Source Projekte. In unserem Vortrag wollen wir einen Überblick über die Architektur unserer Anwendung geben und darlegen, wie uns Freie Software den eigenständigen Aufbau einer modernen Geodatenplattform ermöglicht. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/CMJKJS/
MOSIDI - Homogenisierung von offenen Daten für die kommunale Planung (fossgis2025)
Im Rahmen des Projekts InNoWest wird ein homogenisiertes Datenschema für die kommunale Verwaltung entwickelt. Ziel ist es, heterogene räumliche Daten aus öffentlichen und Non-Profit-Quellen zu aggregieren und über ein niedrigschwelliges Benutzerinterface bereitzustellen. Durch die nutzerzentrierte Entwicklung, abgestimmt auf reale Bedürfnisse brandenburgischer Kommunen, können Daten flexibel kombiniert und neue Erkenntnisse für Planung und Daseinsvorsorge generiert werden. In der kommunalen Verwaltung gewinnen Daten eine immer zentralere Rolle bei der Planung, Analyse und strategischen Entscheidungsfindung. Dabei stellt die Heterogenität der verfügbaren Datenquellen eine große Herausforderung dar, da sie sich hinsichtlich Struktur, Format und Auflösung erheblich unterscheiden. Zudem fehlen gerade in kleinen Kommunen oft Datenexpert:innen, die das Aufbereiten und Verschneiden von Daten übernehmen könnten. Im Rahmen des Forschungsvorhabens InNoWest adressieren wir diese Problematik durch die Entwicklung eines homogenisierten Datenschemas für kommunale Planungsszenarien. Ziel ist die Aggregation und Standardisierung räumlicher Daten aus vielfältigen Quellen, um den Nutzer:innen in der Verwaltung eine flexible und umfassende Datenbasis bereitzustellen. Im Mittelpunkt steht die Aggregation heterogener räumlicher Datensätze aus verschiedenen öffentlichen und Non-Profit-Quellen wie dem Zensus, dem Deutschen Wetterdienst, dem Statistischen Bundesamt, den statistischen Landesämtern sowie OpenStreetMap und der Bertelsmann Stiftung. Diese Daten umfassen eine Vielzahl von relevanten Informationen zur Bevölkerungsstruktur, Infrastruktur, Umweltbedingungen und weiteren kommunal bedeutsamen Bereichen. Die Daten werden homogenisiert und auf ein einheitliches Schema gebracht, sodass die Nutzung über ein niedrigschwelliges Benutzerinterface vereinfacht wird. Die ausschließliche Verwendung offener Technologien wie Postgres und Geoserver stellt sicher, dass die Infrastruktur kostengünstig, transparent und für Weiterentwicklungen zugänglich bleibt. Das innovative Konzept erlaubt es den Kommunen, nicht nur als Datenlieferanten zu agieren, sondern auch als aktive Nutzer:innen eines konsolidierten Datenbestands. Über das Benutzerinterface können die Akteur:innen Daten aus externen Quellen flexibel mit eigenen kommunalen Datensätzen kombinieren und spezifische Szenarien und Analysen erstellen. Der Zugriff auf einen breiten Datenpool ermöglicht die Berechnung neuer, wertschöpfender Erkenntnisse und erleichtert so die interkommunale Zusammenarbeit sowie die kommunale Daseinsvorsorge. Dies unterstützt evidenzbasierte Planung und fundierte Entscheidungsprozesse. Das Projekt wurde in einem nutzerzentrierten und partizipativen Prozess entwickelt. Die Bedürfnisse der beteiligten Kommunen aus Brandenburg wurden umfassend berücksichtigt und bildeten die Grundlage für die einzelnen Entwicklungsschritte. Durch regelmäßigen Austausch und Feedbackschleifen konnten reale Anforderungen und spezifische Bedarfe in die Gestaltung der Plattform integriert werden. So entstand ein System, das die tatsächlichen Herausforderungen und Wünsche der kommunalen Nutzer:innen adressiert und praxisgerechte Lösungen zur Unterstützung kommunaler Planungsaufgaben bietet. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/9HYKGN/
Migration eines Auskunftssystems zu einer Open-Source Lösung mit QGIS (fossgis2025)
Die Geodatenabteilung der Stadtwerke München nutzte GE Smallworld für ihr Netzinformationssystem, was aufgrund steigender Komplexität und Nutzerzahl zu hohen Kosten führte. Vor fünf Jahren begann die Migration zu NIS-QGIS, einer kostensparenden, auf QGIS-Desktop und PyQGIS-Plugins basierenden Open-Source-Lösung. Der Vortrag liefert einen Überblick über die neue Anwendung, Anwendungsfälle, Herausforderungen und Erkenntnisse. Seit vielen Jahren bot die Geodatenabteilung der Stadtwerke München GmbH ihren Nutzern in anderen Bereichen des Unternehmens (Wasser, Gas, Strom, etc.) ein Netzinformationssystem basierend auf GE Smallworld an. Diese Anwendung wurde in Zusammenarbeit mit einem Dienstleister unterstützt und betrieben, was erheblich zu den Gesamtkosten des Systems beitrug. Die unvermeidliche Zunahme der Komplexität, proportional zur ständig wachsenden Anzahl von Nutzern und Use-Cases, verbunden mit der konkurrierenden Natur der Interessen der verschiedenen Stakeholder, führte zu vielen Komplikationen, Ineffizienzen und letztendlich zu hohen Kosten. Vor etwa fünf Jahren beschloss das Geodaten-Team, das System schrittweise zu modernisieren und auf eine Open-Source-Lösung zu migrieren. Eines der neuen Werkzeuge ist NIS-QGIS, eine Anwendung basierend auf QGIS-Desktop, PyQGIS-Plugins und einigen Back-End-Diensten, deren Ziel es war, die gesamte Funktionalität der alten Anwendung bereitzustellen sowie ein Werkzeug bereitzustellen, das einfacher und schneller aktualisiert und weiterentwickelt werden konnte und dabei Kosten senkt und „Time-to-Market“ erhöht. In diesem Vortrag geben wir einen Überblick über diese Anwendung, einige ihrer Hauptanwendungsfälle und Komponenten, Herausforderungen (sowohl gelöst als auch ungelöst) und die dabei gewonnenen Erkenntnisse. Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://pretalx.com/fossgis2025/talk/HUSZBT/