
Der Ukraine-Krieg vereitelt die Durchmusterung des Universums
Dunkle Energie, Galaxienhaufen und Neutronensterne sollten nichts mit irdischer Politik zu tun haben. Doch der Angriffskrieg Russlands wirkt sich auch auf das Weltraumteleskop eRosita aus.
AstroGeo - Geschichten aus Astronomie und Geologie · Karl Urban und Franziska Konitzer
Show Notes
Galaxienhaufen, Dunkle Energie, Supernovaüberreste und Neutronensterne: Auf der To-do-Liste des Weltraumteleskops eRosita stand nicht weniger als eine Kartierung des gesamten Himmels, als es 2019 ins All befördert wurde. Eine Himmelsdurchmusterung im Röntgenbereich hatten sich die Forschenden hinter der vornehmlich deutschen Mission vorgenommen, insgesamt acht Mal sollte eRosita den Himmel abtasten. Doch das ist bisher nicht gelungen: Denn eRosita ist auf einem russischen Satelliten montiert. Ins All geschossen wurde das deutsche Teleskop von Russland. Und auch den Bodenkontakt hat bis Anfang März 2022 Russland übernommen… und was war dann?
Franzi erzählt die Geschichte des Röntgenteleskops eRosita, das Jahrzehnte gebraucht hat, um überhaupt da zu sein, wo es heute ist, nämlich am Lagrange-Punkt L2. Und es ist eine Geschichte davon, dass ein Krieg auf der Erde auch im All seine Spuren hinterlässt.
Beitragsbild: X-ray: Peter Predehl, Werner Becker (MPE), Davide Mella
Bilder


Weiterführende Links
- WP: ROSAT
- WP: eRosita
- WP: Lagrange-Punkte
- Welt der Physik: eRosita
- ARDalpha: Weltraumteleskope
- Bayerischer Rundfunk: Ukraine-Krieg – Und was ist mit der ISS?
- Space Night News – Neuigkeiten aus dem All: Krieg und Raumfahrt