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110: Zwischen Recht und Risiko: - Wie Cybersecurity zur geopolitischen Waffe wurde. Mit Prof. Dr. Kipker (CII)
Episode 110

110: Zwischen Recht und Risiko: - Wie Cybersecurity zur geopolitischen Waffe wurde. Mit Prof. Dr. Kipker (CII)

Heute wirds politisch und juristisch! Und um Souveränität und NIS2 (wie könnte es anders sein?)

BlueScreen - Der Tech-Podcast!

December 1, 20251h 9m

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Show Notes

Heute wirds politisch und juristisch! Und um Souveränität und NIS2 (wie könnte es anders sein?)

In dieser Episode von Blue Screen bespreche ich mit Prof. Dr. Dennis Kenji-Kipker die komplexen Zusammenhänge zwischen Cybersecurity und Geopolitik, konkret unter dem Aspekt, wie diese Sicherheitsaspekte zu einer geopolitischen Waffe werden können. Wir thematisieren, dass Cybersecurity weit über technische Maßnahmen hinausgeht und inzwischen ein strategisches Element in der nationalen Sicherheit darstellt.

Wir beginnen mit den aktuellen Herausforderungen, die zentrale Cloud-Dienste wie Amazon Web Services (AWS) und Cloudflare betreffen. Das Risiko steigt, je zentralisierter die Infrastruktur ist, was sich direkt auf die Resilienz deutscher Unternehmen auswirkt. Ich erwähne einige Vorfälle, die die Verwundbarkeit städtischer Infrastrukturen und deren Abhängigkeit von solchen Diensten zeigen, wie zum Beispiel die jüngsten Ausfälle von Stadtverwaltungen.

Dennis beleuchtet seine persönliche Entwicklung im Bereich der Cybersicherheit, die heute von regulatorischen Anforderungen geprägt ist. Er reflektiert darüber, wie das erste IT-Sicherheitsgesetz in Deutschland vor fast einem Jahrzehnt eingeführt wurde und welche Konsequenzen sich aus den laufenden regulatorischen Änderungen, wie der Umsetzung von NIS 2, ergeben. Diese Entwicklungen machen deutlich, dass es notwendig ist, Unternehmen besser auf die Bedrohungen und Anforderungen in der digitalen Landschaft vorzubereiten.

Ein zentraler Punkt unserer Diskussion ist die digitale Resilienz, die Dennis als eine Schlüsselkompetenz für Unternehmen in der heutigen Zeit sieht. Um die digitale Souveränität zu erhöhen, müssen Betriebe nicht nur auf sichere Software und Prozesse setzen, sondern auch auf die Schulung ihrer Mitarbeiter achten, um das Bewusstsein für Cyberrisiken zu schärfen. Wir diskutieren, wie essenziell es ist, den Weg von der Theorie in die Praxis zu gehen und wie das Cyber Intelligence Institute, das Dennis mitinitiiert hat, dazu beiträgt, diese Lücke zu schließen.

In einer sehr aufschlussreichen Passage diskutieren wir die Abhängigkeit von amerikanischen Cloud-Diensten. Dennis unterstreicht, dass diese Abhängigkeit in Krisenzeiten, wie etwa politischen Auseinandersetzungen oder technischen Ausfällen, fatale Folgen haben kann. Wir werfen einen Blick auf die Herausforderungen und Möglichkeiten, die sich aus der digitalen Souveränität ergeben und diskutieren, warum es wichtig ist, die eigene Infrastruktur nicht nur als technisches, sondern auch als wirtschaftliches Risiko zu verstehen.

Abschließend geben wir Einblicke, wie junge Interessierte im Bereich Cybersecurity Fuß fassen können, und ermutigen dazu, praktische Erfahrungen zu sammeln. Dennis empfiehlt, den Fokus nicht ausschließlich auf akademische Abschlüsse zu legen, sondern sich aktiv in der Branche zu engagieren und stetig weiterzubilden.

Shownotes:

Topics

Cybersecurity Geopolitik nationale Sicherheit Cloud-Dienste AWS Cloudflare verwundbarkeit digitale Resilienz regulatorische Veränderungen junge Talente