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Show Notes
13. September 1920
Rudolf Mosse gehört zweifelsfrei zu den prägenden Verlegergestalten der Berliner Stadtgeschichte. Ursprünglich aus Grätz bei Posen stammend, baute er seit den 1860er Jahren in der Hauptstadt des baldigen Kaiserreiches ein Zeitungsimperium auf, das vor allem das aufgeklärte Berliner Bürgertum adressierte. Flaggschiff war das 1872 gegründete Berliner Tageblatt, das sich spätestens ab 1906 unter der Ägide seines berühmten Chefredakteurs Theodor Wolff, einem Vetter Mosses, zum Inbegriff der liberalen Großstadtzeitung entwickelte. Als Mosse am 8. September 1920 starb, war Wolff es auch, der in Weißensee auf dem Jüdischen Friedhof die Grabrede hielt. Aus ihr, abgedruckt am 13. September – natürlich – im Berliner Tageblatt, liest Frank Riede.