
#65 – Mit dem Motorrad von Deutschland nach Thailand – unglaubliche Reise auf 2 Rädern
Auswandern Thailand Podcast · FS Consulting Co., Ltd.
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Show Notes
Mit dem Motorrad von Deutschland nach Thailand
In Folge 65 des Auswandern Thailand Podcast begrüßen Stefan Fabbro und Wolfgang Payer einen ganz besonderen Gast im Studio in Pattaya. Florian Pollinger, 34 Jahre alt und Audi-Mitarbeiter aus Bayern, hat sich auf seine 32 Jahre alte BMW GS 1100 gesetzt und ist von Deutschland bis nach Thailand gefahren. Über 35.000 Kilometer, acht Monate unterwegs, durch mehr als zehn Länder. Was als Backpacking-Urlaub vor zehn Jahren begann, wurde zum großen Lebenstraum auf zwei Rädern.
[mg8p_podcast][mg8p_podcast_abo][mg8p_youtube ytid="rSypjwnulrE" caption="Von Deutschland nach Thailand auf dem Motorrad - Ein Traum wird wahr"]Vom Dorfjungen zum Weltreisenden
Florians Leidenschaft für Motorräder begann mit zwölf Jahren. Seitdem hat er sich stetig gesteigert. Erst Tagestouren, dann Monatstouren durch Europa, bis zum Nordkap. Die Idee für den großen Trip kam bei seinem ersten Thailand-Besuch. Beim Rückflug schaute er aus dem Flugfenster und nahm sich vor, das nächste Mal mit dem eigenen Motorrad zu kommen.
Sabbatical bei Audi als Ermöglicher
Die Finanzierung lief über ein Sabbatical-Modell bei seinem Arbeitgeber Audi. Florian arbeitete zuvor zum reduzierten Gehalt von 65 Prozent und erhält nun während seiner Reise weiterhin rund 2.000 Euro monatlich. Er bleibt dabei angestellt, sozialversichert und zahlt in die Rentenkasse ein. Sein monatliches Reisebudget liegt zwischen 1.400 und 1.600 Euro, alles komplett selbst finanziert ohne einen einzigen Sponsor.
Die Route durch zehn Länder
Die ursprüngliche Route sollte über Afghanistan, Pakistan und Indien führen. Aufgrund der geopolitischen Lage musste Florian umplanen. Die tatsächliche Strecke führte über Österreich, den Balkan, die Türkei, Georgien, Russland, Kirgisistan und China nach Laos und schließlich Thailand. Die Temperaturen reichten dabei von minus 20 Grad in Kirgisistan auf 5.000 Metern Höhe bis plus 40 Grad in der chinesischen Devil City nahe der Wüste Gobi.
Warum eine 32 Jahre alte BMW
Die Wahl einer alten Maschine war bewusst getroffen. In vielen Ländern der Route gibt es zwar gute Mechaniker, aber keine Elektronik-Spezialisten. Die BMW GS 1100 funktioniert rein mechanisch und lässt sich mit Standardwerkzeug komplett zerlegen und reparieren. Florian hat sich das nötige Wissen über YouTube und die Werkstatt eines Freundes selbst beigebracht. Vor dem Trip baute er das komplette Getriebe aus, die Kupplung wurde erneuert und ein neues Fahrwerk eingebaut.
Herausforderungen unterwegs
Zweimal brach der Rahmen des Motorrads. In Kirgisistan ließ Florian ihn in einem Zehn-Leute-Dorf schweißen, in Laos wurde die zweite Bruchstelle repariert. In China war ein Reiseführer Pflicht, Kostenpunkt 2.000 Euro pro Person. In Thailand wurde er von Makaken bestohlen, die sein Klopapier und seine Chilis aus dem Rucksack klauten. Ein Skorpion- oder Tausendfüßlerstich brachte ihn ins Krankenhaus, blieb aber ohne ernste Folgen.
Die freundlichsten Länder und ein klarer Rat
Auf die Frage nach den freundlichsten Ländern nennt Florian Kirgisistan, die Türkei, Thailand und China. Selbst in Russland habe er sich nie unsicher gefühlt. Er übernachtete überwiegend im Zelt, orientierte sich über Google Maps und hatte Internet über eSIM. Sein Rat an alle, die einen ähnlichen Traum haben, ist klar formuliert. Nicht auf die Zweifler hören, gut planen und einfach durchziehen. Nach dem Thailand-Aufenthalt geht es für Florian weiter nach Spanien, wo sein Motorrad per Schiff aus Malaysia eintrifft, und dann nach Afrika.
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