
Warum enden schwäbische Ortsnamen oft auf "-ingen"?
1000 Antworten · Südwestrundfunk
July 20, 20252m 43s
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Show Notes
Im Schwäbischen sind diese Namen sehr häufig. Wenn man mit dem Zug von Stuttgart nach Tübingen fährt, gibt es außer Bad Canstatt praktisch keine Station, die nicht auf -ingen endet. Aber es gibt sie auch anderswo.
In Hessen gibt es Städte wie Büdingen, im Badischen gibt’s Söllingen. Und wenn man nach Bayern geht, findet man diese Ortsnamen auch, allerdings enden sie da nur auf -ing: Garching, Ismaning, Schwabing und so weiter. Das ist letztlich das gleiche.
Weiter Richtung Norden findet man statt -ingen -ungen: Bad Wildungen oder Kaufungen. Das sind alles Varianten der Wortendung -ingen.
Diese Wortendung geht auf die Zeit der Völkerwanderung zurück. Sie verweist häufig auf Orte, die von den eingewanderten Franken gegründet wurden. Also auf das 6./7. Jahrhundert.