
Der Mythos der „gezielten Tötung”. Zur Verantwortung von KI-gestützten Zielsystemen am Beispiel „Lavender“ (38c3)
Chaos Computer Club - archive feed · Rainer Rehak
December 28, 202446m 50s
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Show Notes
Das Lavender-KI-Zielsystem zeigt gut, wie Kriegsautomatisierung aktuell aussieht und was daran falsch läuft.
Das Thema „KI in der Militärtechnik“ und die Beziehung zwischen Mensch und Maschine ist seit Jahrzehnten ein theoretisches Thema in der Philosophie, den Sozialwissenschaften und den kritischen Algorithmus-Studien. Doch in den letzten Jahren wurden Waffensysteme mit KI-Komponenten entwickelt und jüngst in bewaffneten Konflikten praktisch eingesetzt. Am Beispiel des KI-gestützten Zielwahlsystem Lavender, das vom israelischen Militär IDF im derzeit laufenden Gaza-Krieg eingesetzt wird, werden die aktuellen Entwicklungen aufgezeigt und in den historisch-technischen Kontext der „Signature Strikes“ der USA in Waziristan (Pakistan) oder Afghanistan gesetzt, sowie konkrete technische Designentscheidungen vorgestellt und kritisch diskutiert. Dabei entstehen auch Fragen von Verantwortungsverlagerung und Rechtsumgehung.
Die hier vorgestellten Erkenntnisse beruhen auf einer gemeinsamen Analyse von Expert:innen des Forums InformatikerInnen für Frieden und Gesellschaftliche Verantwortung (FIfF e.V.) zusammen mit der Informationsstelle Militarisierung (IMI e.V.) und der Arbeitskreis gegen bewaffnete Drohnen e.V., die die Praxis der KI-basierten „gezielten Tötung“ wie etwa durch Lavender als Kriegsverbrechen zu ächten sucht.
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